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Ein Ausflug in eine andere Welt

Eine Liebesgeschichte von Waltraud Mueller


Dieses wunderbare Abenteuer passierte meiner Freundin Ulrike. Als wir letztens zusammentrafen, erzählte sie mir von diesem tollen Erlebnis. Ehrlich gesagt, ich habe sie beneidet, nicht jedem ist solch ein wunderbares Erlebnis vergönnt!
diese Geschichte: "SEHNSUCHT" - die haben wir ja alle, ganz egal in welche Richtung sie uns führt!
Es fing damit an, dass Ulli bei einem Preisausschreiben eine Urlaubsreise für Zwei, auf die wunderbare Insel Malta gewann.
Schon lange war sie nicht mehr auf Reisen gewesen, die Kinder aus dem Haus, artete alles in das tödliche Einerlei!
Und so packte sie in Vorfreude auf ein wunderbares Erlebnis, die Koffer.
"Es war ein überraschend wunderschöner Flug", - erzählte sie. "Der Start, als die Maschine steil nach oben schoss, die Häuser auf der Erde immer kleiner wurden, die Lichtlein wie Glühwürmchen sich ausnahmen, war wundervoll! - Als wir, Ankunftszeit Mitternacht, hohe Palmen unter nachtdunklem Himmel im Wind hin und her schaukeln sahen - auf relativ kleinem Rollfeld aus der Maschine stiegen - bei einundzwanzig Grad Nachttemperatur, wobei es bei uns Tagestemperatur zehn Grad hatte, nur zwei Flugstunden hinter uns - das war sensationell! Ein wohliges Gefühl!", schwärmte Ulrike.
Ein wunderschönes Hotel erwartete das Ehepaar. Das Zimmer war wie im Reiseprospekt versprochen - alles war in Ordnung!
Michael, ihr Mann, war an diesem ersten Morgen zeitig auf. Er schlich sich auf den Balkon. Durch das Wegziehen des Vorhanges weckten sie die ersten Sonnenstrahlen.
"Scheint die Sonne?", schnell stand sie auf und ging auf nackten Sohlen auf den Balkon, stellte sich hinter ihren Mann, drückte sich an ihn.
"Hast du gut geschlafen, Schatz?", sagte er, als er sie spürte. "Ist die Aussicht schön! Direkt am Meer, nur die Straße überqueren und wir sind dort! Ah - diese gute Luft! Ja, eigentlich habe ich schon gut geschlafen - und du?"
"Ja, ich auch! War hundemüde! Ich geh schnell ins Bad, solange du dich dann hübsch machst, erkunde ich die Gegend. Dann hole ich dich zum Frühstück!"
"Das war unser erster Morgen!", bedrückt stoppte sie ihre Erzählung.
Ich sah sie zweifelnd an.
"Doch, ja! Er ist wirklich alleine los gegangen!"
"Und wie ging es weiter?", wollte ich nun wissen.
"Natürlich war ich enttäuscht! Mit dem Lift fuhren wir später hinunter, direkt in den Frühstücksraum hinein. Ein hoher Springbrunnen den riesige Palmen und bunte Blumen zierten, plätscherte inmitten des Saales."
"Wie war das Essen?", unterbrach ich sie.
"Verpflegung war gut. Wir hatten ja nur Frühstück gebucht. Wir probierten verschiedene Restaurants aus, die entlang der Uferpromenade und inmitten des Ortes lagen. Mit Besichtigungen, Inselrundfahrten, Besuch der Nachbarinsel Gozo, Autobusfahrt nach Valletta, Spaziergängen, Restaurantbesuchen, Faulenzen am Swimmingpool, Meeresrauschen lauschen, in der Sonne braten, . . . verging die Zeit rasend."
"Nun, alles gut und schön, doch was war an dieser Reise so Besonderes? Benahm sich Michael komisch? Ich sah ihn gestern mit mürrischem Blick, er nahm mich gar nicht wahr!"
"Ja, zur Zeit ist er übellaunig! Das kommt von meinem Erlebnis!"
"Wie, nur du hattest ein Erlebnis, er nicht?"
"Nein, 'ER' nicht! Es war der vorletzte Tag angebrochen, als das Schicksal zuschlug! Michael hatte zu viel Sonne getankt, so dass sein Bauch krebsrot war. Daher konnte er nur am Rücken liegen und so schlief er auch leicht schnarchend ein. Ich hatte mir von unserem Urlaub mehr erwartet, etwas Zuwendung seinerseits, etwas mehr Liebe, Kuscheln und vielleicht auch wieder einmal Sex. Ich lag lange wach, überdachte die Situation, bis ich endlich einschlief."
"Das alte Schema! Langverheiratet!", gab ich meinen Kommentar ab.
"Ja, so in etwa! Nun pass auf - jetzt kommt's!"
Gespannt horchte ich ihrer Erzählung. Ich versuche diese getreu wiederzugeben:
An der Rezeption des Hotels trafen Ulrike und Michael einen kleinen, älteren, etwas verrunzelten zarten Mann mit Hornbrille. Er begrüßte Ulli freudig und teilte mit, dass er sie schon lange suchte. Durch Zufall hatte er erfahren, dass sich das Ehepaar gerade jetzt auf dieser Insel aufhält. Er sei Notar, vertrete die Rechte des verstorbenen Doktor Schönthal, der ein Jugendfreund ihrer Mutter gewesen sei. In seinem Testament legte dieser fest, dass Ulli eine Woche in seinem Haus auf Malta wohnen dürfte. Sie brauche sich um nichts kümmern, es ist alles bereit und steht zu ihrer Verfügung.
"Aber wir fliegen ja schon morgen nach Österreich!"
"Hängen Sie halt noch eine Woche dran, kostet ja nichts! Gerne hätte der Doktor Sie noch persönlich kennen gelernt, doch leider war ihm dies nicht vergönnt!"
"Ich hätte ja noch Zeit, aber mein Mann kann unmöglich seinen Urlaub verlängern, er wird erwartet!"
"Es ist sowieso nur für Sie bestimmt. Ihr Mann, so leid es mir tut, ist nicht eingeladen!"
"Wir verlängern dein Ticket, ist doch kein Problem, wenn du möchtest!", mischte sich Michael ein.
"Wie leicht er mich dalässt in diesem fremden Land! Bedeute ich ihm gar nichts mehr?", dachte Ulli mit Wehmut.
So kam es, dass am nächsten Morgen die Wege des Ehepaares sich trennen.
Michael nimmt in dem Autobus, der ihn und die anderen Mitreisenden zum Flughafen bringen soll, Platz. Er winkt seiner Frau ein letztes Mal zum Abschied zu. Ulrike steigt in das wartende Taxi, das sie an das andere Ende der Insel führt.
Das Haus, außen wie jedes andere auf dieser wunderschönen Insel. Aus Sandstein erbaut, eine massive Holzeingangstüre öffnet ihr den Weg in die Räumlichkeiten. Zu linker Hand gelangt man in die Praxisräume des verstorbenen Arztes, rechts führt eine weiße Türe in die Wohnung, die hell und hauptsächlich aus Marmor und Holz zusammengestellt ist.
Sie erkennt einen weißen Flügel, der ihr Herz höher schlagen lässt. Ulrike schließt einen Moment die Augen. Sie stellt sich Walzerklänge von Johann Strauß vor, dreht sich im Kreis, breitet die Arme aus. Das Sonnenlicht spielt in ihrem Haar, sie genießt die Atmosphäre, die wunderschöne Umgebung, das "Jetzt" und den Augenblick völliger Losgelöstheit.
Als erstes beschließt sie, die interessante Dusche auszuprobieren. Mit den vielen Knöpfen und Düsen zieht diese ihre Aufmerksamkeit an sich.
Sie stellt das Thermostat auf angenehme Wärme, sofort wird ihr Körper warm umspült. Ganz links ist noch ein Drehknopf mit kleinen Kippschaltern. Was ist das? Aus der Wand heraus kommen farbigbunte Bürsten, ganz weich und anschmiegsam. Der Schaum riecht nach Honig, Kokosmilch und exotischen Früchten.
