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Kampf der Elemente

Von Bianca Kronsteiner


" ... und so dreht sich alles im Kreis für immer und ewig. Wir sind nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen, jeder von uns hat ein bestimmtes Schicksal, eine Aufgabe die nur er allein bewältigen kann und sonst niemand ..." Das ging jetzt schon seit Sonnenaufgang so dahin. Luana bemühte sich sehr der Alten Ida ihre ganze Aufmerksamkeit zu schenken, aber heute war sie einfach nicht in der Stimmung für die endlos langen Vorträge die ihr Ida immer vorhielt. Luana wusste, dass jeder Tag den sie mit Ida zusammen war, ein Stück näher brachte an ihr Schicksal, an die Aufgabe die nur sie bewältigen konnte. Doch Luana wusste nicht einmal was sich das Schicksal für sie so ausgedacht hatte. Aber wer wusste das schon? Mit Mühe unterdrückte sie den Impuls zu gähnen, nicht dass die Lehrstunden bei Ida etwa langweilig wären, ganz und gar nicht. Aber heute war es einfach viel zu heiß, obwohl sie unter einer großen Eiche saßen schien die Hitze ihr die Luft zum atmen zu nehmen. "Hast du das verstanden?" drang Idas Stimme in ihre Gedanken, eine Stimme die irgendwie überhaupt nicht zu der alten Frau passte, sie klang stark und ohne auch nur eine Spur von Heiserkeit. Luana hatte Ida nie nach ihrem Alter gefragt, aber sie schätze Ida so um die 70 Jahre, wenn nicht sogar noch älter sie war schon alt gewesen als Luana zu ihr kam. "Luana? Ob du verstanden hast was ich dir gesagt habe?" Die 16-jährige schreckte aus ihren Tagträumen, verlegen strich sie sich über ihre lockigen, feuerroten Haare die ihr bis zum Rücken reichten (sie waren ihr ganzer Stolz) und rettete sich in ein anmutiges Lächeln, das ihren Meeresblauen Augen noch mehr Glanz verlieh. Immer wenn sie lächelte zog sie alle in ihren Bann, doch Luana wusste nichts davon sie wusste auch nicht, dass ihr die paar Sommersprossen und ihre schön geschwungenen Lippen ihr eine unglaubliche Schönheit zu eigen machte. Sie wusste auch nichts von ihrem Schicksal von dem Ida die ganze Zeit plapperte und doch nichts sagte. Sie sprach immer in Rätseln es war Idas Aufgabe Luana auf die ihrige vorzubereiten. Hätte Luana es gewusst sie wäre geflohen. Doch noch war es nicht so weit ... Ida nahm ihr Lächeln als ein ganz eindeutiges NEIN auf. Immer wenn sie so lächelt ist die Kleine in ihrer Traumwelt. Schade, dass ihre Träume niemals wahr werden, dachte Ida mit leisem bedauern. "Komm, es ist schon ziemlich spät. In der Dunkelheit finden wir hier nicht mehr heraus." sagte Ida und fügte in leicht spöttischem Ton hinzu "Du kannst mir ja beim Abendessen erzählen, was du heute gelernt hast." Die Alte erhob sich ohne Mühe, sie schien vielleicht schon wie eine Greisin auszusehen, aber in ihrem Inneren war sie nicht sehr viel älter als Luana. Auch das Mädchen erhob sich und glättete ihr Kleid, sie wollte ihrer alten Lehrmeisterin, Freundin und Ziehmutter eine ebenso spöttische Antwort zurückgeben, doch die war schon längst auf dem Heimweg, sodass Luana schnell hinter ihr herlaufen musste um Ida noch einzuholen. Die so ungleichen und trotzdem Seelenverwandten waren schon unzählige Male hierher gekommen, doch Luana brachte es einfach nicht fertig sich den Weg zu merken, auch wenn sie es nie zugeben würde: Ohne Ida würde Luana aus diesem merkwürdigen Wald, dem Schattenwald, nie wieder herausfinden.
Das Häuschen, indem Luana und Ida wohnten, stand etwas vom Waldrand entfernt hinter dem Haus erstreckte sich eine schier unendlich weite Weide, vereinzelt sah man auch den Einen oder Anderen Baum. Links von ihrem Haus war ein Stall mit zwei Kühen (Lea und Ella) und einer nachtschwarzen Stute namens Seraphia. Ein Abschiedsgeschenk ihrer Mutter, als sie sie bei Ida lassen musste. Luana war damals noch sehr klein gewesen, vielleicht zwei Jahre, deshalb wusste sie auch nicht weshalb ihre Mutter ihre einziges Kind einer alten Frau gegeben hatte, die nicht einmal mit ihnen verwandt war. Gerade als die Sonne ihre letzen Strahlen über das Land schickte und kurz darauf hinter den sanften Hügeln der Weide unterging konnte man meinen, dass das Ende der Welt in Flammen aufging. Seltsamerweise erschreckte dieser Gedanke Luana nicht, ganz im Gegenteil: Sie fand diesen ihn aufregend. Sie schüttelte den Kopf und lächelte wegen ihres komischen Gedankens. Ich hab´ doch wirklich eine blühende Phantasie, dachte Luana. Plötzlich klirrte es, als ob etwas zu Boden gefallen wäre. Luana riss es aus ihrer Grübelei und lief ins Haus, beinahe wäre sie über einen faustgroßen Stein gefallen doch sie konnte sich im letzten Moment noch fangen, trotzdem stolperte sie mehr in das Haus hinein, als sie lief. Es war nicht sehr groß nur ein Wohnzimmer, eine Küche (die im selben Raum untergebracht waren), auf der linken Seite die Tür zu Luanas Zimmer und auf der rechten das von Ida. Die alte Frau befand sich nicht im Wohnzimmer, auch stand sie nicht beim Herd, also konnte sie nur mehr in ihrem Zimmer sein. Schnell wandte sich Luana nach rechts und stürmte regelrecht in Idas vier Wände. Die Alte stand zittern vor ihrem Spiegel um sie herum die Scherben der Räucherschüssel (wie sie Luana immer nannte). Was ist denn bloß los?, fragte sich Luana verzweifelt. Ida blickte wie hypnotisiert in ihren Wandspiegel sie zitterte jetzt immer heftiger, den Mund zu einem stummen Schrei geöffnet, die Augen weit aufgerissen. Luana hatte sie noch nie so erlebt, die Alte schien in einer Art Trance zu sein. Ida hatte Luana schon öfters erzählt, dass sie in Spiegeln die Zukunft sehen konnte, doch Luana dachte immer sie wolle sie nur auf den Arm nehmen. Anscheinend war dies wohl nicht der Fall. Endlich aus ihrer Starre erlöst, stürmte das Mädchen auf die alte Frau los und begann an ihrer Schulter zu rütteln. Als diese aber nicht reagierte, sondern noch immer wie gebannt in den Spiegel starrte, bemühte Luana sich nicht zu schreien und versuchte mit ruhiger Stimme auf sie einzureden. "Ida! Was ist denn los? Kannst du mich hören? BITTE KOMM ZU DIR!" Die letzten Worte hatte sie nun wirklich geschrien, Luana konnte sich selbst nicht erklären warum sie plötzlich sie hysterisch wurde, aber etwas sagte ihr, dass sie unbedingt wissen musste was Ida in ihrem Spiegel gesehen hatte. Wenn sie es nicht erfahren würde, würde etwas schreckliches passieren. Luana wusste auch nicht woher dieses Wissen ihr plötzlich in die Gedanken sprang, aber es war einfach so. Sie stellte sich zwischen Ida und den Spiegel und wiederholte immer wieder ihre Worte BITTE KOMM ZU DIR. Als sie in die Augen der Frau blickte, kam es ihr so vor als ob sie mitten durch sie hindurchsah. Auf eine seltsame Art und Weise war Idas Blick leer, gleichzeitig aber auch so sehr von Angst erfüllt, dass Luana nur mit Mühe ihre eigene Panik unterdrücken konnte. Schon als die verzweifelte Luana dachte Ida würde nie mehr aus ihrer Starre erwachen, klärte sich der Blick der Frau, doch die Angst blieb. Was hat sie nur gesehen? Ida wäre wahrscheinlich ohnmächtig zu Boden gesunken, hätte Luana sie nicht gedankenschnell gepackt und auf ihr Bett gelegt. Ida hatte Luana auch in der Heilkunst unterrichtet, was ihr nun das Leben rettete. Das Mädchen wusste sofort, was zu tun war: Sie lief zum Brunnen, draußen war es bereits dunkel. Ich muss wohl länger auf Ida eingeredet haben als ich dachte. Nach dem Stand des Mondes zu urteilen, ging es schon auf Mitternacht zu, ein eisiger Schauer lief ihr über den Rücken. Wieder im Haus angekommen, suchte sie schnell ein paar Kräuter zusammen. Obwohl Heilkunde nicht gerade ihre Stärke war, mischte Luana ohne richtig darüber nachzudenken einen Trank der Ida helfen würde, das wusste sie ganz genau.
Es dauerte fast eine ganze Woche, bis Ida ihr Fieber, Schüttelfrost und ihre Angstattacken ganz überstanden hatte. Doch der Heiltrank tat seine Wirkung und die Alte wurde bald wieder so lebendig wie eh und je. Die ganze Woche lang verlor Luana kein Wort über den Zwischenfall in der Nacht. Nun wo Ida die merkwürdige Krankheit überstanden und wieder ganz die Alte war, konnte sie einfach nicht anders als endlich zu fragen WAS sie denn gesehen hätte. Als die Sonne unterging stellte das Mädchen eine entsprechende Frage. Ida lächelte traurig, setzte sich auf einen Stuhl und forderte Luana mit einer Geste auf, sich ebenfalls zu setzten. Als sie sich niederließ klopfte ihr Herz wie wild, wieder dieser Gedanke, dass ihr nicht gefallen würde was sie nun gleich hören würde. Es begann bereits wieder die Dämmerung. Die Nacht kündigt sich mit einem Regenschauer an, der bestimmt auch noch bis morgen bleiben würde um dann wieder die Nacht einzuleiten. Luana schreckte aus ihren Gedanken, als Ida laut seufzte. "Ich hätte es dir schon längst erzählen müssen, doch ich dachte du wärst noch nicht so weit. Aber das stimmt nicht, du bist jetzt alt genug um die Wahrheit zu erfahren." Begann Ida, ihre Stimme war kaum mehr als ein flüstern, trotzdem nahm sie einen unnatürlichen lauten, angsteinflössenden Klang an. Luana saß wie gebannt auf ihrem Stuhl und lauschte den Worten der Alten, sie wusste die nächsten Worte waren sehr wichtig für sie, vielleicht würde Luana diese Worte nie mehr vergessen. Nach kurzem Zögern fuhr Ida fort "Ich weiß eigentlich gar nicht, wo ich anfangen soll. Am besten ist es wohl am Anfang." Sie lächelte müde, ihre Augen blieben jedoch ernst "Deine Mutter hat dich mir anvertraut, weil sie im ganzen Land als Hexe gesucht wurde. Deshalb kamst du zu mir." Sie legte eine kleine Pause ein, anscheinend war dies noch nicht alles, was ihr Ida sagen wollte, denn ihr Blick irrte unstet hin und her sie konnte Luana einfach nicht in die Augen sehen. Als Ida keine Anstalten machte von sich aus weiter zu reden fragte die Hexentochter vorsichtig. "Was ist mit ihr passiert?" Luana erschreckte selbst vor ihrer zitternden Stimme. "Sie wurde gefangen genommen und auf dem Scheiterhaufen verbrannt." Unwillkürlich füllten sich die Augen des Mädchens mit Tränen sie hatte ihre Mutter kaum gekannt, aber es stimmte sie trotzdem traurig, dass ihre einzige Verwandte auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Zögernd nickte sie Ida zu weiter zu erzählen, wenn sie schon angefangen hatte ihr etwas über ihre Vergangenheit zu erzählen (worüber Luana sowieso nicht viel wusste) vielleicht kam dann auch noch das Eine oder Andere über ihre Zukunft. "Doch dies war nicht der Einzige Grund, weshalb du zu mir kamst. Ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll ... aber ... nein ... weißt du ..." Sie kam ins stottern und brach dann vollends ab. Es war das erste Mal, dass Ida nicht wusste wie sie etwas zu sagen hatte. Dann muss es ja wirklich etwas sehr schlimmes sein. Die alte Frau holte tief Luft und setzte noch mal von vorn an. "Also, es hilft ja doch nichts über denn heißen Brei herumzureden. Luana, du bist etwas ganz besonderes, deshalb bist du zu mir gekommen, damit ich dich unterrichten konnte, es war sozusagen MEINE Aufgabe dir alles beizubringen was ich weiß." Luana rutschte nervös auf ihrem Stuhl hin und her etwas ganz besonderes ... Endlich sprach Ida weiter und was sie nun hörte konnte sie einfach nicht fassen, ja gar nicht glauben. Nahm die alte Frau sie wieder auf den Arm? Der Ausdruck auf ihrem Gesicht sprach ein ganz eindeutiges NEIN. "Luana, du bist ... eine Prinzessin, nicht irgendeine. Nein. Du bist die Prinzessin des Meeres und der Wüste. Die Erbin des Wassers und des Feuers. Ich weiß du denkst ich spinne, manchmal frage ich mich das selbst, leider habe ich bis jetzt keine eindeutige Antwort darauf gefunden." Ein kurzes lächeln huschte über ihre Lippen. Dann erwachte Luana aus ihrer Starre. "Das ist doch ein Scherz! Ich meine ... ist mein Vater dann König des Meeres und der Wüste? Und was heißt hier Erbin des Wassers und des Feuers?" Sie versuchte zu lachen, aber es klang irgendwie falsch. Nein. Luana wusste, dass Ida ihr die Wahrheit erzählt hatte. "Niemand weiß, wer dein Vater ist, Kind. Und die Sache mit der Erbin ... ist dir noch nie aufgefallen, dass du eine besondere Beziehung zu dem Wasser und dem Feuer hattest? Erklär mir doch mal deine Feuerroten Haare und deine Meeresblauen Augen." Luana fand keine Antwort auf diese Fragen. "Es wird Zeit, dass du deinen Platz in der Welt einnimmst. Erinnerst du dich was ich dir damals gesagt haben? Das Gute kann nicht ohne das Böse leben. Licht nicht ohne Schatten. Lüge nicht ohne die Wahrheit. Feuer nicht ohne das Wasser - "
"Ja, ich erinnere mich. Was willst du mir damit sagen?"
"Das auch du einen Teil hast, ohne denn du nicht leben könntest und umgekehrt genauso."
"Und wer soll das sein?" Dieses Gespräch wurde immer unangenehmer, sie war verwirrt. Dieses ganze Gerede über das-kann-nicht-ohne-dem-leben-und-umgekehrt hatte sie noch nie wirklich verstanden. Plötzlich flog die Tür auf und ein kleiner Sturm wirbelte abgestorbene Blätter herein. Dann verschwand der Sturm und vor ihnen stand ein Mann unbestimmten Alters, aber er war sicher schon uralt (das bewies sein langer Bart, der ihm bis zum Bauchnabel reichte) doch erweckte er keineswegs den Eindruck er wäre schwach, oder gar zerbrechlich. Seine aufrechte und stolze Haltung bewies, dass er sich keineswegs unterkriegen ließ, auch strahlte er eine unglaubliche Autorität aus, seine Augen blickten streng in die Runde. Nach ein paar Sekunden trat er in ihr Haus ein. Gefolgt von einem Jungen, ungefähr in Luanas Alter. "Darf ich vorstellen der große Zauberer Achaz und Xerxes." Sagte Ida in spöttischem Ton, vor allem großer Zauberer sprach sie so aus, dass es sich schon fast lächerlich, ja entwürdigend anhörte. "Um deine Frage zu beantworten, Luana." Sprach der Zauberer Achaz sie an. "Xerxes ist der Teil ohne den du nicht existieren würdest. Genauso wie Ida ohne mich nicht hier sitzen täte und lange sinnlose Wörter in eine Reihe hängen würde, die sie Erklärung nennt." Achaz funkelte Ida Böse an und wurde genauso böse zurück angefunkelt. Luana war sofort klar: Die beiden waren keine Freunde. Sie musterte Xerxes etwas genauer. Der Junge war etwas größer als sie, seine schulterlangen blonden Haare waren vom Regen klitschnass, seine dunkelbraunen Augen schienen wie endlos weite Tunnel. Xerxes´ Gesicht wirkte nicht sehr sympathisch: Diese harten Züge der Ernst in seinen Augen ... Nein. Luana war sich sofort im klaren, dass sie auch keine Freunde werden würden. Xerxes´ Ausstrahlung hatte etwas abstoßendes, fand Luana. Als sie sich umdrehte und dem Gespräch lauschte das Achaz und Ida führten, beobachtete sie aus den Augenwinkeln, wie Xerxes sie genauso missbilligend abschätze und zu dem gleichen Ergebnis kam wie sie. Eine Zeit lang versuchte sie dem Gespräch zu folgen (das sich zusehends zu einem Streit entwickelte), doch die beiden standen im hinteren Eck des Hausen und bemühten sich zu flüstern und nicht loszubrüllen. Was immer sie besprachen war nicht für ihre Ohren bestimmt. Mit einem Ruck wandte sie sich an Xerxes und blickte ihm direkt in die Augen.
"Wer bist du?" fragte Luana.
"Xerxes."
"Das weiß ich. Aber WER bist du?"
Xerxes schien kurz über ihre Frage nachzudenken als er schließlich antwortete. "Ich bin Xerxes. Prinz des Himmels und des Bodens. Erbe der Luft und der Erde." Sprach er schließlich stolz. "Und wer bist du?" fragte er, wie Luana fand, ziemlich unhöflich.
