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Übergang (aus "Eleeya")

Von B. Ender


Sonnenaufgang - es war ein gutes Licht. Golden, warm und klar. Wie immer, wenn die Grashalme an der Reihe waren, Licht zu erzeugen.
In goldenen und gleichmäßigen Wellen verließen die Lichtimpulse den Boden.
Es war so ähnlich, als wenn der Wind durch reife Weizenfelder streicht. Nur war die bewegende Kraft hier kein Wind. Und die Grashalme waren eigentlich auch alles andere als Gras, aber das fiel nicht weiter ins Gewicht.
Zufrieden wanderten die Sinne umher. Sorglosigkeit. Doch nein, nicht ganz. Da war etwas, ganz tief im Hintergrund. Eine Art Rufen. Nichts, was man genauer bestimmen konnte. Eine Art Sehnsucht? Ja, irgendein Drang. Es tat gut, ihm zu folgen. Etwas musste erreicht werden. Nur was? Es schien im Moment noch rein nebensächlich zu sein, doch war es diese Kraft, diese Sehnsucht, welche das erste Handeln auslöste. Und so ging es einfach los. Knietief durchstreifte es die goldenen Wellen und ging weiter, immer weiter.
Die Arme berührten des Öfteren die höheren Halme, was einer zärtlichen Berührung gleichkam.
Es war noch kein exaktes Zeitgefühl vorhanden, doch dauerte dieser Zustand wahrscheinlich mehrere Tage an. Es war alles gut so, wie es war.
Dann, eines Tages, wurde der Wunsch wahrnehmbar, irgendetwas erreichen zu wollen. Ein Drang, irgendwo hin zu müssen. Die Richtung, in die es sich bewegte, schien mit einem Mal nicht mehr ausschlaggebend zu sein. Die Beine trugen es noch mühelos weiter, aber die Arme begannen zu jucken. Doch wohin sollte es gehen? Was war da, das so sehr drängte?
Es war eine Art Wispern zu vernehmen, angenehm, aber drängend. Es schien von hoch oben zu kommen
Zögernd wanderte der Blick zum ersten Mal nach oben in eine Region, die es vorher noch nie geschaut hatte. Die leuchtende Ebene wölbte sich mit zunehmender Entfernung leicht nach oben. So, als ob es einen leichten Berg hinauf ging. Doch die Ebene stieg immer mehr an. Je höher es sah, desto steiler schien der Anstieg. In jeder Richtung bot sich dasselbe Bild. Langsam kam eine gewisse Erkenntnis durch. Das Bild, das sich bot, wenn man den Kopf nur weit genug in den Nacken legte, war eine golden leuchtende Landschaft aus sehr großer Höhe betrachtet.
Sie ließ sich an einem kleinen Teich nieder und begann zu trinken. Das silberne Wasser tat so gut und stärkte es wie niemals zuvor. Als es sich zurückbeugte, sah es zum ersten Mal ihr Spiegelbild in der Wasseroberfläche. Und das glatte Spiegelbild formte sich zu einer Kugel, in dem es sich selbst sitzen sah.
Ja, in der Tat, es saß auf der inneren Seite einer gewaltigen, leuchtenden Blase. Einer riesigen Blase aus goldenem Licht. Und plötzlich war auch die Erkenntnis da, dass genau die andere Seite erreicht werden musste.
Es kratzte sich immer stärker an ihren Unterarmen. Die gegenüberliegende Seite der Blase. Ja, das war es! Zum ersten Mal war so etwas wie ein Ziel zu erkennen. Aber es war so weit, viel zu weit. Und diese Arme ...!
Das Jucken war mittlerweile sehr störend geworden. Es sah sich die Arme genauer an. Unter der stark geröteten Haut sah es deutlich die beiden Unterarmknochen, die sich gegeneinander bewegten, wenn es die Hand drehte. Es ballte eine Faust, um darauf hin die Hand wieder zu öffnen. Aufgequollen. Alles war irgendwie viel zu stramm. Es drehte die Handfläche nach oben und sah sich den Daumen genauer an. Schon ganz geschwollen war der Daumenballen. Es biss die Zähne zusammen und ballte nochmals die Hand zur Faust zusammen, als sich plötzlich mit einem schmatzenden Geräusch der Daumennagel verschob. Die Haut platzte leicht auf, als unter dem Nagelbett des Daumens eine klare Flüssigkeit austrat.
Weiter so ... dachte es, weiter. Die Haut am Daumennagel begann aufzuplatzen wie die Oberfläche einer reifen Frucht. Zwei Zentimeter, drei Zentimeter.
Es spannte den Arm an. Mit einem schmatzenden Geräusch riss in einem Schlag die gesamte Haut bis zum Ellbogen auf. Ein Schwall klarer Flüssigkeit floss heraus.
Es schmatzte leicht weiter, als sich plötzlich der Daumen leicht von der Hand löste. Aber auch die gesamte Hand trennte sich mit einem kurzen Knirschen vom Handgelenk. Es schien, als ob sie nur noch an einem Unterarmknochen befestigt gewesen wäre, als sie sich seitlich abwinkelte.
Und dann wurde der dritte Unterarmknochen sichtbar, der bis dahin verborgen geblieben war. Wie ein zusammengefalteter Zollstock begann nun das neue Gebilde, sich auszustrecken. An einem Ende immer noch die Hand mit ihren fünf Fingern streckte sich der neue Arm nach Außen.
Welche Erleichterung!
Aah, wie angenehm das war. Frei ...!
Es blickte auf den linken Arm, an dem dieselbe Verwandlung bereits eingesetzt hatte. Aah, ... jaa! Und noch während es die beiden Arme zu der gesamten Länge ausstreckte, bemerkte es einen hauchdünnen Film, der sich zwischen den Händen und der Hüfte spannte.
Überrascht und glücklich zugleich betrachtete es die noch feuchten, zerbrechlichen Schwingen, die in allen Regenbogenfarben schillerten.
Ein warmer Sonnenwind flüsterte immer lauter, umstreifte die schillernden Flügel und begann sie langsam zu trocknen. Mit weit ausgebreiteten Schwingen stand es da, den Kopf weit in den Nacken gelegt, und stieß sich mit einem gewaltigen Satz ab, dem flüsternden Ruf entgegen. Opalisierende Schwingen glitzerten im gleißenden Sonnenlicht.
Und endlich, als es sich inmitten der Kugel befand, sah es, dass da nicht nur eine Kugel war.
Es gab Hunderte davon, Tausende, Millionen! Wie Seifenblasen waren sie da, jede für sich, doch alle miteinander verbunden.
AI, Ebene der Wächter:
Wächter 5: "Sie ist angekommen. Das Bewusstseinskonzentrat hat den Initialschock überwunden, Basisauslegungen sind wieder aktiv."
Wächter 4: "Alle Transferkomponenten sind grundbereinigt. Ihre Erinnerungssektoren Gelb bis Purpur sind eingefroren. Sämtliche Fähigkeiten ab der 14. Stufe sind isoliert."
Wächter 5: "Sehr gut. Pseudo-Erinnerungen sind aktiv - die Ausbildung kann beginnen."
Zwischenwelt:
Ein lang gezogener Schrei überzog die Ebene. Dichte Wolken standen am Himmel, orange beleuchtet von der zweiten der untergehenden Sonne. Eine körperlose Stimme war zu vernehmen. Wie ein weit entferntes Flüstern hallte zusammen mit dem Wind ein Wort über die Ebene:
"Eleeya..."
Ein kleines Mädchen, mochte sie drei oder vier Jahre alt sein, lag in Tüchern eingehüllt im Gras und öffnete schreiend ihre Augen.
Es war das erste Mal, dass diese riesigen, kobaltblauen Augen das Licht dieser Sonne erblickten. Es schreckte hoch und stützte sich, immer noch schreiend, auf den Unterarmen nach hinten ab. Plötzlich wurden in den bewegten Wolkenmassen zwei düstere Augen erkennbar. Die Stimme erklangt wieder, diesmal lauter, drängender!
"...Eleeya!"
Das Mädchen stockte. Mit weit aufgerissenen Augen blickte es in den Abendhimmel hinauf. In diesem Moment klärten die Wolken auch etwas auf, und die riesigen Augen am Himmel wurden deutlicher. Ein sehr gütiges, freundliches Gesicht war nun zu erkennen.
"Eleeya, mein Mädchen, kannst du mich hören?"
Das Mädchen war mit einem Mal sehr aufgeregt, und ein Lächeln zeigt sich auf ihren Lippen: "...Vater?"
Das Gesicht des Wesens, so wie es aussah, als es vor vielen tausend Jahren noch einen Körper besaß, zeigte ein entgegenkommendes Lächeln.
Langsam wurden auch ein Oberkörper und Arme erkennbar. Ein älterer Mann in einem togaähnlichen Gewand blickte auf das Mädchen herab und streckte ihr eine offene Hand entgegen. Das um den Stirnkranz verbliebene, schneeweiße Haar fiel schulterlang herab.
Um den Hals trug er ein faustgroßes Medaillon mit zwei stilisierten, ineinandergreifenden Spiralarmen, die sich umeinander drehten.
"Ja, mein Mädchen!" antwortete er. Das kleine Mädchen lachte. Kleine, spitze Ohren mit ein paar Haarbüscheln an den Enden stellten sich auf.
"Vater ...!" quietschte es. "Eleeya war so allein - hatte Angst! Vater ...!"
Die linke ihrer zierlichen Augenbrauen zuckte leicht nach oben.
"Doch jetzt keine Angst mehr, du bist da! Vater ist bei Eleeya... ! Vater!"
Der Erste Wächter schmunzelt:
"Langsam mein Mädchen, langsam - ja, ich bin bei dir. Hör gut zu, Kleines, eins darfst du nie vergessen: ich werde immer in deiner Nähe sein, und auf dich Acht geben. Und wann immer du mich wirklich brauchst, werde ich bei dir sein!"
Eleeya lächelt. "Mhhhm ..., ja!" Es streckte die kleinen Arme in den Himmel. "Vater, komm zu mir..."
Das Bild des Ersten Wächters wurde ernster, als er sich nach vorne zu beugen schien. "Eleeya, mein Mädchen, du weißt doch noch, was ich dir damals erzählt habe? Es geht nicht - ich muss hier bleiben, ich kann nicht weg von hier. Aber - wir werden jeden Tag zusammen sein."
Eleeya ließ die Ohren nach hinten fallen und blickte traurig zu Boden. "Ja, Vater, ich erinnere mich."
Der Erste Wächter verengte leicht die Augen. Verschmitzt zog sich anschließend ein Mundwinkel leicht nach oben.
"Aah, jetzt komm, Eleeya, das ist doch nicht so schlimm. Wir werden noch viel Zeit miteinander verbringen."
Ein lächelndes Gesicht blickte herab. "...mhhhm...", kam schniefend zurück.
"He, komm, Eleeya, laß uns spielen. Schau mal, ich zeig dir jetzt was." Doch sieh dich erst mal genau um. Und zum ersten Mal ließ Eleeya ihren Blick in dieser neuen Welt umherwandern.
In einer Welt, die für sie in den nächsten subjektiven dreizehn Jahren zur Heimat werden würde. Eleeya stand auf einem leicht hügeligen Plateau.
Die zwei tief stehenden Sonnen warfen von den kleineren Pflanzen und Buschgruppen lange Schatten.
Unterschiedlich große, bunte Blüten bewegten sich leicht im Wind. Die Pflanzen bereiteten sich bereits auf die bevorstehende Dunkelheit vor und fingen an, ihre Blüten zu schließen.
Von wenigen dunkelroten Wolkenschleiern umgeben, begann bereits die größere der beiden Sonnen im violett-blaue Meer zu versinken.
Eleeya stand an einer Steilklippe und sah von dem Hochplateau hinab nach unten auf die Brandung. Die Klippe fiel fast senkrecht ab. In einem Kilometer Tiefe war eine Tierherde unterwegs, um nach der abendlichen Tränke den Nachtplatz aufzusuchen.
Trotz der Größe der Tiere waren sie nur als undeutliche, kleine Punkte auszumachen, die sich im aufziehenden Abendnebel langsam bewegten. Es sah im ersten Moment so aus, als würde das Hochplateau mitten im Meer stehen, doch dann bemerkte Eleeya and der Bewegung der Wassermassen, das dies nicht ganz stimmte. Sie wusste, was ein Fluss war und erkannte daher sofort, dass das Hochplateau mit einer Fläche von zweihundert mal dreihundert Metern genau in der Mündung eines riesigen Flusses stand, der sich an dieser Stelle ins Meer ergoss. Eleeya ließ ihren Blick weiter umherwandern, war aber auf den unglaublichen Anblick nicht gefaßt.
"Oohhh...", kam es staunend über ihre Lippen. Die großen, katzenartigen Pupillen weiteten sich zu großen schwarzen Ovalen. Hinter ihr erhob sich eine riesige Steilwand in die Höhe. Nahezu dreitausend Meter stiegen die Wände senkrecht hinauf, nur hin und wieder von einigen kleineren Nebenplateaus unterbrochen.
Aber das gewaltigste war der Canyon. Wie es schien, hatte sich der nahezu fünfhundert Meter breite Fluss durch den drei Kilometer tiefen Canyon gegraben und das Hochplateau, auf dem Eleeya nun stand, dabei einfach vergessen. In sanften Schwüngen trat der Fluss aus dem Canyon aus und ließ den Blick etwa zwei Kilometer tief in den Canyon eindringen, bevor eine weitere Biegung den Rest verdeckte. Aber bereits nach einen Kilometer zeigte sich ein zweites Naturschauspiel, indem sich ein fast einhundert Meter breiter Fluss dreitausend Meter in die Tiefe stürzte. Über mehrere Katarakte verteilt strömten gewaltige Wassermassen tobend in die Tiefe. Enorme Gischtwolken stoben am Grund auf und tauchten den gesamten Grund in ein blass schimmerndes Licht. Orange und rot gefärbter Dunst erfüllte den Canyon und badete die Einzelheiten in ein sehr weiches Licht.
Ein großer Vogelschwarm trat aus dem Canyon aus und bewegte sich über Eleeya hinweg aufs offene Meer zu. Eleeyas Mund stand immer noch offen, als der Erste Wächter sagte: "Schön, nicht wahr?" "Mhhhm, jaa..."
"So, mein Mädchen, jetzt pass genau auf und schau mal dort rüber", sagte Vater und deutete mit weit ausgestreckter Hand aufs offene Meer hinaus. Eleeyas Blick folgte der Hand.
"Was ist denn, da? Da ist doch nichts..."
Kurze Pause. Sie zog die Augenbrauen etwas dichter zusammen, als sie versuchte, mehr zu erkennen.
"Mhhh?", murmelte sie ungläubig und griff sich durch die fingerlangen, schneeweißen Haare.
In einer Entfernung von dreihundert Metern begann sich ohne Vorwarnung eine Art Beule auf dem Meer zu bilden, die langsam zu rotieren begann. Als ob eine unbekannte Anziehungskraft das Wasser an dieser Stelle konzentrieren würde, wurde aus der Beule eine kleine Wassersäule, die sich immer schneller um sich selbst drehte.
Das Licht der untergehenden Sonne ließ das umherspritzende Wasser funkeln, als ob es Tausende Diamanten wären.
Die Wassersäule spaltete sich plötzlich in zwei Säulen auf, die spiralförmig ineinander verschlungen waren. Ein lautes Brausen begleitete die Wassermassen. Die eine Wassersäule begann tiefrot zu leuchten, die andere erstrahlte in tiefem Blau.
"Uahhh...", kam aus Eleeyas Mund, die kurz danach zu ihrem Vater hochblickte.
Der nickte zweimal lächelnd und deutete dabei wieder nach vorne.
