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Kurzgeschichte Kurzgeschichten

Masken sind die Unendlichkeit

© Annett Günther


Auf der Bühne zu stehen ist ihr Verlangen.
Es kann ein Weg sein, in dem sich bedingungslos Masken bewegen, Masken, die das eigene Ich sein können.
Keine Wüsten, die in ein unendliches Nichts enden.
Masken, in denen sich das Publikum wieder findet.
Jeden Tag kann ein Stück entstehen.
Ein Teil, das in Dir verborgen sein kann.
Vielleicht der unendliche Tod deiner Seele.
In uns befindet sich eine Maske, eine Maske die sich ohne Widerstand hingibt. Der Widerstand kann Dein eigenes Ich sein.
Es gibt Masken, die sich Tag für Tag neu formen.
Sind sie ein Widerstand der Wirklichkeit.
Gewalt der Vergewaltigung.
Das Opfer ist die Seele.
Die Seele, die sich nicht verteidigen kann.
Kein Widerstand der Vereinsamung des Körpers in Dir.
Der Körper, in dem die Vergewaltigung der Seele entstanden ist.
Vielleicht begann die Vergewaltigung der Seele in einem Zimmer voller Plüschtiere, bemalt mit unendlich vielen, in sich verlorengehenden Farben, die sich zu einem Schwarz vereinen können.
Zu einem Schwarz, das eine Maske in sich verborgen hält.
Eine Maske, die man immer mit sich trägt.



Eingereicht am 28. September 2005.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Autorin / des Autors.


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