"Nenne mich Luana, Prinzessin des Meeres und der Wüste. Erbin des Wassers und des Feuers." Sie lachte leise in sich hinein, als sie Xerxes´ verdutzen Blick sah. Damit hat er wohl nicht gerechnet. Was soll dieser Kerl hier? "Luana." Sprach sie Ida an. "Ich muss dir noch etwas sagen." Auf einen Wink hin folgte sie Ida in ihr Zimmer. Hinter sich schloss sie die Tür und sah Ida fragend an. Die setzte sich auf ihr Bett und begann. "Du wolltest doch unbedingt wissen, was ich in meinem Spiegel gesehen habe. Ich kann es dir nicht sagen, nur zeigen. Bist du dir noch immer so sicher, dass du es wissen willst?" Luana nickte und setzte sich neben die alte Frau, die immer eine gute Freundin für sie gewesen war. Ida streckte die Hand aus und berührte mit den Fingerspitzen Luanas Stirn, die wiederum tat es Ida gleich und schloss die Augen. Sie wusste nicht, wie ihr geschah, vor ihrem inneren Auge sah sie Dinge, die sie doch lieber nicht sehen wollte, doch es war zu spät. Viele Menschen, die Gesichter nicht klar erkennbar. Doch die Kirchenmänner stachen durch ihre Kutten heraus, sie waren auch die Einzigen, die hölzerne Kreuze in den Händen hielten, oder wortlos Gebete murmelten. Dann entdeckte sie die gefesselte Ida, links und rechts von ihr standen Männer die sie festhielten. Sie wurde zu einem großen Holzstapel geführt, der in der Mitte des Marktplatzes war, und an dem Pfahl, der auf der Spitze dieses Turmes stand, festgebunden. Dann Fackeln. Die Holzscheite fingen Feuer, doch Ida gab keinen Laut von sich. Die Menschen rundherum jubelten und schrien "Verbrennt die Hexe! Verbrennt sie! Zurück in die Hölle, wo du herkommst!" Ida brannte, sie schrie nicht, sie bewegte sich nicht, doch sie lebte! Wie konnte sie diese Qualen nur aushalten? Das Bild verschwand und Luana sah das selbe Geschehnis noch einmal: Menschen, viele Menschen, eine Frau wurde zu dem Scheiterhaufen geführt. Doch es war nicht Ida. Es war Luanas Mutter! Wieder schrie die Hexe nicht. Nur die Menschen "Brenne Hexe, brenne!" Wieso waren diese Leute nur so grausam?
Luana erwachte in ihrem Bett, war alles nur ein Traum gewesen? Schweiß perlte auf ihrer Stirn, ihr Herz klopfte. Ja, bestimmt nur ein Albtraum. Sie war keine Prinzessin, auch keine Erbin der Elemente. "Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, es war kein Traum." Sagte eine spöttische Stimme neben ihr. Xerxes. Verwirrt dachte Luana, dass sie wohl ihre Gedanken laut ausgesprochen haben musste. Plötzlich schreckte die eben noch benebelte Prinzessin hoch "Wo ist Ida?" Xerxes machte eine beruhigende Geste und forderte sie gleichzeitig auf sich wieder hinzulegen. "Es geht ihr gut, keine Sorge. Sie ist nur mit Achaz in die Berge gegangen, die beiden müssen etwas besprechen, irgendetwas was uns nichts angeht. Deine Ida wird in ein paar Tagen wieder hier sein. Ich hoffe nur die zwei schlagen sich nicht gegenseitig die Schädel ein, Ida und Achaz sind keine guten Freunde, weißt du?" fügte er lächelnd hinzu. "Doch in einem waren sie sich einig: Ich soll auf dich aufpassen." Sein Grinsen wurde immer breiter. Luana musste ihre ganze Selbstbeherrschung aufwenden, um nicht vor Wut zu kochen. Sie war sonst nicht so launisch, aber die bloße Anwesenheit von diesem Xerxes machte sie wütend. Der wiederum schien ihren Hass zu spüren und verschwand aus dem Zimmer, um nach ein paar Minuten wieder aufzutauchen und ihr etwas zu essen brachte. Luana merkte erst jetzt, wie hungrig sie war. "Wie lange hab ich geschlafen?" wollte sie wissen.
"2 Tage. Du bist ein richtiger Faulpelz. Wie willst du es jemals zu etwas bringen?" schon wieder dieses unverschämte Grinsen.
"Es würde mich interessieren, wie lange DU ohnmächtig wärst, wenn du deine Mutter und deine Freundin sehen würdest, wie sie auf den Scheiterhaufen geworfen werden." Ihre Stimme war vollkommen ernst. Xerxes antwortete nicht darauf, stattdessen stand er noch einmal auf und kam gleich darauf wieder in ihr Zimmer zurück. In der Hand hielt er etwas, was Luana nicht genau erkennen konnte. "Hat dir Ida schon alles erzählt?" fragte er plötzlich.
"Kommt darauf an, was du genau damit meinst." Gab sie schnippisch zurück. Luana wollte nicht mit diesem Idioten reden, aber er fuhr unbeirrt fort "Du weißt, dass du eine Prinzessin bist, eine Erbin der Elemente. Aber bist du dir auch deiner Macht bewusst? Ich meine wir zwei besitzen eine Kraft um ... wie sagte Achaz? ... Ach ja, um das Gleichgewicht auf Erden zu halten. Was das auch immer heißen mag. Verstehst du das?" Luana schüttelte nur den Kopf. Xerxes fuhr fort. "Hab ich mir fast schon gedacht. Hier!" Reflexartig fing Luana auf, was der Prinz ihr zuwarf: Eine Kette. Ein Lederband mit einem blauen Stein als Anhänger. Moment! Wenn man den Stein aus einer anderen Richtung sah, wurde er feuerrot. Begeistert drehte Luana das Schmuckstück in der Hand, diese Kette war etwas besonderes kein Zweifel. "Was du da in der Hand hast, enthält eine unvorstellbare Kraft, wer sie sich um den Hals hängt, kann Wasser und Feuer, Meer und Wüste beeinflussen. Sie kann auch zur Verteidigung eingesetzt werden. Das heißt du könntest rein Theoretisch eine Feuerwand um deine Feinde brennen, oder aus deinen Händen Wasser schießen lassen." Nach einer kurzen Pause sagte er mit leisem Spott in der Stimme. "Und ich kann den Himmel und die Erde unter meine Kontrolle bringen. Wirbelstürme und Erdbeben herbeirufen." Während Xerxes sprach hielt auch er einen Stein in den Händen, der an einer Kette um seinen Hals hing. Dieser Stein erschien einmal in einem matten Weiß und in kühlem Braun. Endlich brachte Luana ein paar Worte hervor, sie zweifelte keinen Augenblick daran, dass Xerxes die Wahrheit sprach. "Willst du damit sagen, wir seien so etwas wie Götter?"
"Nein, wir sind nur eine Verkörperung der Elemente mehr nicht. Oder würdest du Ida und Achaz als Götter bezeichnen?" Wieder eine kurze Pause.
"Wir sind ihre Erben, nicht wahr?" Plötzlich überkam Luana ein merkwürdiges Gefühl. Es wird gleich etwas passieren. Noch hat er mir nicht alles erzählt. Wie recht sie hatte.
"Ja, aber ich hab dir nicht ganz die Wahrheit gesagt. Achaz und Ida sind nicht in die Berge gegangen, um etwas zu bereden. Sie sind in die Berge gegangen, um zu sterben. Die beiden haben uns ihre Steine hinterlassen, damit wir das Gleichgewicht erhalten. Was das auch immer heißen mag." Den letzten Satz sprach er mehr zu sich selbst, als zu Luana. Die wiederum war komplett perplex, doch war sie bereit ihren Platz anzunehmen. Ida zu Ehren. "Doch die zwei wurden gefangengenommen und, wegen Anschuldigungen der Hexerei, auf dem Scheiterhaufen verbrannt." Xerxes sprach diese Worte ziemlich sachlich aus, zu sachlich. Aber das war noch nicht alles: Ein fieses Lächeln legte sich auf seine Lippen. "Jetzt sind die abgesandten der Kirche hierher unterwegs, da eine weitere Hexe aufgespürt wurde." Luana war sofort klar, dass ihnen eine ganz bestimmte Person einen Tipp gegeben hatte, eine Person die direkt vor ihr saß. "Ich will ehrlich zu dir sein: Dieses ganze Gerede über sich-alles-im-Kreis-drehen hab ich nie verstanden." Ging es weiter. "Mir wäre es viel lieber, wenn ich die GESAMTE Macht hätte, nicht nur die Hälfte. Es tut mir Leid, aber du wirst mir deine Kette übergeben müssen. Ich meine: Wem solltest du sie denn sonst anvertrauen, wenn du tot bist?" Noch bevor Xerxes die Hand nach der Kette ausstrecken konnte, sprang Luana schon aus ihrem Bett und hing sich das magische Schmuckstück um. Sofort durchflutete sie eine unglaubliche Kraft, von Einer Sekunde auf die Andere wusste sie, wie sie mit ihrer neuen Kraft umzugehen hatte. Wenn Xerxes die Kette haben wolle, müsse er sich schon etwas anstrengen. Luana würde nicht kampflos aufgeben, schon gar nicht gegen jemanden der seinen Lehrmeister, Ida und schließlich sie, Luana, verraten hatte, nur um ein bisschen mehr Macht zu besitzen. So etwas kindisches! Wütend sprang Xerxes auf, der Stuhl kippte um, er stolperte und fiel über ihn. Bevor er sich auch nur aufrappeln konnte, war Luana schon aus ihrem Zimmer und aus dem Haus geflohen. Instinktiv steuerte sie auf den Stall zu. Seraphia scharrte nervös mit den Vorderhufen, ohne zu zögern führte, Luana das Tier aus der Box und schwang sich auf ihren Rücken. Da sie keine Zeit gehabt hatte Seraphia zu satteln, klammerte sich Luana einfach an der Mähne fest. Der Prinzessin fiel auf, dass auch ihr Pferd irgendwie anders war, nachdem sie ein paar Dutzend Schritte in Richtung Weide galoppierten, bemerkte Luana die Feuerspur, die aus den Hufen der Stute hervorkam und ihren Weg deutlich kennzeichnete. Auch die Mähne sprühte Funken, doch weder dem Pferd noch dem Mädchen taten die Flammen etwas. Auf einmal überkam Luana das Gefühl verfolgt zu werden, als sie kurz nach hinten blickte sah sie wie Xerxes ihr auf einem schwarzen Rappen hinterhergaloppierte. Dann plötzlich Wind, der ihr das Haar zersauste, aus einem Lüftchen wurde ein kleiner Sturm, dann ein immer größer werdender Orkan. Es kam, was kommen musste: Seraphia kam aus dem Tritt, strauchelte und fiel schließlich zu Boden. Luana flog ein paar Meter durch die Luft, beschrieb einen halben Salto und knallte auf die Wiese, die dem Sturz seine ärgste Wucht nahm. Urplötzlich legte sich der Orkan. Erschrocken blickte sich Luana nach dem Tier um, Seraphia stand wieder auf den Beinen, doch zitterte sie. Das Pferd schritt langsam zu ihr, es lahmte. Die Prinzessin des Meeres und der Wüste wusste: Weglaufen bringt nichts, ich werde mich ihm stellen und ihn zum Kampf herausfordern. Wie eine Bestätigung ihrer Gedanken, fing die Erde an zu beben, Xerxes sprang von seinem Pferd, kam auf Luana zu. Schnell rappelte sie sich auf. "Xerxes!" schrie sie. "Ich fordere dich heraus! Der Sieger kriegt alles!" Der Angesprochene reagierte gar nicht auf ihre Worte, sondern entfachte einen Sturm - nicht so stark wie der Erste - trotzdem fiel es Luana schwer sich auf den Beinen zu halten. Xerxes schritt gemächlich heran, der Sturm richtete bei ihm so viel aus, wie bei ihr das Feuer. Er hat die Herausforderung angenommen. Luana konnte es nur Recht sein. Sie konzentrierte sich auf Xerxes´ Haare. Tatsächlich! Zuerst fast nicht sichtbar, aber nach endlos scheinenden Sekunden wuchsen die Funken zu Flammen heran. Xerxes schrie vor Wut, doch der Wind entfachte das Feuer noch mehr. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als den Sturm zu stoppen! Hysterisch schlug er die Flammen mit bloßen Händen aus, Haut und Haare waren angesengt. Genau das hatte Luana erreichen wollen. Blanker Hass leuchtete in Xerxes´ Augen und ihr entgegen. Die Erde begann unter Luanas Füßen zu beben - der Fleck wo der Prinz stand, blieb ruhig - ein lang gezogener blitzförmiger Riss im Boden (von Xerxes ausgehend) schoss auf sie zu. Luana formte die Hände zu einer Schale, kurz darauf drehte sie die Handflächen nach unten und ein Strom aus Wasser und Feuer schoss hervor, in den Riss hinein und auf Xerxes zu. Als das kochende Wasser ihn erreicht hatte, sprang es förmlich senkrecht hervor und ergoss sich auf den schreienden Prinzen. Der Riss schloss sich wieder. Überall dampfte es, ein undurchdringlicher Nebel verbarg die beiden Kämpfer der Elemente, die sich aus dreißig Schritten Entfernung Hasserfüllt anblickten. Plötzlich überkam Luana ein erschreckender Gedanke: Keiner von uns kann gewinnen. Wir gleichen uns immer wieder aus. Es kam ihr ein noch fürchterlicherer Gedanke, doch bevor sie ihn zu Ende denken konnte, riss sie ein mächtiger Windstoss von den Füßen. Vielleicht ist es noch nicht zu spät, dachte Luana. "Xerxes!" brüllte sie über das gewaltige Tosen des Windes hinweg. Der Prinz schien sie zu hören, denn der Sturm legte sich. "Was ist, gibst du auf?" Ein siegessicheres Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit. Er versteht es nicht. Er versteht es einfach nicht. "Ich muss dir etwas sagen." Luana richtete sich in eine halbwegs sitzende Position. "Ich weiß, was Achaz und Ida meinten, wenn sie sagten, dass alles einen Teil hat, ohne den man nicht existieren könnte." Verächtlich blickte Xerxes auf sie herab. Luana fuhr fort: "Es kann keiner von uns gewinnen, du bist mir nicht überlegen und ich dir nicht. Wir gleichen uns immer aus." Eine verzweifelte Hoffnung machte sich in ihr breit, als Xerxes kurz so etwas wie erkennen zeigte. "Das Feuer braucht den Wind um größer zu werden, der Wind benützt das Feuer um seine Macht zu beiweisen. Das Wasser braucht die Erde um sich überhaupt irgendwo zu sammeln, die Erde das Wasser um leben hervorzubringen. Das Meer kann ohne Orkan keine Wellen schlagen. Die Erde kann nur mit Feuer warm gehalten werden. Die Wüste braucht den strahlenden Himmel um eine Wüste zu bleiben." Luana holte noch einmal tief Luft, wenn Xerxes die nächsten Sätze auch verstand, könnten sie vielleicht in Frieden leben, nicht als Freunde, aber so wie Achaz und Ida. "Du sagtest selbst wir seien eine Verkörperung der Elemente. Du könntest nicht ohne mich existieren und ich nicht ohne dich. Ich weiß wir sind keine Freunde, wahrscheinlich werden wir es auch nie sein, aber wenn ich sterbe stirbst auch du und damit die Elemente, damit die ganze Welt." Xerxes schien einige Sekunden wirklich darüber nachzudenken, er nickte als hätte er sich in Gedanken eine Frage gestellt und sogleich eine Antwort darauf gefunden. Luana spürte die Antwort als faustgroßen Stein, der ihr gegen den Kopf geschlagen wurde. Das zweite Mal in wenigen Tagen wurde sie ohnmächtig.
Mit brummenden Schädel wachte sie auf. Verwirrt nahm die Prinzessin wahr, dass sie an einen Pfahl gebunden worden wurde. Sofort spürte sie, dass ihr Feuer-Wasser-Stein nicht mehr da war. Aufgeschreckt blickte Luana sich um, vor ihr stand ein Mann in einer schwarzen Kutte und einem schmucklosen Kreuz in der Hand. Ein Priester? Neben dem Mann der Kirche stand Xerxes! Er hielt ihre Kette in der Hand und sah zu ihr herauf. Herauf? Erst jetzt bemerkte sie, dass mehrere Männer damit beschäftigt waren noch einige Äste und ähnliches um den Scheiterhaufen legten. Luana war auf eben diesen Scheiterhaufen an ihren Pfahl gebunden. Noch bevor sie richtig registrierte um was es ging, sprach der Priester zu ihr, zuerst murmelte er ein paar Worte, die Luana nicht verstand, doch dann: "Luana, Hexe, du wirst zum Tode verurteilt wegen Anbetung des Teufels und Anwendung der schwarzen Magie. Bekennst du dich schuldig?" Luana antwortete nicht auf seine Frage, er schien auch keine Antwort zu erwarten. Er nahm eine Fackel und warf sie auf den Scheiterhaufen. Hitze. Rauch, der ihr den Atem nahm. Ich werde diesen Tölpeln sicher nicht auch noch den Gefallen tun und sie um Vergebung anflehen. Sie schrie nicht, bewegte sich nicht, als die Flammen zu ihr heraufkrochen. Luana schloss die Augen, die Flammen leckten an ihrem Kleid, ihrem Gesicht, ihren Haaren. Doch sie schrie nicht, machte nicht einmal die kleinste Bewegung. Bei ihrem letzten Atemzug dachte sie an Ida und ihre Mutter, die genauso gestorben waren, dann war die Prinzessin des Meeres und der Wüste, Erbin des Wassers und des Feuers tot. Luana zerfiel zu Asche und als der letzte Aschenstaub von ihr zu Boden fiel, machte sich ein brennendes Gefühl ihn Xerxes´ Eingeweiden breit. Er schrie, Luanas Kette fiel zu Boden und der Prinz des Himmels und des Bodens, Erbe der Luft und der Erde zerfiel ebenso zu Asche wie die beiden Ketten. Kurz bevor er sich endgültig zu Asche verwandelte, schoss ihm Luanas Stimme noch einmal durch die Gedanken: Du kannst nicht ohne mich existieren und ich nicht ohne dich. Nun verstand er, was sie ihm damit sagen wollte. Zu spät. Es gab niemanden mehr, der das Gleichgewicht erhielt.
Es begann langsam, aber unaufhörlich: Der Regen wurde immer weniger, Wind spürte man nur noch selten, es ließ sich kein Feuer mehr entfachen, die Erde wurde kalt, leblos und trocken. Das Meer verebbte, der Himmel färbte sich schwarz, die Wüste begann zu verschwinden, es war einfach NICHTS mehr da, der tote Boden wurde zu Wüste, die nach einiger Zeit nur mehr ein bodenlosen NICHTS hinterließ. Die Menschen starben und irgendwann verschwand der einst mit Leben erfüllte Planet aus dem Universum.




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Eingereicht am 15. Februar 2004.
Herzlichen Dank an die Autorin.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin.