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Kurzgeschichte Afrika Kurzgeschichtenwettbewerb Afrika Kurzgeschichten


Bald

©  Tobias Lagemann


Vorwort: Bei Hemingway ist es der Schnee oben auf dem Kilimandscharo gewesen, an dem einer seiner Helden gewissermaßen gescheitert ist. Um Jagd ging es da, um Trinken und um Frauen und natürlich um den Krieg.
Seit Hemingway ist viel Zeit vergangen. Heute schaut man zusammen in den Fernseher. Soaps regieren die Welt. Und Afrikaurlauber sterben nicht mehr am Wundfieber, die kriegen höchstens Durchfall. Und nichts anderes möchte diese Geschichte erzählen, wie anders doch alles seit damals geworden ist und wie gleich es dennoch geblieben ist. Die Szenarien sind austauschbar, die Menschen nicht. Und große Gefühle gibt es überall, auch ohne großes Geld und Großwildjagd. Und wer stirbt ist einsam...
Die Geschichte: Er sieht es doch den Gesichtern an, wie sehr es in dem Zimmer stinkt. Entsetzt schauen sie alle an, dann atmen sie ganz flach.
Von dem Gestank wird ihnen übel. Und wenn sie sprechen, dann sprechen sie mit leiser Stimme und voller Mitleid. Und mit ihren Blicken suchen sie etwas schönes, den Blick aus dem Fenster zum Beispiel. Er selbst ist seit drei Tagen nicht aus dem Zimmer heraus gekommen, er kann das nicht riechen, für ihn riecht es einfach nach einem Hotelzimmer. Und doch ist auch er froh, dass er hinausschauen kann.
Vor dem Fenster sieht er Palmen. Der Wind spielt mit den Plamwedeln, darüber der blaue Himmel und die ach so gelbe Sonne. Vor drei Tagen noch hat er das alles genießen können. Da hat er am Fenster gestanden, den Wind gespürt und die Blumen gerochen. Und seine Frau hat den Rucksack für die Bustour gepackt.
"Die Malaria Prophylaxe, hast du die eingepackt?" hat er gefragt ohne sich umzuschauen.
"Wir sind nur einen Tag unterwegs..."
"Man kann nie wissen!"
"Nur einen Tag!"
"Man kann nie wissen..."
Als er sich umgeschaut hat, hat sie aus der Nachttischschublade diese blau beschriftete Pillenschachtel hervor gekramt. Aus der Ferne hat er das Meer rauschen gehört, ganz sanft ist das Meer gewesen. Später, dann auf der Tour, ist es dann vielleicht genau das gewesen, dieses sanfte Meer, das ihn zu schnell hat Ja sagen lassen. "Komm schon, da passiert nichts", hat seine Frau da gelächelt.
Sie sind mit den Anderen aus dem Club auf Tour gewesen, in einem klimatisierten Bus. Geschwitzt haben sie trotzdem und er hat Durst bekommen.
"Du hast die Wasserflasche vergessen", hat er zu ihr gesagt.
"Kauf doch was beim Fahrer!" hat sie bloß geantwortet.
"Diese Phantasiepreise zahle ich nicht!" "Dann hab Durst!"
Später haben sie dann auf dem Markt gestanden, umlagert von Einheimischen. Wie Ameisen sind die um ihn und seine Frau herum gewimmelt, mit vorgestreckten Händen haben sie um Zigaretten gebettelt, um Geld und was sonst auch immer. Und sie haben Dinge verkaufen wollen, Steine, Muscheln, Knochen. Schmuck sollte das wohl sein.
"Es passiert schon nichts", hat seine Frau gesagt und ihm ein Stück Melone hingehalten.
Er hat bloß auf die Einheimischen herabgeschaut, die sind wirklich klein gewesen. Damals, vor der Reise, hat er sie sich anders vorgestellt.
Neger sind groß, hat er gewusst, und er hat an Ali gedacht und Frazer.
"Es passiert schon nichts", hat seine Frau wieder gesagt.