Entspannt, mit weicher duftender Haut, wickelt sie sich in ein großes weißes Badetuch. Als sie die Stufen hinunterhuscht, schauen, ob sie etwas im Kühlschrank finden würde, hört sie das Schließen einer Türe und gleich darauf ein leises, unheimliches Rascheln. Ihr kriecht eine Gänsehaut über den Rücken. Vorsichtig tastet sie sich vor zur Dielentüre, öffnet sie einen spaltbreit und schaut nach, was sie so beunruhigt. Eine weiß eingemummte Gestalt will gerade zur Haustüre hinaus. "Halt!" Die Gestalt hält inne und dreht sich um. Der ganze Kopf und die Hände sind mit Mullverband eingewickelt, nur Mund, Nase und Augen waren sichtbar. Das "Gespenst" scheint erschrocken, eine piepsende Stimme fragt: "Wer sind Sie?"
Ulrike, geistesgegenwärtig: "Ich bin die Schwester!"
"Das ist gut! Es ist niemand mehr da!"
"Ich weiß! Ab jetzt bin ich dafür zuständig. Kommen Sie morgen wieder?"
"Ja!"
"Gut, dann bis morgen!"
Ulrike wusste von dieser Erscheinung. Die Schwester, die sie in der Kanzlei kennen gelernt hatte und der Notar, hatten es ihr erzählt. Sie musste ja zur Unterschrift mit dem Notar in dessen Büro mitgehen, alles braucht seine Ordnung, wie er sagte. Nun, dieser arme Mensch hatte einen Brandunfall, kam zum Doktor in Behandlung. Seit dieser verstarb, führten zwei geistliche Schwestern die Praxis noch einige Wochen weiter. Jetzt sind alle weg, nur dieser Patient kann nicht einsehen, dass die Ordinationsräume nun geschlossen sind. Er kam immer wieder.
Ulrike nützt diese überraschende Gelegenheit und inspiziert die Praxisräume.
Alles tadellos aufgeräumt, auch der Ordinationsraum.
Was hier operiert wurde?
Illegal oder durfte er das? Nun, das ist nun nicht ihr Problem! Sie schließt sämtliche Türen ab und wendet sich der etwas kleineren Wohnung zu. Von außen sah man diese immense Größe des Hauses gar nicht, das so viel verbirgt.
Der Kühlschrank ist gut bestückt. Sie richtet sich einige Brote, probiert von dem roten Saft und nimmt sich ein großes Glas davon mit ins Wohnzimmer. Mal sehen, ob sie mit dem Video klar kommt? Bald danach tummeln sich Weiblein und Männlein unter- ober- und nebeneinander, vollkommen nackt, in erotischen Stellungen auf dem Bildschirm. Was hat sie denn da erwischt? Pornos? Hier in diesem schönen Haus? Sie ist entsetzt, will sich abwenden, doch dann sieht sie mit einem Auge hin, später mit beiden. Wirre Träume suchen sie auf, als sie schaukelnd in dem großen Wasserbett auf Schlaf hofft.
Als Ulrike am späten Vormittag in die Küche kommt, war der Frühstückstisch gedeckt. Den ganzen Tag verbringt sie im Garten, schwimmt etliche Runden im Pool, döst im Liegestuhl. Abends nach der erfrischenden Dusche fällt ihr ein, dass sie die "Mumie" verpasst hatte. Abends probiert sie nochmals das Video.
Entspannt lehnt sie in den Kissen
Plötzlich hatte sie ein ungutes Gefühl. Was war das? Sie spürt, es ist noch jemand im Zimmer - oder geht die Fantasie mit ihr durch? Ein Lufthauch bewegt die zarten Gardinen vor der offenen Terrassentüre. Leichte Schritte schweben über den Marmorboden. Eine weiß gekleidete Gestalt sieht sich kurz um und entdeckt die junge Frau, die den Liebesspielen auf dem Bildschirm zusieht.
Die markanten Züge zieren ein Lächeln, welches kleine Fältchen um die Augen sichtbar macht. Die gerade Nase, leicht geschwungene Augenbrauen, ein sinnlicher Mund, ebenholzschwarze, leicht gewellte Haare, die bis in den Nacken reichen, gehören zu einem geschmeidigen Körper. Dieser nähert sich vorsichtig der Zuseherin. Von rückwärts berühren weiche Hände zart die schmalen Schultern und eine leise Stimme flüstert: "Erschrick nicht, ich bin es nur!"
Ruckartig dreht sie sich um. "Wer ist ICH?" Sie sieht in die meeresblauesten Augen, die sie je gesehen hatte. "Egal wer er ist, er ist ein wunderschöner Mann!", raunt die innere Stimme ihr zu. Sie wollte diese wunderbaren Lippen küssen, seine Wangen mit den Fingern ertasten, sein Haar zerwühlen. Ihr wurde heiß, in ihrem Inneren lief sekundenschnell ein Film ab, dieser ließ erahnen, wie es wäre wenn . . . jetzt blickt sie in diese wunderschönen Augen, die sie so zärtlich anschauen. Der sinnliche Mund fragt: "Wer bist DU?" Sie kann ihn nur anstarren. Auf dem Bildschirm erscheint "The End" - niemand beachtet es. Er zieht sie hoch und drückt sie an seinen festen Körper. Ihr Blick erforscht seinen.
Diese Augenfarbe zum Kontrast des dunklen Haares - sie kann sich nicht satt sehen! Ihre Finger fahren durch seine Mähne - die ungebändigt und seidig ist.
Sie drückt sich an ihn. Er umschließt ihre Taille, streichelt ihren Rücken, fährt unter den Stoff. Sein offenes Hemd trägt er lose über der Hose. Er ist barfuss, genau wie sie. "Komm!", flüstert er ihr ins Ohr, nimmt sie bei der Hand und führt sie durch die offene Glastüre in den Garten.
Der Swimmingpool liegt indirekt beleuchtet vor ihnen. Das Wasser glitzert, ganz leicht wird es von der Abendbrise bewegt. Blumenduft liegt in der Luft.
"Schwimmst du mit mir?" Es ist für sie das Natürlichste auf der Welt - heute - hier - jetzt - nackt zu baden. Er streift sein Gewand ab und springt in das erfrischende Nass. Sie folgt ihm über die Stufen.
"Ist das herrlich?"
"Wunderbar - wie kommst du hier her?", fragt sie ihn.
"Ich bin hier aufgewachsen! War oft in den Ferien auf Besuch. Schon immer bin ich verliebt in dieses Haus. Der Arzt, der Bruder meiner Mutter, daher mein Onkel, war ein wunderbarer Mann. Als ich hörte, dass er verstarb, war ich sehr traurig!"
"Wer hat diese Haus so modernisiert? Doch nicht der alte Herr?"
"Nein, er gab mir die Möglichkeit, dies zu tun. Ich bin Architekt, Onkel gab mir die Möglichkeit, mein Talent zu beweisen. Gefällt es dir?"
"Es ist ein Traum!"
"Komm, meine Traumfrau!"
Er zieht sie leicht an sich, sein Mund kommt ihrem sehr nahe, die Zähne blitzen in dem tiefgebräunten Gesicht, zarte Lippen streifen die ihren. Ein Stromstoß durchfährt Ulli, unwillkürlich fasst sie nach seinen Armen. Er hält sie fest. "Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Wie konnte ich bis jetzt ohne dich sein?"
Im Wasserbett erleben sie eine wunderbare, zärtliche, einfühlsame Liebesnacht. "Welche Überraschung, welche Begegnung! Was wäre mir entgangen, wenn ich diese Urlaubswoche nicht angenommen hätte!" Das sind die Gedanken von Ulrike, als sie wohlig entspannt schon halb im Einschlafen ist. "Vielleicht ist die mondhelle Nacht daran Schuld, vielleicht der große gelbe Mond, welcher in das behagliche Zimmer scheint? Hat er uns verhext?"
Morgens liegt sie alleine im Bett.
Nachmittags, Ulrike befindet sich gerade in der Küche, hört sie die Haustüre. Sie schleicht sich zur Dielentüre. Ein Schrei - und noch einer - hoch, anklagend - dann hört sie ihren Namen rufen. Sie stürzt vorwärts, der Stimme entgegen. Glasscherben liegen am Boden, farbige Flüssigkeit vereint sich in einer großen Pfütze, der Medikamentenschrank aufgebrochen, durchwühlt. Die "Mumie" sieht ihr entgegen, zückt ihr Handy. "Hier ist eingebrochen worden - bei Doktor Schönthal!" Täuschte sie sich oder hat sich die Stimme verändert? Als der Kommissar mit seinen Helfern eintraf, war die "Mumie" verschwunden.
"Seit der arme Doktor ums Leben kam, geschehen hier seltsame Dinge!", sagt der Kommissar zur Begrüßung.
"Woran ist der Arzt denn gestorben?"
"Das wissen Sie nicht? Er wurde umgebracht, die Kehle wurde ihm durchgeschnitten, dem armen Mann! Auf seinem eigenen Operationstisch hat man ihn regelrecht zerstückelt. Teile von seinem Körper sind noch immer unauffindbar!"
Alles Blut wich Ulli aus dem Gesicht - sie muss sich setzen, sie fühlt eine Ohnmacht nahen.
"Was ist denn hier los?"
Diese Stimme führt sie wieder in die Gegenwart. Sie gehört ihrem nächtlichen Besucher. Nur hört sie sich jetzt nicht zärtlich an, sondern herrisch, laut und irgendwie anders.
"Jemand hat eingebrochen und Gläser zerschlagen!"
Er kommt auf sie zu und hilft ihr aus dem Sessel. Ihre Füße fühlen sich wie Gummi an und sie fällt wieder auf den Stuhl zurück.
"Weißt du, wie dein Onkel ums Leben kam?"
"Selbstverständlich! Auf grauenhafteste Weise! Er hat irgendetwas für die ewige Jugend erfunden und an sich selbst ausprobiert."
Als die Ermittlungen abgeschlossen sind und die Polizei das Haus verlassen hatte, geht Ulrike Kaffee kochen. Sie und Kurt, wie er sich nachträglich vorgestellt hatte, setzen sich auf die einladenden Gartensesseln, die unter den schattenspendenden Bäumen stehen. Nachdenklich rühren sie in ihren Kaffeetassen.
"Erzählst du mir von dir?"
"Du weißt ja schon mehr von mir, als ich von dir!"
"Das macht nichts!" . . .
Auf meine Frage, was denn weiter passierte, schaut Ulli verklärt um sich.
"Oh' es war eine herrliche Zeit! Er war ein so einfühlsamer Liebhaber, auch klärten wir den Mord an Doktor Schönthal, seinem Onkel auf. Es war das gerissene Schwesternpärchen, auch die "Mumie" entpuppte sich als Überraschung, aber das erzähle ich dir nächstens!"
"Und - siehst du ihn wieder?", wollte ich natürlich wissen.
"Stell dir vor - das geht nicht! Am Flughafen, als er schon abgeflogen war, erhielt ich einen Schock! Mir fiel ein, dass ich nicht einmal seine Telefonnummer habe!"
"Ja, bist du von Sinnen? Lässt diesen Traummann gehen?"
"Ja, denn als ich vor lauter Schluchzen über seinen Abschied, mich nicht mehr beherrschen konnte, war auf einmal Michael da!"
"Ist er wieder zurückgeflogen, hatte er schlechtes Gewissen?"
"Nein - er ist gar nicht abgeflogen, er behauptete, ich habe dies alles nur geträumt! Kannst du dir das vorstellen? Ich noch immer nicht!"
Als ich sie ungläubig ansah: "Ich muss dir noch was sagen: Gestern, bei der Verlobungsfeier, du weißt schon - !"
"Was war, habe ich etwas versäumt?"
"Ja, den Mann, den Omi mitbrachte . . . ich sah ihn wieder!"
"Was, das war er?"
"Er heißt auch Kurt und sieht ihm zum Verwechseln ähnlich, wir treffen uns morgen!"
"Was sagt Michael dazu?"
"Er weiß es noch nicht! Vielleicht kann ich die Zeit in der Traumwelt nochmals erleben? Was sagst du?"
"Ich weiß es nicht! Aber ich wünsche dir viel Glück. Frag ihn, vielleicht hat er einen Bruder für mich?"




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Eingereicht am 22. Januar 2004.
Herzlichen Dank an die Autorin.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin.