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Kurzgeschichte Kurzgeschichten

Ist es weit bis zum Paradies?

© Sascha Müller


Und wieder einmal verlangte der Spiegel in unserem kleinen Badezimmer eine gründliche Reinigung. Wenn mein Mann dies doch auch einmal erledigen könnte, aber nein, dies blieb mein Aufgabenbereich wie der restliche Haushalt auch.
Nicht zu viele Gedanken darüber verlieren, ist mein Leitsatz, somit bewaffne ich mich mit einer Sprühflasche und einem weichen Tuch.
Ich stell mir vor ein Cowboy zu sein, bereit für das große Duell, ich zieh' und feuere das Putzmittel auf den Spiegel, ha, ich war schneller und verteile kreisend die duftende, leicht schäumende Lösung.
Danach wende ich mein Tuch und poliere ihn trocken.
Ganz oben scheint ein hartnäckiger Fleck zu sein, ich hol mir eine kleine Leiter, um ihn zu erreichen.
"50% aller Unfälle passieren im Haushalt", sagt mein Mann. Greift er deswegen nie was an, als eine Art Selbstschutz, oder glaubt er, Frauen passen besser auf und sind nicht so schusselig wie das starke Geschlecht?
Ich erklimme die kleine Leiter, stell mir vor, als Feuerwehrfrau ein kleines Kätzchen aus dem brennenden Haus zu retten. Oben angelangt verbeuge ich mich vor der jubelnden Menge der angesammelten Passanten, mache einen eleganten Knicks und vergesse ganz darauf, dass ich auf der Leiter stehe. Plötzlich beginnt sie zu wackeln, ich verliere Halt und möchte mich beim Spiegel noch schnell abstützen, doch was ist das auf einmal: Als wäre der Spiegel aus Wasser, greife ich richtig durch die Scheibe, nichts geht zu Bruch, ich gleite richtig nach, die Leiter kippt und ich fliege Kopfüber in den Spiegel. Ein warmes Gefühl, ein Nebel umgibt mich. Überall glänzende, sowie funkelnde kleine Sterne und ich befind mich im freien Fall.
Ich schließe fest meine Augen, da ich denen nicht mehr traue und ..."plumps"... lande ich auf etwas Weichem.
Vorsichtig öffne ich meine Augen wieder, doch hätte ich das besser nicht tun sollen?
Ich liege auf einer Fläche von dickem, weichen grünen Moos, es duftet herrlich nach Orchideen. Hinter einem nahen moosbedecktem Fels ist der Ursprung des Duftes, ein Meer voller Blütenpracht. Palmen rangen sich vereinzelt in die Höhe und aus der Ferne ist eine Brandung hörbar, untermalt von leisem Vogelgezwitscher.
Ich richte mich auf und blicke in den wolkenlosen, tief-blauen Himmel, von wo ich eigentlich gekommen bin.
"Spiegel?" Ich zucke meine Schultern und frage eigentlich nicht weiter nach, irgendwie überfällt mich ein Glücksgefühl, es ist ein Paradies, angenehm warm, farbenfroh und herrlich duftend.
Wie von einer Hand geführt, wandere ich in meinem weißen Bademantel durch das fruchtbare Feld der Orchideen, stecke mir eine ins Haar und fühl mich vollkommen glücklich.
Es zieht mich zur Brandung. Weiße Felsen, angrenzend an einen ebenso weißen Strand, dessen einzelne Sandkristalle wie Juwelen in der vollen Sonne glänzen und das leicht rötliche Licht reflektieren. Kristallklares Meer! Ein wenig geblendet halte ich meine Hand vor die Stirn und blicke um mich.
"Was seh ich da? Nein, das kann aber jetzt nicht sein!"
Auf der Spitze des herzförmigen Felsen steht ein Mann, ein Mann? Ein halber Gott! Braungebrannt und muskulös, bekleidet mit einem kleinen weißen Tuch um die Lenden. Seine Figur spiegelt und glänzt in der Sonne.