Die Melone hat wirklich gut ausgesehen, so wunderbar erfrischend. Und er hat hinein gebissen, trotz aller Warnungen, die ihnen zu Beginn ihres Aufenthalts mit auf den Weg gegeben worden waren. Er hat das Meer gehört, so fern das auch gewesen ist, wie es sanft an den Strand rollt.
Das hat ihn beruhigt. Und er hat Durst gehabt. Die Melone hat diesen Durst gestillt.
Durchfall ist etwas lächerliches, denkt er. Und dann denkt er, vielleicht bin ich es, der lächerlich ist, und dann schließt er die Augen. Er hat die Kontrolle über seine Schließmuskeln verloren. Er spürt es feucht aus sich heraus rinnen.
Vor einer Woche sind sie in Mombasa gelandet. Kenia ist wie ein Traum gewesen. "Einmal den Schnee oben auf dem Kilimandscharo sehen", hat seine Frau im Reisebüro gesagt.
"Vor Ort können sie Touren buchen", hat die Frau in dem Reisebüro immer wieder auf das Prospekt getippt. Ihr Zeigefinger ist wieder und wieder ganz oben auf dem Kilimandscharo gelandet. "Auch Touren zum Kilimandscharo." "Und was noch?" "Safaris natürlich ..., geführt von erfahrenen Wildhütern ..." "Wir jagen nicht", hat er gesagt.
"Manchmal", hat seine Frau gesagt.
"Aber sie fotografieren doch sicherlich", hat die Frau gelächelt und, so schien es ihm, den Einwand seiner Frau bewusst überhört.
"Ja", hat auch seine Frau gelächelt.
"Manchmal", hat er gesagt.
"Unsere Agentur fühlt sich dem sanften Tourismus verpflichtet. Bei uns können sie Fotosafaris buchen, mehr nicht. Wir finden lebende Tiere liebenswerter als an der Wand hängende Jagdtrophäen." "Wie Recht sie haben", hat seine Frau gesagt.
Er ist sich noch immer nicht sicher, ob ihn damals in dem Reisebüro seine Frau nicht kurz angeschaut hat. Jetzt sieht er da diesen Blick, wenn er die Augen schließt. Aber vielleicht sieht er diesen Blick auch nur, weil dieses Fieber in ihm brennt. Es ist ein kalter Blick gewesen, der dann doch gut tut, irgendwie beruhigt. Ich sterbe, denkt er dann, ich bin dabei zu sterben. Und dann denkt er, dass ein kalter Blick niemals gut tun kann, so ein Blick tut immer weh. Auch dann, wenn man sich an solche Blicke gewöhnt hat, wenn man denkt, man kann mit ihnen leben.
Schon am Abend der Rückkehr von der Bustour hat er sich schlecht gefühlt. Er hat es auf das Schaukeln des Busses geschoben. Die Straßen sind voller Schlaglöcher gewesen und der Busfahrer ein Irrer. Die Fahrt ist ihm wie ein Flug durch ein Unwetter vorgekommen. Mit festgeklemmter Hupe ist der Fahrer nach der Mittagspause auf eine Herde Gnus zugeschossen, der Bus ist dabei wie ein kleines, einmotoriges Flugzeug in einem schweren Gewitter herumgehüpft. Die Gnus sind zur Seite gesprungen, der Bus ist weiter über die Straße geflogen, schwankend und hüpfend. Ein Spielball ist der Bus gewesen von einer Kraft, der niemand widerstehen kann. Muss daran liegen, an all dieser Bewegung, hat er gedacht, als er dann beim Aussteigen auf die Knie gefallen ist. Schlecht ist ihm gewesen, sauschlecht. Ich leide eben unter der Reisekrankheit, hat er gedacht.
"Hast du denn keinen Hunger", hat seine Frau beim Abendbrot gefragt.
Er hat die Augen geschlossen.
"Ist dir nicht gut?"
"Doch, alles bestens!"
"Na, dann ist ja gut."
Nichts ist gut, seit langem nicht.
Irgendwann in der stillen, warmen Nacht hat er sich übergeben. Er hat es gerade noch so zur Toilette geschafft. Und dann ist es nur so aus ihm heraus geschossen. Immer und immer wieder. Und als er gedacht hat, da kommt nichts mehr, als er nur noch Galle gespuckt hat, hat er weiter gewürgt und gespuckt. Kleine Tropfen sind das gewesen. Und für jeden dieser Tropfen hat er sich so unendlich anstrengen müssen.
Seine Frau hat am nächsten Morgen den Arzt gerufen.
"Was haben wir denn?" hat der gefragt und nach seinem Stethoskop gegriffen. Ein Deutscher ist das gewesen mit einer Haut, der man die Jahre unter Afrikas Sonne ansah.
"Meinem Mann ist übel."
"Was haben wir denn gegessen?"
"Gestern Abend hat mein Mann nichts gegessen." "Vielleicht hätten wir da etwas essen sollen", hat der Arzt gelacht und seine Finger haben mit dem Stethoskop gespielt.
"Haben sie?" hat er gefragt.
"Nein", hat der Arzt gegrinst.
"Und ihnen ist auch schlecht?"
"Nein."
"Bitte, lass das", hat seine Frau gesagt. "Sag dem netten Herr Doktor doch einfach, was dir fehlt." Er hat nicht geantwortet, er ist bloß raus aus dem Bett Richtung Klo.
Noch vor der Tür hat er es feucht aus sich heraus laufen gespürt. Nicht nur deshalb hat er die Tür hinter sich abgeschlossen.
"Ihr seht so unglücklich aus", hat Gabi gesagt. Das hat sie vor einem halben Jahr gesagt, kurz nach Ostern.
"Uns geht es prima."
"Bestens."
"Aber ihr seht nicht so aus", hat die Gabi gesagt.
"Wir genießen unseren Ruhestand", haben sie gesagt, fast gleichzeitig und mit ähnlichen Worten.
"Ich glaube euch nicht", hat Gabi gesagt.
Hat es damit angefangen, mit Gabi? Bis dahin ist doch alles schön gewesen, sie hatten eine große Wohnung, ein Auto, sie mussten nicht aufs Geld achten, sie trafen sich viel mit Freunden, machten Kurzreisen. Sie hatten sich viel zu sagen, sie haben viel zusammen gelacht. Die Ehe ist wirklich ein Glück, hat er damals oft gedacht. Und dann kam Gabi. Gabi ist meine Tochter, denkt er. Sie muss es einfach sein, denkt er. Sie ist wie ich, sie kann verzeihen. Und sie versteht so vieles, dass so unverständlich scheint.
Vielleicht hat wirklich alles mit Gabi angefangen. Seine Frau hat damals, fast vierzig Jahre ist das her, lachend vor ihm gestanden. "Du", hat sie ihn umarmt.
"Was denn?"
"Wir!" hat seine Frau ihm ins Ohr gehaucht. Und dann hat sie in geküsst, immer und immer wieder. Seinen Hals hat sie geküsst, dann seine Brust, sie hat seine Hose geöffnet und dann hat sie ihn in den Mund genommen.
Und zwischendurch, immer ein Stück weiter, hat sie ihn ganz ausgezogen.
Er hat gerechnet, natürlich. Er ist Außendienstler gewesen, immer mal wieder für Wochen unterwegs in Deutschland. Und als Gabi gezeugt worden ist, ist er unterwegs gewesen. Auf Ulm tippt er, kann aber auch Augsburg gewesen sein. Ganz sicher ist er sich aber, dass er damals nicht zuhause gewesen ist, als Gabi gezeugt wurde.
Gabi hat ihnen dann den Urlaub geschenkt. "Fahrt mal zusammen weg", hat die Gabi gesagt. Sie hat zahlen wollen, alles. Flug und Aufenthalt und auch alles vor Ort. "Und wenn ihr euch an der Hotelbar besaufen wollt, macht es", hat Gabi gesagt. "Bloß, findet zueinander." "Haben wir schon oft gemacht", haben sie geantwortet.
"Zueinander gefunden?"
"Gesoffen", hat er gesagt.
"Zusammen."
"Ach, ihr, ey...", hat die Gabi gelacht.
"Wir, ja...", hat seine Frau gegrinst.
Gabi ist dann mit einem Mal schrecklich Ernst geworden. "Findet zueinander", hat sie gesagt.
Gabi ist meine Tochter, hat er da nur gedacht und nichts zu sagen gewusst. Und seine Frau hat ihren Arm um ihn gelegt und dabei gesagt "Noch näher zueinander?" "Das zählt nicht", hat Gabi bloß gesagt und Recht gehabt.
Die Jahre nach Gabis Geburt sind wieder schön gewesen, irgendwie. Und doch war da in ihm immer diese leise nagende Stimme, die ihn gewarnt hat, die gesagt hat, pass auf. Und er hat aufgepasst. Aber er hat nichts gefunden, seine Frau hat ihn geliebt, das hat er gefühlt, und sie beide haben Gabi geliebt.
Gabi hat Wort gehalten, sie hat die Reise bezahlt. "Aber muss es gleich Kenia sein?" hat sie beim Unterschreiben der Reiseunterlagen gefragt.
"Kenia muss es sein", hat seine Frau gesagt. Und er hat nichts gesagt, er hat nur genickt. Ihm ist egal gewesen, wie er seiner Frau wieder näher kommen kann und wo. Ihm ist auch egal gewesen, ob er seiner Frau wieder näher kommen kann. Ihm ist schon seit langem fast alles egal, das ist ihm in dem Moment klar geworden.
In den ersten Tagen am Strand ist dann alles wunderbar gewesen. Er hat seine Frau nicht wieder erkannt. Wie ausgewechselt ist sie gewesen. Und wenn er nicht schon so lange mit ihr verheiratet gewesen wäre, er hätte sich schon gefragt, was es denn da geben könnte zwischen ihm und ihr.
Sie hat ja sogar über seine Kommentare gelacht. Ja, hat sie! Und das hat nicht nur an dem Walross zwei Sonnenliegen weiter gelegen.
"Was will die im Meer?" hat er gefragt.
"Drin baden", hat seine Frau anfangs gesagt.
"Nix da, verdrängen will die das!"
"Du bist böse..."
Da hat er bloß gegrinst und nichts gesagt.
"Du bist ja nun auch nicht wirklich zierlich", hat seine Frau dann noch gesagt.
"Ich hab schon zwei Kilo abgenommen", hat er gesagt.
"Wann?"
"Naja", hat er gegrinst, "vor Ostern."
"Und wie viele Kilos hast du seitdem zugenommen?" "Drei." Da hat seine Frau gelacht und sie hat eine Hand auf seinen Bauch gelegt und liegen gelassen.
Als sie sich kennen gelernt haben, ist er schlank gewesen, sein Haar hat er zu einer Tolle hochgekämmt. Und natürlich hat er die Schachtel Zigaretten im umgeschlagenen Ärmel seines T-Shirts gehabt. Wenn er auf seinem Motorrad durch die Straßen gefahren ist, dann haben sich die Mädchen umgeschaut. Und beim Umschauen haben die ihre Röcke wippen lassen. Das hat er doch alles gesehen im Rückspiegel. Dann hat er auch sie gesehen, seine spätere Frau. Die hat ihm nur kurz hinterher geschaut, ganz ohne wippendem Rock. Das hat ihn beeindruckt, ziemlich sogar.
Und jetzt liege ich hier und sie schaut nur kurz nach mir, denkt er.
Nichts ändert sich, denkt er dann, fast nichts.
Wie lange er dann schläft, weiß er nicht. Als er wieder auf die Palmen schaut, liegen die im Schatten des Hotels. Der Himmel ist nun von einem dunklen Blau. Und die Palmwedel schimmern in einem fast unirdischen Schwarz.
Fieber, denkt er, das ist das Fieber.
"Wir dürfen hier in diesem wunderschönen Land eben nicht alles essen, was lecker aussieht", hat der Arzt an dem Morgen vor zwei Tagen gesagt.
"Ich hab's dir gesagt", hat seine Frau gesagt.
"Mit so einem Virus ist nicht zu spaßen..." "Ich hab's dir gesagt", hat seine Frau wiederholt.
"Ich geb ihnen was für den Darm und ich geb ihnen was gegen das Fieber..." "Penicilin?" hat er aus sich heraus gequält.
"Ich kann ihnen da nur ein Breitbandantibiotika geben, aber dass ist in Deutschland so etwas von weit verbreitet, dass wird ihnen nicht helfen." "Wir sind in Afrika!" hat seine Frau protestiert.
"Und Afrika ist voller Deutscher... Und Engländer, Franzosen, Italiener... Nein, glauben sie mir einfach, bei so einem Durchfall hilft Penicillin schon lange nicht mehr. Kohletabletten kriegen sie so, für das Fiebermittel bekomme ich fünfzig Euro."
"Hättest du mal auf mich gehört", hat ihm seine Frau nach dem Mittagessen gesagt.
"Ich habe", hat er aus sich heraus gequält.
"Möchtest du wissen, was es leckeres gab?" "Nein." "Vielleicht bringt dich das ja auf andere Gedanken." "Nein", hat er gesagt, aber er ist zu schwach gewesen, um seinem Nein Nachdruck zu verleihen.
"Ein Reisgericht gab es, mit viel Gemüse, also Paprika habe ich erkennen können, und nun frag mich bloß nicht nach dem Fleisch, hat irgendwie nach Wild geschmeckt." Er hat geschwiegen.
"Du hast doch nichts dagegen, wenn ich eine kleine Tour mache?" hat sie gefragt.
"Gib mir bitte eine Tablette", hat er gesagt.
"Ja, natürlich..."
Er hat dann noch fünf Minuten auf die Kohletablette warten müssen. Seine Frau hat erst noch ihren Rucksack gepackt.
"Bin kurz nach Mitternacht zurück", hat sie gesagt.
"Okay."
"Das macht dir doch nichts aus, oder?"
"Nein."
"Du bist toll", hat sie ihn angelacht.
Und dann hat sie ihr Neglige eingepackt. Er hat es ihr zum zwanzigsten Hochzeitstag geschenkt. Es ist in diesem Rot, das sie damals nuttig genannt hat. Sie hat es nicht oft getragen seit damals. Er hat nicht mal gewusst, dass sie es mit nach Afrika genommen hat. Und jetzt packt sie es vor meinen Augen in ihren kleinen Rucksack. So ist das also, hat er gedacht.
Er schläft dann wieder ein, fiebrig heiß. Und er sieht sich am Strand.
Er sieht sich an seiner Frau vorübergehen. Ein Buch liest die, irgendeinen dieser schwülstigen Romane, in denen immer alles gut wird.
Wird es nicht, denkt er in seinem Traum. Und dann ist er vorbei an seiner Frau. Und er geht auf diese beiden Liegen zu, die dicht beieinander stehen. Die darauf liegenden Frauen sind jung, sie sind blond und ihre Bikinis sind knapp.
"Hallo", sagt er.
"Oh, hallo", sagen die beiden Frauen.
"Ihr seht toll aus", sagt er.
"Du auch", sagen die Frauen.
Irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit rinnt es dann wieder feucht aus ihm heraus. "Egal", sagt er. Seine Lippen brennen. Und er schließt die Augen. Afrika, denkt er dann, ist schön. Afrika ist ein Traum. Afrika ist mein Traumland. Und dann lässt er sich in sein Fieber fallen. Ein ganz tiefer Fall ist das. Und während er fällt, denkt er noch, dass vielleicht alles bald vorbei ist.




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Eingereicht am 02. Juli 2004.
Herzlichen Dank an den Autor / die Autorin.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors / der Autorin.
Erzähl mir was von Afrika. Band 1. Dr. Ronald Henss Verlag   ISBN 3-9809336-2-8  ca. 150 Seiten   8,90 Euro.




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