Die Wassersäulen erhoben sich inzwischen mehrere hundert Meter aus dem Meer empor. Die Säulen tanzten in einem Abstand von einhundert Meter brausend und fauchend umeinander, als Eleeya plötzlich eine weitere Form in ihnen ausmachen konnte.
Sie reckte leicht den Kopf nach vorne, dann sah sie es deutlicher. Aus den Wassermassen hatten sich zwei Lebewesen geformt. Zwei riesige Drachen, in rot und blau, umkreisten einander in einem wilden Tanz, ihre Flügel schlugen fauchend durch die Luft.
"Uiiii..." Und dann ging alles sehr schnell.
Ihre ursprüngliche Substanz war anfangs noch eindeutig als leuchtendes Wasser zu beschreiben, doch inzwischen bestanden sie aus Hunderten und Tausenden kleiner Lichtfunken. Die beiden Drachen lösten sich voneinander, stiegen in einer großen seitlichen Kurve aufwärts. An ihrem höchsten Punkt angelangt begannen sie plötzlich, in rasendem Tempo auf Eleeya zuzufliegen.
Der rote Drache näherte sich von links, der blaue von rechts.
"Aaah, Vater...", begann sie mit zittriger Stimme.
"Keine Angst, mein Mädchen. Es passiert dir nichts. Schau genau hin, es wird dir gefallen."
Eleeya war sich nicht ganz sicher, ob sie den Worten vertrauen konnte.
Doch noch nie hatte sie Vater belogen. Sie musste jetzt einfach stark sein.
Die Drachen hatten sich bis auf fünfzig Meter genähert. Sie spürte bereits die Luftwogen der schlagenden Flügel. Beide Drachen rissen ihr Maul auf. Große, scharfe Zähne wurden sichtbar.
Aber nein, sie zeigten nicht böse die Zähne - sie lachten Eleeya an und beide riefen in jeweils tiefer und hoher Stimme ihren Namen: "Eehleehjaah ...!"
Und dann waren sie auch schon heran. Prasselnd stießen die beiden Drachen fünf Meter vor ihr zusammen. Eleeya begann zu schreien.
Riesige Mengen an blauen und roten Funkenmassen stoben auseinander. Knisternd und brausend lösten sich die beiden Drachen in einem gewaltigen Funkenregen auf. Doch dann sah Eleeya genauer hin. Ihre Mundwinkel verzogen sich erst leicht, dann begann zu grinsen. Sie wurde umringt von Tausenden roten und blauen Schmetterlingen, die um sie herum in der Luft tanzten.
"Hey, hey…, toll..." Eleeya warf die Arme in die Luft und bewegte sich tanzend mit den Schmetterlingen im Kreis.
"Mehr...", rief sie, "... mehr, Vater, mehr ...!"
Der Erste Wächter lächelt: "Ja, mein Mädchen, davon gibt es noch eine ganze Menge - laß uns anfangen - morgen."
"Nein, nicht morgen..."
"Doch, doch, du bist müde, mein Mädchen. Das war ein harter Tag für dich."
Im selben Moment merkte Eleeya, wie ihre Augenlider immer schwerer wurden. Müde ließ sich Eleeya lächelnd im Gras nieder. Ein paar Schmetterlinge hatten sich auf ihrer Hand niedergelassen und schlugen leicht mit den Flügeln.
"Eleeya, du musst nun schlafen gehen."
"Mhhhm..." Eleeya legte sich ins Gras. Ein riesiger orangefarbener Mond begann über der Hochebene aufzugehen und würde dafür sorgen, dass es nicht dunkel wurde.
"Schlaf gut, mein Mädchen."
"Vater, bleib bei mir..."
"Ich bleibe noch ein wenig, bis du schläfst, Kleines. Doch dann muss ich gehen. Du weißt ja, dass ich noch viel zu tun habe. Aber... ich bin immer in deiner Nähe."
Doch das Mädchen war bereits eingeschlafen.
Tiefe Falten bildeten sich zwischen den Augen des Ersten, als er an die nahe Zukunft dachte...




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Eingereicht am 19. Oktober 2004.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.