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Kurzgeschichte Kurzgeschichten

Soul Fire

© Anna Hofmann


Nur für Erwachsene
Das helle Läuten der Schulglocke hallte durch jeden Winkel des grau-weißen Gebäudes. Überall sprangen Türen auf, Schüler strömten sich laut unterhaltend hinaus auf die Gänge, alle waren froh, an diesem sonnigen, warmen Montag im Mai wieder nach Hause gehen zu können. Doch eine unter ihnen hatte es besonders eilig diesen Ort zu verlassen.
Es war die sechzehn jährige Sara Nekoi und sie ging in die dritte Klasse der Junior High - School von Osaka. Sie war das hübscheste Mädchen der ganzen Schule; ihre hüftlangen, feuerroten Haare waren wie immer zu einem sauberen Zopf zusammen geflochten, sie hatte ein süßes Porzellangesicht, das sogar ohne jegliches Make-up völlig makellos aussah, bei ihrer Figuren könnten alle Jungs ins Schwärmen geraten und ihre Augen waren blau wie der Ozean. Jeder, der Sara nicht kannte, würde vermuten, dass sie das beliebteste Mädchen der ganzen Stadt war, das sich vor Freunden kaum noch retten konnte, kurz, dass sie ein perfektes Leben führte.
Doch dem war nicht so. Die anderen Mädchen waren alle neidisch auf Sara und peinigten sie, wo sie nur konnten. Die Jungs hingegen trieben ihre Spielchen mit ihrer hübschen Klassenkammeradin, denn seit sie auf diese Schule kam, war kein Tag vergangen, an dem nicht mindestens zwei ihrer Mitschüler versuchten sie zu vergewaltigen.
Dies war auch der Grund, warum Sara so schnell wie möglich versuchte die Schule zu verlassen.
Jedoch ging sie, wenn möglich nicht gleich nach Hause, denn dort fing der Alptraum immer erstrecht an. Saras Vater war seit sieben Jahren arbeitslos und zudem auch noch alkoholabhängig. Tagsüber war er auf Jobsuche, doch durch seine permanente Fahne wurde er bis jetzt überall abgelehnt, sodass er zu Hause dann wieder weiter trank. Das wäre noch nicht einmal so schlimm, doch er legte zudem auch noch Hand gegen Sara und ihre Mutter an. Es war schon fast Alltag, dass die beiden Frauen mit blauen Flecken, Blutergüssen und gebrochenen Rippen übersät waren.
An diesem Abend war es jedoch wieder besonders schlimm. Eine der großen Industriefirmen der Stadt hatten ihn regelrecht hinausgeschmissen, als er mitten im Vorstellungsgespräch angefangen hatte, eine Flasche Wodka auszupacken und anfing gierig an ihr zu nuckeln.
Geschirr zerschellte an der Wand und der Gürtel des Mannes knallte durch die Luft wie eine Peitsche, dennoch waren keinerlei Schreie zu hören, da Sara und ihre Mutter schon vor langer Zeit gelernt hatten, dass alles viel einfacher zu ertragen war, wenn sie nicht schrien.
Der Tag endete wie fast jeder. Sara wurde mit aufgeplatzter Lippe und schmerzhaften Prellungen in ihr Zimmer eingesperrt, während ihr Vater seine Frau im Nebenzimmer brutal missbrauchte.
"Oh Gott, warum lässt du das nur zu? Warum hilft mir keiner?" Mit diesen Worten und unter Tränen schlief Sara ein.
Am nächsten Morgen wurde das Mädchen schon um halb sechs geweckt, da um diese Zeit ihr Vater noch tief schlief.
Schweigend saßen die beiden Frauen am Küchentisch und starrten in ihre Tassen. Eine stille Träne rann über die immer noch geschwollene Wange von Frau Nekoi und aus dem Augenwinkel heraus konnte Sara sehen, dass ihre Hand zitterte.
Schon einmal in ihrem Leben hatte sie diese Hölle durchgehen müssen. Auch ihre Mutter war damals an genauso einen Verrückten geraten wie sie. Eines Tages hatten sie sich dann endlich dazu entschlossen ihn rauszuschmeißen, doch er kam wieder und hätte beinahe Saras Mutter und deren Mutter getötet. Glücklicherweise hatte ein Nachbar noch rechtzeitig die Polizei gerufen.
Es war somit gut zu verstehen, dass die Frau nun Angst hatte dasselbe zu tun. Sie hatte jedoch nicht Angst um sich, sondern um ihre Tochter.
Sara hatte die Schule schon fast erreicht, als plötzlich vier ihrer Mitschüler aus einer Seitenstraße sprangen und über sie herfielen. Das Mädchen wehrte sich mit aller Macht, doch diesmal hatte sie keine Chance. Drei der Kerle hielten sie fest und hinderten sie am schreien, während der Vierte auf sie einschlug bevor er ihr die Kleidung auszuziehen begann.
"Tja, Sara, du weißt doch, ne schnelle Nummer vor dem Mittag soll gesund sein und du hast sogar das Glück, gleich die vierfache Dosis Sperma zu bekommen."
Ihr Lachen hallte in Saras Ohren. Ihr Körper tat weh, sie war hilflos, sie konnte nichts tun, als es einfach zuzulassen.
Auf einmal fiel der Junge, der Sara so verspottet hatte vor ihr zu Boden. Hinter ihm war ein weiterer junger Mann aufgetaucht, der ihm anscheinend eines von hinten übergezogen hatte.
"Wenn ihr sie nicht sofort loslasst, dann wird es euch genauso ergehen, wie eurem Freund hier." Drohte er ihnen.
Einer gegen drei, das konnte nicht gut gehen. Zwei der Übriggebliebenen gingen auf den Fremden los und wie er es ihnen versprochen hatte, lagen auch sie eine halbe Minute später auf dem Asphalt. Der letzte von Saras Angreifern bekam es nun mit der Angst zu tun. Er stieß das Mädchen von sich weg und rannte davon.
Erst jetzt bemerkte Sara, wie ihre Beine zitterten. Sie schaffte es einfach nicht stehen zu bleiben und fiel auf die Knie. Der Fremde beugte sich sofort zu ihr hinunter, packte sie sanft am Arm und zog sie wieder zu sich hoch.
"Ist alles in Ordnung?" Seine Stimme war warm und freundlich. Er war ziemlich groß, hatte lange schwarze Haare, die zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden waren und auch seine Kleidung war schwarz. Nur seine Augenfarbe war für Sara schwer zu definieren, jedoch lösten sie in ihr ein seltsames Gefühl aus.
Nachdem Sara ihrem Retter versichert hatte, dass es ihr gut ginge, betrat sie endlich das Klassenzimmer und begab sich umgehend auf ihren gewohnten Platz am Fenster, in der letzten Reihe. Wie immer blieb der Stuhl neben ihr frei.
Wer war dieser Typ?
"Guten Morgen, Klasse!", begrüßte sie ihr Lehrer, Herr Mori wie gewohnt. "Ich habe eine Neuigkeit für euch: Ab heute habt ihr einen neuen Mitschüler. Sein Name ist Akira Shiro."
Sara währe beinahe von ihrem Stuhl gefallen. Eben noch war er ein völlig Fremder für sie gewesen und schon im nächsten war er ihr neuer Mitschüler, der sich auch noch direkt neben sie setzte.
"Hallo." Grinste er.
Sie erwiderte seinen Gruß mit einem schüchternen Lächeln. Die nächsten 90 Minuten war es Sara unmöglich sich zu konzentrieren, geschweige denn ruhig sitzen zu bleiben. Akira hingegen schien mit großem Interesse bei der Sache zu sein.
Auch heute verbrachte Sara ihre Pause allein unter ihrem Lieblingsbaum, unter dem sie meistens ungestört war. Doch heute war etwas anders: Akira hatte sich anscheinend dazu entschlossen, ihr Gesellschaft zu leisten.
"Hi! Ich hoffe, ich störe dich nicht? Was dagegen, wenn ich mich setzte?"
Sara war so perplex, dass sie fast vergessen hatte, ihm zu antworten. "Ähm…, ja natürlich!"
"Du bist Sara Nekoi, richtig?"
Jetzt hätte Sara sich auch noch fast an ihrem Sandwich verschluckt. Woher zum Teufel, kannte er ihren Namen?
"Hallo, Akira! Ich bin Aine, ich sitze schräg vor dir."
Plötzlich stand ein extrem dünnes, stark geschminktes Mädchen vor ihnen und lächelte Akira verführerisch an. Es gab kaum einen Menschen an dieser Schule, den Sara mehr hasste als sie. Wie sie immer dastand mit ihren blonden Locken, den falschen Wimpern und diesem überkurzen Minirock. Kaum ein Junge und Lehrer war noch nicht mit Aine im Bett gewesen.
Sara hatte schon geahnt, dass sich Aine an Akira ranmachen würde, der sie jedoch nur gelangweilt ansah.
"Nun, ich habe heute noch nichts vor, also wenn du Lust hast, könnten wir uns bei mir zu Hause ein nettes Video ansehen?" Sie strich mit provokativer Miene eine ihrer Locken von der Schulter, wobei sie leicht ihren Busen berührte.
"Sag mal, Aine, hast du schon mal daran gedacht Geld für deine ständigen Bettspielchen zu verlangen?"
Allen klappte der Unterkiefer herunter. Woher wusste er das?
Aine lief puterrot an und war unfähig etwas zu erwidern, stattdessen stolzierte sie auf ihren High-Heels davon.
Als wieder einmal die Schulglocke zum Ende läutete, packte Sara so schnell sie konnte ihre Tasche und verschwand. Sie achtete nicht einmal mehr auf Akiras Rufen, denn es war ihr egal, sie musste weg von hier.
Einige Meter von der Schule entfernt, stellte sich auf einmal Aine Sara mitten in den Weg. Mit ihren völlig überschminkten Augen funkelte sie das Mädchen hasserfüllt an.
"Dass er mich hat abblitzen lassen, war allein deine Schuld. Gib es zu, du hast ihm von dieser Sache erzählt, nicht wahr!"
Doch bevor Sara antworten konnte, hatten sich Aines Kunstfingernägel bereits in ihr Shirt gebohrt.
"Du wirst deine dreckigen, kleinen Hurenfinger von ihm lassen. Er ist viel zu schade für dich, hast du das kapiert?" Mit einem letzten Stoß gegen die Schulter, ließ sie die nun wieder total verängstigte Sara stehen.
Auch dieser Abend verlief nicht viel anders, als der vorherige, außer, dass es ungewöhnlicherweise an der Haustür klingelte.
Saras Mutter versuchte ihren Gatten im Wohnzimmer zu halten, sodass ihre Tochter an die Tür gehen konnte.
"Hi, störe ich?" Das sanfte Lächeln und die geheimnisvollen Augen Akiras begrüßten Sara auf der anderen Seite.
"Was willst du hier?" Das war der schlechteste Zeitpunkt für ihn hierher zu kommen.
"Ich wollte dir nur deinen Pulli vorbei bringen. Du bist heute so schnell verschwunden, dass du ihn glatt vergessen hast. Was ist denn mit dir passiert?" Er deutete auf Saras Wange, auf der ein blutiger Kratzer prangte.
"Wer ist da und was will er hier?" Die versoffene Stimme von Saras Vater dröhnte durch den Flur und kurz darauf war er auch schon hinter seiner Tochter aufgetaucht. "Was fällt dir dummen Gör ein, die Tür zu öffnen!"
-klatsch!- Seine breite raue Hand traf Saras blutende Wange so hart, dass das Mädchen rückwärts an die Wand taumelte.
Auch jetzt mischte sich Akira ein, um ihr zu helfen, doch diesmal gab es ein heftiges Handgemenge. Der erste Schlag ging von Herrn Nekoi aus, doch der junge Mann war einfach zu schnell und vor allem nüchtern, sodass Saras Vater mit voller Wucht den Türrahmen traf. Er jaulte auf wie ein Hund, dem man auf den Schwanz getreten ist und doch konnte jeder deutlich das Brechen der Fingerknochen hören. Während er wild fluchend seine gebrochene Hand hielt, bugsierte ihn seine Frau wieder zurück ins Wohnzimmer.
"Tut mir Leid. Ist alles Okay mit dir?" Akira strich Sara mit seiner warmen Hand sanft über ihre Verletzung. Seine Augen schienen ihr direkt in die Seele zu blicken, alles an ihm hatte eine so seltsame anziehende Wirkung auf Sara, wie ein Magnet.
"Ja, klar, mir geht's gut. Bitte geh jetzt und komm am besten nicht mehr hierher." Eine stille Träne lief über Saras noch nicht misshandelte Gesichtshälfte.
Dann zog Akira ein Stück Papier und einen Bleistift aus seiner Jackentaschen, begann etwas aufzuschreiben und reichte es Sara. Die sah ihn nur fragend an.
"Da steht meine Adresse und meine Telefonnummer drauf. Warte nicht zu lange, du kannst jeder Zeit zu mir kommen." Er wandte sich ab um zu gehen, als Sara mit erstickender Stimme sagte:
"Danke…"
"Guten Morgen, Klasse! So, dann nehmt mal bitte alle eure Hausaufgabe heraus und gebt sie mir!"
Verdammt, durch die ganze Aufregung gestern, hatte Sara mal wieder völlig vergessen ihre Hausaufgaben zu machen. Sie konnte sich nicht noch eine schlechte Note leisten, da sie eh schon drohte durchzufallen.
"Hier," Mit seinem freundlichen Lächeln reichte Akira Sara einen großen Zettel, auf dem alle Aufgaben fein säuberlich gelöst aufgeschrieben waren. "Nun schau nicht so, nimm schon!"
"Warum hast du das getan? Ich meine, wie kannst du wissen, dass ich meine Hausaufgabe nicht hab?"
Ihr Lehrer hatte bereits alle Arbeiten eingesammelt und begann an die Tafel zu schreiben. Akira wich auf diese Frage hin Saras Blicken aus.
"Nun, bei euch ging es gestern drunter und drüber, da habe ich mir so etwas schon gedacht."
"Warte!" Es war kurz vor fünfzehn Uhr, jeden Moment würde die Schulglocke ihre Freizeit einläuten. Sara war schon wieder dabei ihre Tasche zu packen, als Akira seine Hand auf ihre legte, um sie am Weitermachen zu hindern.
"Bitte renn nicht gleich wieder weg. Lass mich dich nach Hause bringen. Keine Angst, so lange ich bei dir bin, kann dir nichts passieren." Noch nie in ihrem Leben hatte sich jemand für Sara stark gemacht, sie beschützt. Dennoch hatte sie immerzu ein seltsames Gefühl in der Magengegend.
"Achja, beinahe hätte ich es vergessen: Herzlichen Glückwunsch!" Mit einem breiten Grinsen hielt ihr Akira ein kleines, in schwarzes Papier gewickeltes Geschenk hin.
"Was ist? Du hast doch heute Geburtstag, oder nicht?" Sara wusste gar nicht, was sie sagen sollte. Noch nie zuvor hatte sie etwas geschenkt bekommen, außer wenn es ihre Mutter heimlich gelungen war, eines zu besorgen. Jedoch war es nie etwas Besonderes gewesen, meist bekam sie einen Pulli von Flohmarkt oder ein paar Socken. Doch für Sara war es was besonderes, denn es zeigte ihr, dass es zumindest einen Menschen auf der Welt gab, der sie liebte.
Etwas zögernd nahm sie das geheimnisvolle Schächtelchen an sich und packte es vorsichtig aus. In einer mit Federn ausgeschmückten Schachtel lag ein kleiner schwarzer Kreuzanhänger mit einer silbernen Kette.
Ohne noch länger zu warten, nahm Akira dir Kette aus ihrer Verpackung und legte sie Sara vorsichtig um den Hals, wobei er ihr sanft über den Hals strich.
"Ich hoffe, sie gefällt dir?"
Sara nickte nur zaghaft, schenkte ihm dann aber ein breites Strählen.
Sie waren nun schon fast an Saras Haus angelangt, als es das Mädchen nicht mehr zurück halten konnte:
"Woher weißt du das alles?" Sie schlenderten gerade am Stadtpark vorbei, als Sara endlich das Schweigen brach. Akira sah sie jedoch nur verwirrt an, oder tat er nur so?
"Naja, du hast meine Namen gekannt, wusstest wo ich wohne, kanntest mein Geburtsdatum und als ob du Gedanken lesen könntest, hast du auch noch meine Hausaufgaben gemacht. Das ist doch etwas seltsam." Er starrte hinauf in die Wolken, als würde er erwarten, dass es regnete.
"Glaubst du an Gott?"
Was sollte diese Frage? Er wich dem Thema aus.
"Ich…ähm, ja schon."
"Und glaubst du auch an den Teufel?"
Dieses Spiel verwirrte Sara.
"Nun, ja, aber was hat das alles mit meiner Frage zu tun?" Akira sah ihr nun wieder direkt in die Augen und auch diesmal hatte Sara das Gefühl, als ob er versuchte ihr in die Seele zu sehen.
"Ich bin nicht der, für den du mich hältst."
Jedes mal lief Sara ein kleiner Schauer über den Rücken, wenn sie an Akiras Worte dachte. Er war ein einziges Rätsel und dennoch war das Mädchen total von ihm fasziniert.
Der Tag verlief ausnahmsweise friedlich im Hause Nekoi, da Saras Vater immer noch im Krankenhaus war. Doch die Harmonie wurde später am Abend wieder zunichte gemacht.
Draußen regnete es aus Eimern, als die Haustür aufschlug und die raue Stimme von Herrn Nekoi durchs Haus donnerte.
"Wo ist sie! Dieses dumme Gör!"
Sara saß gerade mit ihrer Mutter gemütlich im Wohnzimmer, als der Mann mit seinem noch gesunden Arm seine Tochter an der Kehle packte, zu Boden warf und auf sie eintrat.
Seine ledernden Wanderstiefel waren feucht und voller Dreck. Sara hatte das Gefühl, als ob ein Hammer auf sie einschlagen würde. Ihr Vater war ein sehr kräftig gebauter Mann, der vor seinem Absturz in die Alkoholsucht regelmäßig geboxt hatte.
"Du kleines Drecksstück, dass ist alles deine Schuld! Ich werde dir dafür jeden Knochen einzeln brechen!" Nun verlor er völlig den Verstand.
Sara hätte diesen Angriff wahrscheinlich nicht überlebt, wenn ihre Mutter nicht ihrem Gatten die kostbare Porzellanvase über den Kopf geschlagen hätte. Ächzend ging der Mann zu Boden.
"Los, geh! Verschwinde, Sara!"
Mit all ihrer Kraft rappelte sich das Mädchen wieder auf, nahm ihre Jacke und rannte hinaus in den Regen.
Ihr ganzer Körper schmerzte und trotzdem lief sie immer weiter, bis zum Stadtpark, vor dem sie schließlich zusammenbrach.
"…hilf…mir…" Kurz bevor sie jedoch das Bewusstsein verlor, glaubte sie Akiras Gesicht zu sehen.
Es war so herrlich warm. Es roch nach Blumen und frischen Kräutern.
Langsam bekam Sara ihr Bewusstsein zurück, was sie jedoch auch sofort wieder an die vielen Prellungen und gebrochenen Rippen erinnerte. Ihre blauen Augen hatten sich noch nicht ganz an das helle Licht gewöhnt, sodass Sara nur verschwommen sehen konnte. War sie wieder in ihrem Zimmer? Nein, dort roch es nie so gut und es war auch noch nie so schön warm gewesen. War sie dann vielleicht tot? Ja, vielleicht. Ihr Vater hatte mit solch einer Kraft auf sie eingeschlagen, dass es gut möglich war. Aber würde ihr dann alles so wehtun?
Nein, dass war nicht ihr Zimmer und schon gar nicht ihr zu hause. Wo war sie?
Allmählich schärften sich die Umrisse ihrer Umgebung. Sie befand sich in einem fremden Schlafzimmer. Sie lag in einem fremden Bett. Überall im Raum waren Vasen aller Art mit kleinen Ästen der Kirschblüten und weißem Oleander geschmückt. Auf einem kleinen Tisch, der neben dem Bett stand hatte irgendjemand eine heiße Tasse Kräutertee hingestellt.
An der gegenüber liegenden Wand stand ein weinroter Kleiderschrank, mit zwei großen Schiebetüren. Überall an den Wänden hingen seidene Stoffschals in dunklen Rot-, Blau- und Schwarztönen. Es gab keine Lampen, sondern nur ein paar eiserne Kerzenständer mit halb heruntergebrannten Kerzen.
"Na, geht's dir besser?" Es war also doch keine Einbildung gewesen. Akira hatte sie gefunden und hierher gebracht und nun lag Sara in seinem Bett.
"Hier," Er hielt ihr eine kleine dampfende Schale mit Brühe hin und schenkte ihr dabei ein erleichtertes Lächeln.
"Nein danke, ich möchte nichts essen." Sara versuchte sich aufzurichten, doch der Schmerz zog durch ihren Körper wie ein Blitz und sie ließ sich wieder zurück in die Kissen sinken.
"Lass das lieber. Dein Vater hat dich ganz schön übel zugerichtet." Er stellte die Schale neben der Tasse auf das Tischchen und setzte sich zu Sara auf die Bettkante. Sara war das jedoch etwas unangenehm. Auf der einen Seite, wollte sie ihn am liebsten immer um sich haben, aber auf der anderen Seite, war er ihr auch etwas unheimlich und das auch aus gutem Grund. Er war wie aus dem Nichts aufgetaucht und war komischer Weise immer im richtigen Moment für sie da.
"Wie hast du mich gefunden?" Diesmal wollte sie eine richtige Antwort haben. Er seufzte und wich ihrem Blick aus.
"Ich…ich hab dich zufällig gefunden, als ich gerade spazieren war." Das reichte, glaubte er wirklich, dass sie so dumm sei?
"Das kaufe ich dir nicht ab! Kein normaler Mensch geht bei diesem Wetter freiwillig spazieren!" Ihre Wut war nun deutlich in ihrer Stimme zu hören. Auf einmal streichelte Akira mit seiner immer noch warmen Hand über Saras Gesicht und durch ihre roten Haare, wobei er sie liebevoll, aber auch etwas traurig ansah.
"Ich habe dich wirklich gern, Sara. Du bist etwas ganz besonderes, dass wusste ich schon von Anfang an. Ich möchte nicht, das du mich fürchtest." Er streichelte nun zärtlich ihren Nacken.
"Ich mag dich doch auch, Akira, also warum sollte ich dich fürchten? Wenn…wenn du wirklich etwas für mich empfindest, dann erzähl mir die Wahrheit und damit meine ich auch meine Fragen von gestern." Nun durchbohrte sie ihn mit ihren Blicken. Er seufzte erneut und ließ dann langsam seine Hand aufs Bett sinken.
"Also gut, du sollst alles wissen. Wie ich schon sagte, ich bin nicht der, für den du mich hältst. Weißt du noch, als ich dich fragte ob du an den Teufel glaubst?" Sara nickte nur.
"Du hast sicherlich in der Schule Geschichten gehört, dass Satan das pure Böse sei und jungen Mädchen die Seele raubt. Aber glaub mir das ist alles nicht wahr und ich muss es wissen, denn ich bin….ich bin Satan." Er wandte seinen Blick von ihr ab.
Sollte das etwa nur ein Scherz sein, oder sagte er wirklich dir Wahrheit? Sara konnte nicht ganz verstehen, was er da gerade gesagt hatte.
"Das…das meinst du doch nicht ernst, oder?" Akira nickte nur, sah sie aber immer noch nicht an.
"Du willst mir also wirklich weismachen, dass du Satan bist?" Stille.
Wenn das wirklich stimmte, was wollte er dann von ihr? Ihre Seele?
Langsam begann Sara zu verstehen: Er hatte ihr also tatsächlich in die Seele geschaut und ihre Gedanken gelesen. Deshalb wusste er auch all diese Dinge. Dann war er es also tatsächlich.
"Aber…aber was willst du dann von mir? Etwa meine Seele?" Insgeheim hoffte sie immer noch, dass alles nur ein Joke sei.
Endlich sah er sie wieder an. Sein Blick sagte alles.
"Nein, ich würde dir niemals deine Seele nehmen. Ich liebe dich, Sara und das ist die Wahrheit. Ich bin zwar Satan und komme aus der Hölle, aber das heißt nicht, dass ich nicht auch lieben kann." Sie konnte es einfach nicht glauben, aber irgendein Hacken musste ja an der Sache sein. Unmöglich, dass sich ein normaler Junge in sie verliebte, nein, er musste ja gleich der Teufel sein
"Aber warum ich? Warum bist du ausgerechnet zu mir gekommen?" Ihr Stimme war am zittern und ihr Körper fing an sich zu erhitzen.
"Alles begann vor etwa zwei Jahren." Er seufzte und starrte dabei auf seine Füße.
"Anfangs nahm ich es kaum wahr, doch dann wurde es immer intensiver. Jedes Mal, wenn dir jemand seelischen Schaden zugefügt hatte, hörte ich sie schreien, deine Seele. Sie schrie, sie weinte; ich konnte ganz deutlich hören, wie sie mit der Zeit immer mehr zerbrach. Ich weiß nicht warum es so war, aber mir war klar, dass es jemanden auf der Erde gab, der mich brauchte. Also begann ich dich zu beobachten und merkte schnell, dass du etwas Besonderes warst. Und dann war es plötzlich da, dieses Gefühl, genau hier." Er deutete auf seine linke Brust.
"Verstehst du, Sara, ich habe mich in dich verliebt." Er legte nun wieder seine Hand in Saras Nacken und drückte seine Lippen sanft auf ihre.
Zuerst versuchte sie sich zu wehren, doch dann ließ sie es einfach zu. Jeder Zentimeter ihrer Körper schien zu brennen, denn dieser Kuss war so innig und leidenschaftlich. Dann lösten sie sich wieder von einander. Akira küsste nun sanft Saras Hals und flüsterte ihr dabei etwas ins Ohr:
"Ich liebe dich, Sara. Ich würde dir niemals wehtun." Während er ihren Nacken zärtlich liebkoste, schob er langsam seine Hand unter das T-Shirt des Mädchens. Jede seiner Berührungen schien ein Stück von Saras Wunden zu heilen. Da Akira schon während ihrer Bewusstlosigkeit die nasse Kleidung ausgezogen hatte, trug sie wenige Augenblicke später nichts weiter als ihren Slip. Einzig ihre langen Haare und die innige Umarmung Akiras bedeckten ihre Blöße.
Ihr Puls raste und ihr Körper zitterte. Sein Atem, sein Geruch, die Hitze seines Körpers, all das brachten sie um den Verstand.
"Du bist so zart…meine Umarmung könnte dich zerbrechen." Er glitt mit seinen Fingerspitzen vorsichtig über Saras Hals, hinunter zu ihrem Bauchnabel, wobei er ihrem Busen gefährlich nahe kam. Bei dieser kleinen Berührung kniff sie die Augen zusammen und schluckte schwer. Aber sie wollte ihn. Sie wollte von ihm zerbrochen werden.
"Ich weis nicht, was ich machen soll." Ihr blieb fast die Luft weg, als Akira sie auf diese Frage hin mit blitzenden Augen ansah. Sanft küsste er jeden ihrer Finger und drückte seine Lippen auf ihren Handrücken. Ihr tief in die Augen blickend legte er Saras Hand auf den Knopfverschluss seines Hemdes. Zaghaft schob sie einen Knopf nach dem anderen durch die kleinen Öffnungen, wobei immer mehr von Akiras nacktem Oberkörper zu Tage kam.
Total fasziniert zeichnete Sara mit ihren Fingerspitzen seine Muskeln an Bauch und Oberkörper nach. Mit einem sanften Druck gegen die Schultern, gab ihr der junge Mann zu verstehen, dass sie sich zurücklegen sollte.
Während er sich über sie beugte, um sie zu küssen, berührte sein verschwitzter Oberkörper sanft ihre blanken Brustwarzen, was Sara leise aufstöhnen ließ.
Ganz langsam glitt Akira mit seiner Zunge über Saras bebenden Körper, bis er am Bund von ihrem Höschen angekommen war. Dort hielt er inne, um seinen Weg mit der Hand fort zusetzten.
"Nein…nicht. ..warte…"
Nun legte sich Akira auf den Rücken und Sara begann nun seinen glühenden Körper mit ihrer Zuge noch weiter zu erhitzten.
Den ersten Kuss setzte sie auf sein Brustbein, den nächsten etwas tiefer und noch tiefer. Bei seinem Bauchnabel hörte sie auf. Akira ahnte was kommen würde und dennoch hatte er das Gefühl zu zerspringen, als Sara ihre warme Zungenspitzen tief in seien Nabel tauchte und dabei ihr heißer Atmen über seine Haut glitt.
Die Welt um sie herum schien nicht mehr zu existieren.
Die pure Leidenschaft brodelte in ihren Körpern und trieb sie zur Ekstase.
Seine Zunge drang tief in ihre Mundhöhle ein. Mit einer einzigen geschickten Bewegung drehte Akira sie beide wieder um.
Sara holte tief Luft. In ihrem Körper drehte sich alles. Diesmal stieß sie ein etwas lauteres Stöhnen hervor, als Akira ihre erhärteten Brustspitzen mit seinen Lippen umschloss und zärtlich an ihnen knabberte. Sie fuhr zusammen, als er sachte in das wiche Fleisch biss und dann mit der warmen Zungenspitze darüber strich.
Währenddessen hob er vorsichtig Saras Hüfte an, um so leichter ihr Höschen zu entfernen. Doch das Mädchen spürte dies erst, als er langsam seine Schultern unter ihre Oberschenkel schob und sie liebevoll in die Innenseite ihres Beines biss.
"Aah….Akira…ich…" Doch weiter kam sie nicht, da sich seine Zunge schon den Weg in ihren Körper gebahnt hatte. Sie hatte das Gefühl , als würde er sie erwürgen, da es ihr fast unmöglich war zu atmen. Ihr Körper bäumte sich auf wie der einer Katze bei dieser ungewohnten Zärtlichkeit. Etwas braute sich in ihr zusammen. Etwas, was ihr fremd war.
Ihr Pulsschlag explodierte. Sie wand sich unkontrollierbar. Dieses Beben durchflutete ihren gesamten Körper. Sie stieß einen Schrei aus.
Dann tauchte Akira wieder zwischen Saras Beinen auf.
Wie eine Raubkatze beugte er sich wieder über sie. Ihr Körper fühlte sich nun so schwach und verletzbar an. Sie spürte kaum seine Küsse, geschweige denn, dass sie mitbekam, wie er aufstand und sich nun auch komplett auszog.
"Sieh mich an." Befahl er ihr, als er sich zwischen ihre warmen Beine schob. Erst jetzt bemerkte Sara, wie sehr auch er am Zittern war.
Um Sara etwas abzulenken, küsste sie Akira innig und besonders zügellos.
Stück für Stück schob er sich weiter vor, wobei er ihren rasenden Pulsschlag immer intensiver fühlen konnte.
Als Sara dann jedoch ihre Beine noch ein bisschen weiter öffnete, zerschlug es seine Selbstbeherrschung.
Aufstöhnend drang er noch tiefer in sie ein und durchstieß den letzten Widerstand.
Sie gab keinen Laut von sich, doch ihre spürbare Anspannung und die Träne, die über ihr Gesicht lief verrieten sie.
Akira wollte etwas zu ihr sagen, doch es entfuhr ihm nur ein lustvolles Stöhnen und sei heißer Atmen. Stattdessen schloss er Sara fest in seine Arme. Sie fühlte sich wie erschlagen und als er dann auch noch anfing sich in ihr zu bewegen, wusste sie gar nicht mehr, was sie tun sollte.
Und trotzdem hatte Sara das Gefühl, als ob ihr ganzes Dasein nur für diesen einen Moment bestimmt war.
Sie war davon überzeugt, dass das, was schon bald kommen würde viel intensiver sein würde, als das vorhin.
Und sie hatte Recht. Als Akira sich immer schneller und heftiger in ihr bewegte, sein heißer Atmen auf ihre Haut strömte, sein lustvolles Stöhnen immer deutlicher wurde, konnte sie es kaum glauben.
Ein weiterer, heller Schrei entfuhr ihrer Kehle und auch Akira schien den Höhepunkt seiner Gefühle zu erreichen. Alles in ihr zog sich zusammen, wand sich wie eine Schlange. Und dann schoss ein kribbelnder, heißer Strom durch jeden Winkel ihres Körpers.
Auf einmal fiel jegliche Spannung in sich zusammen, jeder Muskel wurde schlaff.
Vorsichtig zog sich Akira aus ihr zurück und nahm sie zärtlich in den Arm.
Glitzernder Schweiß bedeckte jede Stelle ihrer Körper, ihre Atmungen wurden allmählich wieder ruhiger, der Puls langsamer.
Lächelnd strich Akira eine rote, feuchte Strähne aus Saras Gesicht. Danach zog er sie ganz dicht an sich heran und gab ihr hier und da einen sanften Kuss.
Mit diesem wundervollen Gefühl der totalen Erschöpfung schlief Sara in Akiras Armen ein.
War das alles nur ein Traum? Oder hatte sie wirklich mit Satan geschlafen?
"Guten morgen, Prinzessin!"
Nein, es war kein Traum, es war wirklich geschehen.
Als Sara an diesem Morgen ihre Augen öffnete, konnte sie im ersten Moment keinen klaren Gedanken fassen, doch als Akira sich dann lächelnd zu ihr hinüber beugte und ihr einen sanften Kuss auf die Wange drückte, musste auch sie schmunzeln.
Seine Stimme war noch tiefer als sonst und seine langen schwarzen Haare waren vollkommen verstrubbelt. Er sah so süß aus und er sollte wirklich Satan sein?
Plötzlich fiel Sara etwas Wichtiges ein:
"Ach du Schreck! Ich muss in die Schule und meine Mutter- ich muss nach Hause!" Sara war schon halb aus dem Bett gesprungen, als Akira sie liebevoll am Arm packte und sie wieder zurück in seine Umarmung zog.
"Warum? Was für einen Grund solltest du haben, zu diesen Menschen zurück zukehren, die dir dein Leben lang nichts als Leid und Schmerz zugefügt haben?" Sara verstand nicht ganz, was er damit meinte, jedoch hatte sie so eine Ahnung.
"Was … was soll das heißen?" Sie schluckte schwer, da sie sich ein wenig vor der Antwort fürchtete.
Ihr Ohr war an seine nackte Brust gedrückt, doch es war kein Herzschlag zu hören.
"Lass dieses Leben hinter dir, Sara und komm mit mir. Ich liebe dich. Bitte, geh nicht fort von mir, du hast hier nichts mehr verloren." Sie sollte also mit ihm in die Hölle gehen? Aber er hatte Recht. Ihr ganzes Leben schon wurde sie immer nur von allen misshandelt, verspottet und diente nur dazu die Triebe der anderen zu befriedigen. Er hingegen liebte sie wirklich und sie ihn nicht weniger.
"Aber was wird dann aus meiner Mum? Ich kann sie doch nicht alleine lassen." Diesmal küsste Akira sie auf die Lippen und sah ihr dann wieder direkt in die Augen. Zum ersten Mal konnte Sara ihre Farbe erkennen. Sie waren dunkelrot, beinahe so wie ein Rubin,…oder Blut.
"Du musst dir um deine Mutter keine Sorgen machen, sie wird zurechtkommen, sie ist eine starke Frau. Aber wenn du möchtest, werde ich mich persönlich darum kümmern, dass sie wieder in Freiheit leben kann." Würde das dann aber nicht auch bedeuten…
"Ich müsste sterben, richtig? Tut es weh zu sterben?"
Er schloss sie wieder fest in seine starken Arme. Eine einsame kleine Träne kullerte über Saras Gesicht.
"Nein, es tut nicht weh. Du brauchst dich nicht du fürchten, Sara. Ich lass dich nicht alleine, wenn es passiert. Weißt du, die Hölle ist keines Falls, so wie du sie dir vorstellst. Es existiert kein Fegefeuer, in das Lügner, Verbrecher und Mörder geworfen werden. Es riecht auch nicht nach Schwefel und der Lord Luzifer ist keineswegs ein ziegenähnlicher, Dreizack schwingender Dämon. Weißt du wie er wirklich aussieht?" Liebevoll wischte er Sara über die feuchte Wange, wobei er ihr ein unglaublich süßes Lächeln schenkte.
"Sag es mir." Ihre Stimme klang ängstlich und unsicher.
"Er ist schöner, als alles was du je gesehen hast und verständnisvoller als jeder Gott." Wie aus dem Nichts hielt Akira plötzlich einen schwarzen Dolch mit einer silbernen Klinge in der Hand. Erschrocken sah ihn das Mädchen an.
"Tut mir leid, aber mir ist es verboten, du müsstest dir selbst den Dolch ins Herz stoßen."
Eine weitere Träne tropfte von Saras Kinn, als sie mit zitternder Hand nach der Waffe griff.
"Warte! Eines solltest du vorher noch wissen." Wie von Zauberhand erschienen zwei riesige, seiden schwarze Flügel auf Akiras Rücken und zwei recht spitze Hörner ragten zwischen seinen Haaren empor.
"Du solltest meine wahre Gestalt kennen." Mit bebender Lippe gab Sara Akira einen flüchtigen Kuss auf seine Brust und nahm schließlich den Dolch in die Hand.
Sie hielt ihn einige Zentimeter von ihrer Brust entfernt. Ihr Herz schlug wie wild, als ob es diesen letzten Augenblick noch einmal richtig auskosten wollte.
Dann stach sie zu.
"Aahhh…!"
In einem Zug hatte die silberne Klinge Saras Haut durchdrungen und traf direkt in ihren pulsierenden Muskel. Die Stelle um die Wunde herum färbte sich mit jeder Sekunde immer mehr in ein tieferes Rot.
Bei jedem, immer langsamer werdenden Atemzug spürte sie deutlich, wie ihr Herz immer schwerfälliger schlug.
Akira legte seine Arme um ihren sterbenden Körper und auch seine schwarzen Flügel legten sich um sie, wobei ein paar einzelne Federn durch die Luft tanzten und sanft zu Boden schwebten. Er hatte Recht, es tat nicht weh.
Ihr Puls war nun kaum noch vorhanden und alles um sie herum begann wieder zu verschwimmen.
"Schließ deine Augen!" Mit diesen Worten legte Satan ein letztes Mal seine Lippen auf die von Sara und hauchte ihr somit ihren letzten Lebensfunken aus.



Eingereicht am 20. Mai 2005.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.



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