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Kurzgeschichte Kurzgeschichten

Die Rückkehr

© Elke Meyer


Buntes Herbstlaub und der Duft nach feuchter Erde! Wie sehr hatte er dieses in den vergangenen Jahren vermisst. Tief holte er Atem, kostete den vertrauten, köstlichen Duft.
Er lächelte vor sich hin. Ein leichter Wind fuhr ihm durch das Haar und wirbelte die von den Bäumen gefallenen Blätter auf dem Boden umher. Auch sein Pferd schien ausgeglichener als zuvor. Ein leises Wiehern entrang sich der Kehle des Tieres. Zärtlich tätschelte er es am Hals. "Wir sind endlich Zuhause", sagte er zu ihm. Das Laub raschelte leise unter den Hufen des Pferdes. Wie sehr hatte er den Herbstgeruch nach feuchter Erde und welkenden Blättern vermisst!
An seiner rechten Seite floss der Fluss entlang, den er oft in seinen Träumen gesehen und nach dem er sich gesehnt hatte. Auf dem kühlen Nass bot sich ihm ein Bild der Idylle. Ein paar Enten ließen sich schnatternd auf der Wasseroberfläche treiben. Nach den harten und erbitterten Kämpfen am Tag lag er in den Nächten unter dem Sternenhimmel und dachte an diese, seine Heimat und an seine über alles geliebte Frau Gesa. Er verzehrte sich vor Sehnsucht nach ihr. Manchmal meinte er den weichen Boden unter seinen Füßen zu spüren und dabei ihr Lachen zu hören, wenn sie wie zwei Kinder auf der Wiese liefen. Er hatte in seinem übertriebenen Stolz sein Heimatland verlassen, um seinem Kaiser in das heilige Land zu folgen. Sehr genau erinnerte er sich noch an den sonnigen Tag im Mai als sich die treuen Gefährten Kaiser Friedrichs in Regensburg versammelten, um das heilige Land von den Ungläubigen zu befreien. Zu Tausenden ritten oder gingen sie am Lauf der Donau entlang bis nach Konstantinopel. Bereits auf dem beschwerlichen Weg verloren sie einige ihrer Kameraden. Doch das war nichts gegen das, was sie in Jerusalem erwartete: die Hölle. Für Blut, ständige Angst und Tod hatte er alles Zuhause zurück gelassen. Jahre der Entbehrungen und der Verzweiflung, begleitet von unbändiger Sehnsucht, vergingen. Und immer öfter fragte er sich nach dem Sinn in diesem scheinbar aussichtslosen Krieg gegen die Muslimen. Er hatte gesehen wie Kinder und Frauen wehrlos starben. Musste zum Teil zusehen, wie die Kreuzritter die muslimischen Frauen vergewaltigten und schlugen. Hatte Gott tatsächlich dieses blutige Gemetzel gewollt? Wofür? Für einen hölzernen Becher, aus dem einst der Heiland getrunken hatte? Oder ein Leichentuch, in das dieser einst gewickelt war? Eine Spur der Zerstörung auf allen Seiten ließen Zweifel an der Mission in ihm aufkommen. Dennoch getraute er sich nie mit seinen Kameraden darüber zu reden, deren Loyalität dem Kaiser gegenüber, trotz aller Erlebnisse, dennoch ungebrochen war.
Daher fühlte er sich oft noch einsamer. Wäre Gesa an seiner Seite gewesen, hätte er sicher alles besser ertragen. Dann musste er auch noch fürchten, dass sein Hab und Gut in seiner Heimat eventuell durch andere Habgierige in Gefahr war. Ansgar, sein treuester Untertan, würde seinen Besitz mit seinem Leben verteidigen. Davon war er überzeugt. Doch wie lange würde er Burg und Weib beschützen können? Wie konnte er nur derart naiv gewesen sein diesem Kreuzzug zu folgen? Ruhm und Ehre! Eine Aufnahme in den Himmel wurde ihnen allen vom Papst versprochen. Diese Worte klangen nun wie Hohn in seinen Ohren!
Nach dem Tod Friedrichs, der für alle völlig unerwartet in dem Fluss Saleph ertrank, war das Heer der Kreuzritter aufgerieben und jeder einzelne von ihnen erschöpft und des Kampfes müde. Die aussichtslose Lage ließ viele von ihnen, so wie ihn selbst, im Sommer darauf in ihre Heimat zurückkehren. Nur König Richard blieb mit seinem Gefolge zurück, wollte keine Kapitulation. In der Zwischenzeit, bedingt durch seine Ungeduld erschien ihm die Rückreise endlos. Der Herbst war ins Land gezogen. Welche Abwechslung gegen die gewohnte sengende Sonne, die an manchen Tagen kaum zu ertragen war, dachte er erleichtert.
Er hielt an und stieg ab, um das Pferd am Flussufer zu tränken. Sein treuer Begleiter hatte eine Rast verdient. Wie durch ein Wunder hatten sie beide alles nahezu schadlos überwunden. Selbst die Schwertverletzung in seinem Rücken hatte er überlebt!
Auch er tauchte seine Hände in den Fluss. Alles hier war ihm vertraut. Was würde ihn nun daheim erwarten? Fast vermochte er sich nicht mehr an Gesas liebreizendes Gesicht zu erinnern. Ihre blonden Haare, die ihr in weichen Wellen auf die Schultern fielen und ihre großen, braunen Augen. Sie hatten ihn in seinem Fieberwahn als er mit der Verletzung lag, begleitet. Sein einziger Trost in den schweren Stunden!
Als er Gesa zum ersten Mal gesehen hatte, wirkte sie auf ihn wie ein scheues Reh, hatte Angst vor jeder Berührung. Aber in den zwei Jahren ihrer Ehe war sie reifer und selbstbewusster geworden, was seine Liebe zu ihr verstärkte.
Manchmal meinte er ihre schmale Hand auf seiner nackten Brust zu spüren.
Dann schloss er jedes Mal seine Augen.
Das Wasser hier roch sogar anders als im heiligen Land, stellte er fest. Es erschien ihm reiner, klarer als dort, wo das Blut die Flüsse getränkt hatte.
Wie oft hatte er versucht sich die Begegnung mit Gesa vorzustellen? Als er damals von ihr gegangen war, trug sie sein Kind unter ihrem Herzen. Der Drang dem Ruf des Kaisers zu folgen war stärker gewesen als sein schlechtes Gewissen seine Frau schwanger zurück zu lassen. Er hatte Fehler begangen.
Er wusste noch nicht einmal, ob es ein Junge oder ein Mädchen war. Sein Bruder Helmer hatte ihn auf dem Kreuzzug ebenfalls begleitet, Frau und Kinder zurück gelassen. Als tapferer Mann verlor er sein Leben vor den Toren Jerusalems. Er hielt den sterbenden Bruder in seinen Armen bis der letzte Atemzug verging. Eben noch hatten sie unbeschwert als Kinder im Garten der Burg gespielt und nun hatte der Tod sie für immer getrennt. War es nicht wie ein Wunder, dass gerade er überlebte? Viele Male tauchte diese Frage in ihm auf. Helmer war sein jüngerer Bruder gewesen, den er sein Leben lang beschützt hatte. Aber in diesem einzigen Moment hatte auch er tatenlos zusehen müssen, wie das Schicksal erbarmungslos zuschlug.
Von jetzt an wollte er jeden Tag des Herrn genießen, zusammen mit Gesa und seinem Kind.
Entschlossen erhob er sich und stieg wieder auf das Pferd. Nur noch ein halber Tagesritt und er würde endlich die heimatliche Burg erreichen.
Von weitem erkannte er bereits die Zinnen der Burgmauer. Einen kurzen Moment zügelte er sein Pferd auf dem gegenüberliegenden Hügel und genoss einfach den Anblick. Endlich war er am Ziel seiner Wünsche! Was Gesa gerade tat?
Ungestüm wollte er sie in die Arme nehmen… Energisch trieb er das Pferd in den Galopp. Sein Herz klopfte wild vor Freude.
Die Hufe klapperten laut auf der Brücke über dem Burggraben. Selbst der Hengst schien die heimatlichen Gefilde zu riechen, was er aus seiner Gehfreude interpretierte.
Er bat den Wächter auf dem Turm das Tor zu öffnen, aber dieser zögerte.
"Wollt ihr dem Herrn der Burg etwa keinen Einlass gewähren?" rief er wütend aus nachdem dieser sich geweigert hatte das Tor zu öffnen. Ein anderer Mann gesellte sich zu dem Wächter und schaute zu ihm nach unten. "Oh, mein Herr, welche Freude. Ihr seid es wirklich. Wir hatten fast nicht mehr an eure Rückkehr geglaubt!" Der alte Mann! Er erkannte Ansgar, der schon unter seinem Vater treu gedient hatte. Der Loyalste unter allen. Auf dessen Anweisung hin öffnete der Wächter schließlich das Tor. "Adrian! Dem Herrn sei Dank!" Der Alte stolperte die Treppe nach unten in den Burghof und breitete seine Arme aus. Es tat unglaublich gut, dass sich jemand über seine Anwesenheit freute, dachte er und lächelte. "Ansgar, alter Geselle. Auch ich freue mich dich zu sehen. Wo ist mein Weib?" Er klopfte dem Alten freundschaftlich auf den Rücken. Die Miene des Alten verdüsterte sich.
Dieser schien nach einer passenden Antwort zu suchen. Adrian wurde ärgerlich und forderte ihn vehement auf zu sprechen.
"Sie ist nicht hier…sie..äh.." stotterte Ansgar. Was sollte er seinem Herrn sagen? Wer hatte schon mit seiner Rückkehr gerechnet? Alle hielten ihn für tot. Kein Lebenszeichen, nichts hatten sie von ihm vernommen. "Ansgar, so sprich." Adrian hatte den Alten am Kragen gepackt und sah ihn warnend an.
Irgendetwas stimmte hier nicht. War Gesa vielleicht etwas Schlimmes zugestoßen und man hatte ihn nicht benachrichtigen können? "Sie ist auf der Kranzburg!" Adrian ließ unvermittelt ab. Was um alles in der Welt hatte dazu geführt, dass Gesa sich auf der Burg seines verhassten Cousins Bodo aufhielt? "Auf der Kranzburg?" fragte er angespannt. Ansgar nickte. Es war ihm unangenehm seinem Herrn diese Mitteilung machen zu müssen, jedoch unerlässlich. "Ich breche sofort auf!" entschied Adrian ohne weitere Fragen zu stellen und bestieg erneut sein Pferd.
Kopf schüttelnd blickte Ansgar ihm nach als er davon ritt. Aber er konnte verstehen, was in Adrian vorging. Nach so vielen Jahren kehrte er zurück und wähnte seine Frau in den Armen eines anderen!
Adrians Herz klopfte schmerzhaft in seiner Brust. Er trieb das Pferd zur Eile an. Glücklicherweise war es nur ein 2-Stunden-Ritt bis zur Kranzburg.
Er wollte nicht darüber nachdenken, was Gesa zu dieser Entscheidung veranlasst hatte, wollte es lieber aus ihrem Mund hören. Eine dunkle Vorahnung überkam ihn.
Endlich, nach all dieser langen Zeit, würde er der geliebten Frau gegenüber stehen. Die Sehnsucht nach ihr war so übermächtig, dass er zu zittern begann.
Sie befand sich auf der Burg, teilte ihm eine der Mägde mit. Ungeduldig bat er sie ihn zu Gesa zu führen. Ohne Zögern ging sie voran.
Wie lange hatte er auf diesen einzigen Moment gewartet? Wie oft hatte er sich die Szene in seinen einsamen Träumen ausgemalt?
Nun stand sie leibhaftig vor ihm. Das zarte Gesicht mit der weichen, hellen Haut, der kirschrote Mund, dessen Lippen bebten! Die Augen vor Erstaunen weit aufgerissen. Ein Kloß saß in seinem Hals, der das Sprechen verhinderte.
Dieser tränenverschleierte Blick von ihr brachte ihn fast um den Verstand.
Dennoch riss er sie nicht in seine Arme, wie er es vorgehabt hatte.
Irgendetwas in ihm hielt ihn davon ab. "Adrian…" flüsterte sie heiser. "Sie sagten mir, du seiest tot!" Die Tränen rollten unaufhaltsam über ihre Wangen. Nie hätte sie zu hoffen gewagt, ihn jemals wieder zu sehen, den Mann, den sie über alles geliebt hatte.
Die endlosen Nächte der Furcht und Einsamkeit, Jahre ohne ihn zu spüren, zu sehen...
Jeden Tag blickte sie zum Horizont in der Hoffnung auf seine Heimkehr, jedoch erfolglos.
Nachdem einige der Männer aus dem heiligen Land nach Jahren zurückgekehrt waren und ihr mitteilten, dass er vor Jerusalem gefallen war, hatte sie nicht mehr leben wollen. Als ihr gemeinsamer Sohn kurz danach auch noch am Fieber starb, wusste sie nicht mehr wie sie dieses Leben überhaupt ertragen sollte. Da war Bodo zur Stelle gewesen, hatte sie getröstet, aufgefangen bis sie einen neuen Anfang mit ihm gewagt hatte. Natürlich hatte er nie wirklich Adrians Stelle in ihrem Herzen einnehmen können, doch er war gut zu ihr gewesen.
Sie schwankte leicht, weil die Situation sie überforderte. Ihre Gefühle drohten sie zu überwältigen. Warum gerade jetzt, fragte sie sich. Adrian hielt sie fest. Ohne seine Hilfe wäre sie gestürzt. In ihren Augen las er die Antwort auf seine unausgesprochene Frage. "Warum?" fragte er sie leise und erhielt keine Antwort. "Und unser Kind?" Aber sie schüttelte nur ihren Kopf. Nach einer ganzen Weile des Schweigens sagte sie: "Erst hatte ich dich verloren, dann unseren Sohn. Adrian, für mich brach meine ganze Welt zusammen! Bodo war es, der an meiner Seite war und mich auffing. Verstehst du? All die Jahre der Ungewissheit und dann die schreckliche Nachricht dich verloren zu haben!" Unter seiner Hand spürte er ihren zitternden Körper. So hatte er sich das Wiedersehen nicht vorgestellt. Dennoch wusste er, wohin die Verzweiflung und Trauer einen Menschen führen konnten. Das hatte er in diesem grausamen Feldzug gegen die Muslime gelernt. Eine bittere Lektion, die ihm das Leben erteilte, dachte er bitter. All die unseligen Jahre über war sie seine Hoffnung gewesen, das Fünkchen Hoffnung, das ihn einzig und allein überleben ließ. Das sollte nun vorbei sein? Er vermochte kaum daran zu glauben sie an einen Nebenbuhler verloren zu haben. "Gesa, du bist und wirst immer alles für mich bedeuten. Als die Männer um mich herum im Sterben lagen, galten meine Gedanken nur dir. Nur durch dich gewann ich Hoffnung, nur durch dich überlebte ich. Du weißt gar nicht, wie sehr ich mich nach dir in den einsamen Nächten verzehrte." Er umfasste ihr Gesicht mit seinen Händen. "Adrian.." flüsterte sie und ihre Lippen trafen sich zu einem Kuss.
Er stöhnte auf und zog sie in seine Arme wie ein Verdurstender. Der Kuss schmeckte salzig von ihren Tränen. Mein Gott, wie sehr hatte er den lieblichen Duft ihrer Haut und ihres Haares geliebt. Die Realität übertraf seine Vorstellungskraft. Er stöhnte auf und vergrub sein Gesicht in ihren blonden Haaren. Sanft schob sie ihn von sich. In ihren Augen erkannte er die gleiche Liebe, die auch er für sie empfand. "Ich teile alles mit Bodo." Wie sehr quälten auch sie diese Worte, dennoch musste sie es ihm sagen. Ihre Worte trafen wie ihn wie Peitschenhiebe. Dieser unglaubliche Schmerz tief in seinem Inneren. Sie hatte mit einem anderen das Bett geteilt… Jeder Tag erschien ihm grau und ohne Hoffnung.
"Liebst du ihn, Gesa?" Forschend blickte er ihr ins Gesicht. Als sie ihm nicht antwortete, wiederholte er seine Frage eindringlicher: "Liebst du ihn?" "Er war für mich da." "Das beantwortet aber meine Frage nicht." Sie schüttelte nur abwehrend ihren Kopf und blickte nach unten. "Es ist zu spät, Adrian, zu spät." flüsterte sie. Es schien als hätte man ihm soeben den Todesstoß versetzt. Alles war von diesem Moment an für ihn sinnlos geworden.
Warum nur hatte er die Kämpfe im heiligen Land überlebt während sein Bruder sein Leben lassen musste?
"Wenn du ihn nicht liebst, Gesa, wirst du niemals mit ihm glücklich werden.
Noch bist du vor Gott meine Frau und wirst es bleiben. Willst du dein Leben lang seine Geliebte bleiben?" Sie sah auf und antwortete ihm nicht, obwohl ihre Lippen Worte formten. Nichts hätte sie lieber getan als dem Mann, dem ihr Herz für immer gehörte zu folgen, doch sie hatte Bodo ihr Versprechen gegeben. Er hatte alles für sie getan, sie gepflegt und umsorgt. Konnte sie das vergessen, hinwerfen?
"Du, Gesa, warst mein einziger Hoffnungsschimmer im heiligen Land. Die Hoffnung ist das Letzte, was stirbt. Deshalb werde ich die Hoffnung auch nicht aufgeben, dass du eines Tages zu mir, deinem Mann, zurückkehren wirst.
Du weißt ja, wo ich auf dich warte. Mein Herz gehört auf ewig dir. Gott kennt die Wahrheit. Vergiss das bitte nicht." Fast hätte er es nicht mehr ertragen sie weiter anzusehen ohne sie berühren zu dürfen. Da drehte er sich um und ging. Gesa besaß nicht die Kraft ihn zurück zu halten.
"Er liegt auf dem Friedhof unserer Burg! Er starb am Fieber!" rief sie ihm hinterher. Ohne sich noch einmal nach ihr umzudrehen, verharrte er einen kurzen Augenblick bis er schließlich den Raum verließ. In einem einzigen Moment war sein Leben zerstört.
Wochen vergingen, Wochen, in denen er jeden Tag das Grab seines Sohnes, den er nie kennen lernen durfte, besuchte. Überzeugt war er damals seinem Kaiser auf dem Zug ins heilige Land gefolgt und hatte dadurch alles verloren, was ihm lieb und teuer war, seine Frau und auch sein Kind. Das Grab war der einzige Ort, an dem er seinem Kind nahe sein konnte.
An diesem kühlen, aber klaren Wintermorgen hatte es ihn erneut dorthin gezogen.
Während er vor dem Grab hockte, bemerkte er nicht, dass sich ihm jemand von hinten leise näherte. Er zuckte spürbar zusammen als eine Hand sich auf seine Schulter legte. "Bodo ist gestern ebenfalls aufgebrochen, um das heilige Land von den Ungläubigen zu befreien, so wie ihr einst, mein Herr." vernahm er Ansgars Stimme. Adrian holte tief Luft. Sofort dachte er an Gesa, die er seit dem letzten Gespräch nicht mehr gesehen hatte. Sie beherrschte noch immer seine Gedanken und Gefühle. Weshalb hatte Bodo sich dazu entschieden diesen Weg zu gehen? "Für Ritter Bodo gab es keinen anderen Ausweg. Liebe kann man nicht aus seinem Herzen reißen. " ergänzte Ansgar und Adrian wusste, was er damit meinte. Jeden Tag hatte er darauf gehofft, dass sie zu ihm zurückkehren würde, doch nichts geschah. Dennoch gab er die Hoffnung nicht auf. Schließlich war sie die Letzte, die ihm geblieben war.
Durch Bodos Fortgang würde sie möglicherweise in Erfüllung gehen …



Eingereicht am 13. Januar 2006.
Herzlichen Dank an den Autor / die Autorin.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors / der Autorin.

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