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Träume sind Schäume

© Manfred Schröder


Ein Geist erschien einem Manne im Traum und sprach zu ihm: -Nimm einen Spaten und gehe zu den beiden Buchen, die neben der Kapelle stehen, und grabe am grösseren Baum, dort wo eine Blume wächst, ein Loch. Du wirst dann auf eine Kiste stossen, die voll mit Goldtaler gefüllt ist-
Als der Mann am anderen Tage erwachte, erinnerte er sich an den Traum. Doch da er nicht an Träume glaubte, nahm er ihn nicht ernst. Doch er erzählte seinem Nachbarn davon. Als dieser ihm einige Tage später begegnete, sagte er: -Weisst du noch von dem Traum, den du mir erzählt hast. Und ich muss gestehen, dass ich in der Nacht aufgestanden bin und an der Stelle gegraben habe. Natürlich habe ich nichts gefunden. Doch wie seltsam Träume sein können. Auch mir erschien dann ein Geist, und entschuldigte sich dafür, dass er dir die falsche Stelle gesagt hat. Denn die Truhe mit den Goldtalern liege am kleineren Baum. Doch du hattest wohl recht; Träume sind Schäume.-
Doch der Mann, dem der Geist zuerst erschienen war, dachte lange nach und ging dann in der folgenden Nacht zum anderen Baum und begann zu graben. Doch auch dort fand er keinen Schatz.
In der folgenden Nacht erschien ihm wieder der gleiche Geist im Traum und sagte: -Weisst du nicht, dass Träume Schäume sind-, und lachte dann so gewaltig, dass der der Mann davon erwachte und lange nicht einschlafen konnte.



Eingereicht am 24. Februar 2006.
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