Seine Verhüllung sinkt zu Boden und ein knackiger Po fixiert meinen Blick.
Der Unbekannte geht kurz in die Knie und springt hinab ins Meer.
Ich reibe meine Augen und wage mich auf den Felsen, um nach der göttlichen Erscheinung Ausschau zu halten.
Mit einem Seufzer drehe ich wieder um. Da war nichts. Ich war das Opfer einer Illusion!
Mit dem Bild des perfekten Körpers vor Augen wandere ich über den Strand. Weit draußen sehe ich Delphine springen, ich bleib stehen und mit einem Lächeln beobachte ich die zwei tollenden Tiere, rufe ihnen ein "Hallo" zu.
Da überkommt mich ein warmes Glücksgefühl.
Ich spüre einen warmen Atem im Nacken.
Zwei Hände die mein Haar berühren, sie streichen über meine Schultern und bringen den Bademantel zu Fall.
Ich schließe voll Erwartung auf mehr meine Augen und vernehme zärtlich Küsse an meinem Hals, sie finden de Weg zu meinen Ohren und wandern entlang meinem Kinn bis sie die meinen treffen. Zärtliche volle Küsse.
Da spüre ich eine Zungenspitze, öffne meinen Mund und gewähre ihr Einlass. Hungrig nehme ich Kontakt mit ihr auf, sie ziehen sich richtig an, wie Magneten umschlingen sie sich gegenseitig. Kleine Blitze durchfahren meinen Körper. Meine Hände ertasten eine muskulöse Brust und starke Schultern. Hände durchfahren mein Haar und streichen über meine Wangen.
Kurz traue ich mich einen Blick zu riskieren und sehe in blitzblaue Augen. Der Mann vom Felsen! Um ihn nicht zu verlieren, drücke ich ihn fest an mich und schließe meine Augen wieder, um diesen Moment festzuhalten.
Langsam zieht sich seine Zunge zurück und seine Lippen wandern über mein Kinn, den Hals hinab und umkreisen meine Brust. Es bedarf nicht viel und meine Knospen machen den Anschein zu explodieren. Er umkreist sie mit seiner weichen Zunge und schließt sie zwischen seinen warmen Lippen ein.
"Nimm mich", ist mein einziger Gedanke. Ich kann mich nicht erinnern jemals so erregt gewesen zu sein. Meine Hände tasten sich abwärts, er hatte ein Handtuch umgebunden. Ich spüre seine Männlichkeit, eingesperrt und verhüllt von weichem flauschigen Gewebe. Ich streiche darüber und höre an seinem Stöhnen, dass ihm das gefällt.
Fasse ihm an den festen Po und probiere, sein Tuch zu Fall zu bekommen.
Es gelingt und mit meiner linken Hand fasse ich nach seiner Wurzel der Männlichkeit, welche gut in meiner Hand liegt.
Der göttlich Unbekannte fasst zärtlich nach meiner Hand und zieht sie auf die Seite, er hält mich an beiden Händen und vergisst dabei nicht meinen Busen zu küssen, mit seiner Zunge und den begabten Lippen zu massieren.
Seine Zuneigung wandert etwas abwärts und seine Zungenspitze umkreist meinen Nabel, wovon seine Hände sich nun um meine Brust kümmern. Er geht etwas in die Knie, wobei ich meine Handflächen in sein Haar lege.
Langsam streicht er um meinen Bauch und immer wieder zurück zu meinem Nabel, zärtlich und weich wie eine Feder spüre ich seine Nähe.
Ich drücke ihn tiefer.
Er lässt sich auf seine Knie fallen und wandert langsam über mein Becken abwärts, ein Stück den Oberschenkel hinab und auf der Innenseite wieder aufwärts.
Mein Dreieck der Lust, ist sein nächstes Ziel, er knabbert an meinen kurzen "Härchen" und lässt seine Zunge etwas tiefer, weich kreisen.
Mir ist heiß, wär ich ein Vulkan würd ich explodieren und einen Lavasee erzeugen.
Vorsichtig führt er meinen Körper zu Boden und ich leg mich in den weichen Sand.
Seine Hände, wahrlich magische Hände bringen meinen gesamten Körper zum Kochen, sie streichen über meine Brust, ich spüre einen leichten Druck an meinen Knospen.
Langsam wird der Abstand zwischen meinen Beinen größer, seine Zunge wandert an der Seite meiner Liebesspalte vorbei.
"Ich kann nicht mehr!"
Sie streicht links hinab und rechts wieder aufwärts, gleitet kreisend über mein kleines Wäldchen und sinkt daraufhin wieder abwärts. Zärtlich und sanft spüre ich seinen Atem, der meine Erregung an die Spitze sprengt.
Seine Zunge stoppt und streicht diagonal in ganzer Fläche über meine heiße Zone und verweilt langsam, zart und kreisend bei meinem "Lustkrönchen".
Meine momentanen Gedanken und Gefühle kann ich nicht beschreiben.
Die Zärtlichkeit aus seinem Mund, weich und warm spüre ich sanften Druck zwischen meinen Beinen.
"Gleich ist es soweit!"
Da wendet sich sein herrliches Verwöhnorgan etwas der Krone ab und gleitet abwärts, das ganze Tal durchforschend, findet er vor meinem "Tor zum Paradies" Halt und umkreist, wie eine kleine Schlange die Öffnung.
Schlendert kurz zum Gipfel zurück und findet daraufhin gleich wieder den Weg zum Eingang und legt sich leicht vibrierend davor. Seine Zungenspitze tastet sich einwärts, er dringt mit seiner weichen Zunge ein.
Ich spüre jede seiner Bewegung. Sie krümmt sich etwas, kreist ganz leicht im Inneren meines Körpers.
"Ich koche, ich schmelze, weiter..."
Seine Lippen gleiten dabei über mein Krönchen, ich weiß nicht wie mir passiert.
Langsam zieht sich seine Zunge wieder aus der Tiefe der Lust und kommt bisschen aufwärts im Schutz seiner Lippen, kreisend in Position. Langsam umsorgt, seine Lippen leicht saugend und warm umschlungen.
Seine Hände wandern in Richtung Paradies und drücken mein kleines Wäldchen etwas nach oben.
Ich spüre seine Zunge überall an mir, ein Zucken rast durch meinen Körper.
Sein nicht zur Ruh kommendes Organ beschleunigt seine kreisenden Bewegungen.
Wie ein Blitz schießt ein warmes explosionsartiges Gefühl in alle Richtungen, es bringt mein Becken ins Zittern, meine Knie sinken kraftlos zu Boden, mein Körper scheint zu explodieren.
Ein fester Druck erreicht meine Brust, seine Hände haben meine Knospen fest im Griff, er streicht mit seiner weichen Zunge flach über meine ganze Lustzone.
Ich schwebe und falle zugleich, ein Erdbeben durchflutet mein Inneres von den Zehenspitzen bis zu den Ohren.
Ein Lustschrei durchdringt die Stille dieses Paradieses.
Gekonnt zieht sich seine Zunge von meiner nun hochexplosiven Stelle zurück und wandert über meinen Bauch, zwischen den Brüsten, den Hals aufwärts zu meinen Lippen.
Jede seiner Berührungen erweckt das Gefühl von kleinen Nachbeben.
Ich fasse nach seinem Liebesstock und führe ihn in die Richtung meines Schlosses.
Wie der richtige Schlüssel - passt er genau.
Gefühlvoll spüre ich seine Männlichkeit tief in mir, mein Krönchen spürt seine Nähe, jede Reibung, jeden Druck.
Seine starken Hände drehen langsam meinen Körper um und er dringt von hinten in mich ein. Seine Hände halten zärtlich meine Brust.
Langsam, mit leicht kreisenden Bewegungen vernehme ich glücklich seine Stöße.
Eine seiner Hände findet entlang meinem Körper zwischen meinen Beinen Platz und legt ein magisches Vibrieren frei.
Man muss mich schon auf der ganzen Welt hören, so intensiv sind meine Lustschreie.
Ich fasse nach seinem "Stock" und umgreife ihn zart. Sein kleines festes Säckchen mit den magischen Steinen, ich spüre seinen Herzschlag darin.
Ein Zucken durchfließt meinen Körper, erneute Blitze schießen vom Becken über meinen Rücken. Zur gleichen Zeit spüre ich, wie die Manneskraft aus meinem Körper zuckend auf meinen Rücken gleitet. Sein warmer, cremiger Liebessaft verteilt sich auf meinem Rücken.
"Jaaa!"
Ich greife nach seinem besten Stück und helfe ihm auch noch den letzten Tropfen zu verteilen.
Seine Hände streifen über meinen Körper, zwischen meine Beine entlang.
Ich traue mich meine Augen zu öffnen und sehe das Handtuch vor mir liegen, es ist weiß mit einer roten Orchidee darauf.
Ich drehe mich um und wir küssen uns.
Ohne einem Wort steht dieses göttliche Geschöpf auf und legt mir eine Orchidee auf die Brust, er küsst mich auf die Stirn und läuft ins Meer.
Ich schaue seinem wohlgebauten Körper, seinem athletischen Gang nach, bis ich mich aufrichte und ihm folgen will. Die Wellen klatschen auf meinen Körper als ich in das angenehm warme Nass laufe.
"Guten Morgen, mein Schatz!"
Was ist das? Wer spricht da?
"Aufstehen, das Frühstück ist fertig!"
Wo sind die Wellen, die Sonne, der Mann?
Alles dunkel! Ich öffne meine Augen, Sonnenlicht blendet mich!
Da ist der Mann und er beugt sich gerade über mich, nein es ist nicht der, es ist mein Mann. Der ist aber auch süß, ist ja schließlich meiner.
"Gut geträumt, mein Schatz! Alles Gute zum Geburtstag!", flüstert er mir ins Ohr und legt etwas neben mich in das warme Bett.
Er gibt mir einen sinnlichen Kuss und verlässt das Schlafzimmer.
Ich reibe mir die Augen. Mein Geburtstag ist ja heute.
Was liegt da neben mir im Bett?
Ein kleines Päckchen und - nein - das kann nicht sein - eine Orchidee!
Die selbige, wie die aus dem Traum, der Duft dem gleich.
Ich blicke verdutzt und voller Spannung öffne ich das Päckchen. Es ist ganz weiß und glänzend verpackt, Der Gedanke an den Strand schießt mir ein.
Aufgerissen kommt der Inhalt zum Vorschein: Ein weißes Handtuch, ein Handtuch? Es ist klein zusammengelegt, ich entfalte es aufgeregt und traue meinen Augen nicht. Eine prachtvolle Orchidee ist die Stickerei darauf, ja wie im Traum, wie kann es das geben?
Halt, da ist noch ein Kuvert.
Neugierig öffne ich es mit dem Gedanken: "Und da drinnen ist jetzt ein Brief vom Sandmännchen, oder was?"
Es befindet sich ein farbiges Papier darin, groß steht Gutschein darauf und darunter...
Tränen laufen über mein Gesicht, ich spring auf und laufe zu meinem Mann, küssend umarme ich ihn und flüstere ihm ein "Ich liebe Dich!", ins Ohr.
Was auf dem Papier stand?
Es war ein Gutschein für einen Urlaub!
Nichts Besonderes denken Sie?
Ein Gutschein für eine Reise auf eine ruhige Trauminsel mit der Beschreibung: Genießen Sie den ruhigen Flair, entspringen Sie dem dunklen Alltag!
Wo Sandstrände noch weiß sind, Sandfelsen im Sonnenlicht glänzen und Orchideen auf Feldern wachsen!
Denn das Paradies ist wo Sie sind.
Und das stimmt, man muss sein Paradies bloß erkennen!



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Eingereicht am 19. Januar 2004.
Herzlichen Dank an den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors.