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Im Reich der Peitschen   (Frauengeheimnisse)

©  Uldo Posch


Schweißgebadet erwachte sie aus ihrem Traum. Es war weit nach Mitternacht und Byushis Ehemann lag neben ihr und schlief fest. Sie brauchte einen Moment, um zu verwirklichen was geschehen war und schien erleichtert zu sein, sich in ihrem Haus zu befinden. In der ohnehin heißen kenianischen Sommernacht standen ihr zusätzlich viele kleine Schweißperlen auf der Stirn, die sie sich mit der Hand wegzuwischen versuchte. Sie hatte es also wieder geträumt. Ein Ausdruck des Schmerzes lag noch in ihrem Gesicht, als die Peitschenhiebe der Kikoto auf ihrem damals gerade mal 13 Jahre jungen Körper wieder und wieder niedergingen um ihre Spuren zu hinterlassen. Sie weinte leise, manchmal war das Weinen hilfreich; es entlud Spannungen; es war ein Auslassventil für Energien, die sich sonst mit zerstörerischer Kraft nach innen richten. An das Wort Kikoto hatte sie keine guten Erinnerungen und nun als junge verheiratete Frau mit ihren 33 Jahren kehrten die Erlebnisse ihrer Pubertät zurück. Sie erinnerte sich in ihrem Traum an die Zeit in ihrer Jugend. Sie saß auf dem Bett, nur mit einem Khanga, dem traditionellen Wickeltuch bekleidet, das alle Swahili Frauen trugen und die Bilder in ihrem Kopf schwirrten umher. Als ihre Blicke auf das eigene Kleidungsstück fielen, verstärkten sich ihre Sinneseindrücke um ein Vielfaches. Die Zeit schien für einen Moment stillzustehen und ließ sie in einen Trancezustand entschweben.
Plötzlich war es wieder da. Das Jahr 1984 und während Hamadi, ihr angetrauter Mann, im Schlaf versunken tief atmete, erhob sich wie aus dem Nichts eine Stimme und sprach: "Byushi, komm mal her" und sie erkannte die Stimme ihrer Mutter, die sie zu sich rief um ihr etwas mitzuteilen. "Byushi, ich habe dich zum Besuch bei deiner Tante angekündigt, deine Ferien beginnen in zwei Tagen. Dann fahren wir gemeinsam zu ihr nach Kaloleni, wo du eine Woche deiner freien Zeit verbringen wirst." Byushi freute sich immer darauf, etwas Neues zu erleben und in Swahili Familien gibt es überall Tanten und Verwandte, die in unregelmäßigen Abständen besucht wurden. Daher war es für sie nichts Ungewöhnliches, dass sie nicht alle ihre Stammverwandten bis dahin persönlich kennen gelernt hatte. Doch diese Tante war eine Kungwi. Das wusste sie aber zu diesem Zeitpunkt nicht. Auch wusste sie nicht, was der eigentliche Zweck der Reise war. Sogar ihr Vater war ahnungslos, denn die Swahili Kultur hat ihre eigenen Gesetzte und das Land der Peitschen, war ein Reich der Frauen, in dem die Herren der Schöpfung nichts zu suchen hatten. Ein Geheimnis zwischen allen Swahilifrauen in Kenia und Tansania, das seit 500 Jahren bestand und auszusterben drohte. Byushi und weitere 29 Mädchen im Alter zwischen dreizehn und fünfzehn Jahren, sollten die letzten Mädchen sein, denen sich die Pforten zum Land der Peitschen öffnen würden.
So begann Byushis Traum in dieser Nacht und die Eindrücke des Erlebten wirkten bis heute nach. Sie erinnerte sich noch gut daran, wie sie unbeschwert mit ihren Brüdern spielte, wenn sie aus der Schule kamen. Auch dass Sexualität bis dahin keine Rolle spielte und Aufklärung seitens der Mutter nicht stattfand, weil die Tradition der Swahilis dafür eine andere Institution kannte, das Frauencamp oder wie Biyushi es heute kannte, das Reich der Peitschen. So saß sie auf dem Bett und der Film in ihrem Kopf lief unaufhörlich weiter. Hamadi bekam von alledem nichts mit, auch die anderen Familienmitglieder schliefen ruhig, in dieser Nacht.
Byushis Mutter wusste was sie tat. Die Tante war in Wirklichkeit eine Freundin, eine Frau im Range einer Kungwi, eine Art Trainerin. Und sie packte gemäß des Brauchs nichts weiter als zwei Paar Khangas in eine kleine Reisetasche ein, die für ihre Freundin bestimmt waren, und reiste an einem Sonntagnachmittag im Juni 1984 mit Byushi in einem Matatu, dem üblichen Transportmittel von dem es unzählige in Kenia gibt, in Richtung Maziras ab. Von ihrem Wohnort in Mombasa lag die nächstgrößere Stadt Maziras nur eine Autostunde und 100 km entfernt. Von da aus fuhren sie weitere 50 km bis nach Kaloleni, das sie am frühen Abend erreichten. Sie fuhren direkt in ein am Stadtrand gelegenes Areal, das von weitem schon sehr imposant wirkte. Man sah ein sich weit ausladendes Makutidach über den Grundstücksmauern erheben. Neugierige, die es immer gab und die einen Blick hinein erhaschen wollten, hatten hier keine Chance. Die Eigentümerinnen verstanden es perfekt, diesen Ort zu schützen. Es musste ein sehr großes Gelände sein und Byushi fragte erstaunt: "Sind wir da?" "Ja", antwortete ihre Mutter und sie stiegen aus. Fast gleichzeitig hielt ein anderes Fahrzeug, aus dem zwei Mädchen mit ihren Müttern hervorkamen, um von anderen Frauen, die aus dem Haus herbeieilten, in Empfang genommen zu werden. Sie schienen nicht viel älter zu sein als Byushi selbst. Noch immer dachte Byushi sich nicht allzu viel dabei, auch wenn sie ihre Mutter gerne gefragt hätte, doch die hatte mit ihren Schuldgefühlen zu kämpfen, was sie sich allerdings nicht anmerken ließ.
Mwanakombo trat aus dem Haus, die Freundin von Byushis Mutter und schritt auf die beiden zu. Sie umarmten sich herzlich und Mwanakombo nahm die vier schicken Baumwollkhangas in Empfang. Außerdem, steckte ihr Byushis Mutter noch einen Geldbetrag, in Höhe von 800 Schilling zu. Dann verabschiedeten sie sich. Sie gab Byushi einen Kuss auf die Stirn und versprach ihr am darauffolgenden Sonntag wiederzukommen, um sie abzuholen.
Natürlich wusste keines der Mädchen, wozu das Gastgeschenk dienen sollte, doch erfuhren sie es noch am selben Abend. Im Haus angekommen, das inmitten eines sehr großen Gartens gelegen war, erschloss sich Byushi nach und nach eine eigene Welt. Der Lebensbereich der Kwungis und Nyakangas. Sie sah 29 weitere Mädchen, die jede ihre eigene Kwungi hatte. Sie sah Frauen, die damit beschäftigt waren das Essen zuzubereiten und von ihr keinerlei Notiz nahmen. Dass Haus selbst hatte 18 Zimmer und einen separaten Flügel, der durch eine Art Empfangshalle mit dem Hauptgebäude verbunden war. In diesem Flügel gab es weitere Räume, in denen die Oberinnen und ihre Kwungis wohnten. Dass Küchenpersonal war in einem separaten Gebäude untergebracht.
In der großen Halle versammelten sich nach Ankunft die Ankömmlinge mit ihren vermeintlichen Tanten, die keine waren. Auf einem erhöhten Podest saßen sechs ältere Frauen. Sie mussten 60 Jahre oder älter sein, das war für Byushi schwer zu sagen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wusste sie aber auch, dass dies kein normaler Verwandtenbesuch sein konnte, doch die Strenge der Atmosphäre und der Respekt vor ihrer Mutter ließen sie gehorchen. Was sie und die anderen Mädchen hier erwarten würde, war ihr unklar. Die Versammlung diente auch nur dem Zweck, den zugleich neugierig und ängstlich dreinschauenden Mädchen das Unbehagen zu nehmen, was schwer zu gelingen schien. Eine von sechs Oberinnen, den so genannten Nyakangas, die den höchsten Rang einnahmen, ergriff das Wort und sprach zu den Mädchen: "Dieser Ort hier wird Unyagoni genannt und ist für die nächsten sieben Tage euer Zuhause. Hier werdet ihr auf das Leben in der Ehe vorbereitet und sollt den Kwungis für die Dauer der kommenden Tage unbedingten Gehorsam leisten. Seit 500 Jahren kommen Mädchen, die in die Swahili Tradition hineingeboren werden hierher, um den Tanz des Msondo zu erlernen. Kein Mann hat diesen Ort jeher betreten und kein Mann darf davon erfahren. Das Ritual kann nur von den eigens dafür ausgebildeten Frauen, euren Kwungis, vollzogen werden. Nach Verlassen dieses Hauses ist es allen Mwaris zwar gestattet, über dass Erlebte zu sprechen, allerdings ausschließlich mit Frauen. Daran müsst ihr euch richten und nun wird man euch die Zimmer zeigen."
Damit hatte keines der Mädchen gerechnet, nicht einmal ihre Mütter hatten auch nur den Hauch einer Andeutung gemacht. Aber für Schuldzuweisungen blieb keine Zeit, denn schon drängten die Kwungis auf Gehorsam und nahmen sich ihrer Schützlinge an. Byushi folgte in Begleitung eines weiteren Mädchens mit deren Kwungi auf eines der Zimmer. Noch auf dem Weg dorthin, erklärte Mwanakombo zugleich den Sinn und Zwecks des Gastgeschenks von Byushis Mutter. "Ein Paar der Khangas verbleibt bei den Kwungis. Das andere Paar wird als Bezahlung an die Nyakanga übergeben. So ist es seit vielen Jahren Brauch in der Tradition und Überlieferung dieses Ortes. Die Oberinnen sind für die Organisation im Camp und die Aus- und Weiterbildung aller Kwungis verantwortlich und zumeist Frauen hohen Alters, denen man besondere Fähigkeiten und übernatürliche Kräfte nachsagt. Sie regieren diesen Ort mit nahezu militärischer Strenge und jede Zuwiderhandlung oder ein Abweichen des Rituals wird mit drastischen Strafen belegt. Kwungis können sich in bestimmten Ausnahmefällen durch Zahlung eines Geldbetrags an die Nykanga herauskaufen, beispielsweise wenn Mwaris nicht gehorsam sind, oder eine bestimmte Aufgabe verweigern."
Byushi litt an Nervosität und lauschte angespannt den Worten von Mwanakombo: "Alle Mädchen sind Mwaris, was soviel wie Teenager bedeutet und keine von euch wird vom morgigen Tag an während dieser Zeit hier mit Namen angesprochen werden, nur Mwari. Später essen wir gemeinsam in der großen Halle, dann erzähle ich dir den Ablauf des kommenden Tages, danach gehen alle Mwaris schlafen. Auch du, Byushi, denn morgen früh beginnt der Tag für uns um sieben Uhr."
So geschah es und während des Abendessens bereitete Mwanakombo ihren Schützling auf den bevorstehenden Tag vor. "Als erstes werde ich dich waschen, danach wirst du dich mit einem Khanga bekleiden, um deine Scham zu verdecken. Und zwar nur mit einem der Tücher, der Oberkörper muss unverhüllt bleiben."
Byushi wurde rot und untersuchte bei diesen Worten verlegen ihr Knie. Ihre Blicke senkten sich zu Boden, denn außer ihrer Mutter und ihren jüngeren Geschwistern gegenüber, hatte sie sich bis dahin niemals anderen gegenüber nackt gezeigt.
Mwanakombo fuhr fort: "Byushi, hörst du mir überhaupt zu?"
Byushi nickte verlegen.
"Gut, es ist wichtig, dass du verstehst, was von dir erwartet wird. Vertrau mir, und sei gehorsam sonst wird uns die Nyakanga bestrafen, das willst du doch nicht, oder?"
"Nein, aber ich habe Angst!", flüsterte sie ihrer Kwungi ins Ohr.
"Ich hatte auch Angst als ich so alt war wie du und hierher gebracht wurde Byushi, doch hinterher wirst du stolz sein, glaub es mir."
Dann schickte Mwanakombo ihre Schülerin auf ihr Zimmer und Byushi verbrachte eine unruhige Nacht. Am nächsten Morgen, die ersten Sonnenstrahlen fielen bereits ins Camp, kam Mwanakombo wie versprochen zu ihr und wusch ihren zarten Körper, der deutliche Anzeichen der Reifung vom Mädchen zur Frau, aufwies. Als Byushi mit 12 Jahren das erste Mal ihre Menstruation bekam, war sie davon völlig überrascht worden, denn weder ihre Mutter noch sonst irgendjemand aus der Familie half ihr, zu verstehen. So erzählte Byushi ihrer Kwungi, dass es ihre Klassenlehrerin war, der sie sich anvertraute. Sie kam aus Nairobi, hatte dort studiert und sich dann in Mombasa an einer Schule anstellen lassen. Aber sie kannte die Gepflogenheiten der Küstenbewohner nicht und musste in dieser Zeit außer Byushi noch einigen Mädchen, durch diese Erfahrung hindurch helfen. Es waren viele Teenager, die an sie herantraten, um dieses Thema zu Hause nicht ansprechen zu müssen.
Mwanakombo erklärte ihrem Schützling, dass man sich dafür schämte und dass Sexualität in den Familien nicht thematisiert wird, lieber schickt man die werdenden Frauen in dass Reich der Kikotopeitschen. Mwanakombo wusste das, doch haben diese Frauen ihren eigenen Stolz und pochten auf Einhaltung und Fortführung der Tradition. Wenn da nur nicht diese Peitschen wären, von denen ihre Kwungi sprach, dachte Byushi. "Warum Peitschen?" Bei dem Gedanken kehrte ihr Unwohlsein zurück, aber für weitere Fragen blieb keine Zeit mehr. Denn die Msondotrommeln riefen zum Tanz. Und während im Haus das langsame, klangreiche Schlagen der Trommeln zu vernehmen war, umwickelte Byushi ihre Hüften mit einem Khanga und folgte der Kwungi mit freiem Oberkörper zur großen Empfangshalle. Dort saßen die anderen Mädchen in der gleichen Aufmachung mit ihren Trainerinnen, während auf einem Podest, die Oberinnen den Ablauf überwachten. Die Wengis, so nannte man die Trommlerinnen, waren ausschließlich dafür vorgesehen, den Takt zu schlagen. Jede von ihnen bediente verschiedene Trommeln, die größte war die Msondotrommel, ähnlich wie eine Konga hatte sie eine Höhe von 1,20 m und verjüngte sich nach unten hin, besaß aber immer noch am unteren Ende einen Durchmesser von 40 cm und wurde mit einer Art Dreifuß im Gleichgewicht gehalten. Daneben gab es kleinere Zwillingstrommeln, die wie Bongos miteinander verbunden waren und mit Schlaghölzern, die vom Baum der Kokospalme angefertigt werden mussten, gespielt wurden. Es befand sich ein ganzes Ensemble von Trommeln in der Halle und dementsprechend viele Wengis, die alle gleichzeitig begannen, erst leise und dann lauter werdend, den Msondo zu schlagen.
Die Mwaris saßen auf dem Boden und beobachteten wie ihre Kwungis sich in der Mitte der Halle versammelten. Dann unterbrachen die Worte der ältesten Nyakanga, das Schlagen der Trommeln um den Mwaris mitzuteilen, dass der heutige Tag dazu da sei, den Kwungis beim Tanz zuzuschauen, denn ab morgen würden sie tanzen müssen. Sie sollten genau beobachten, wie sich ihre Lehrerinnen zum Takt bewegen. Dann machte sie eine Handbewegung als Startzeichen für die Trommlerinnen und der Tanz begann.
Die Kwungis waren komplett verhüllt, einen Khanga wickelten sie in Brüsthöhe um ihren Körper, dessen Ende die Beine bis zu den Knie bedeckte, darüber wurde ein weiteres, zu einer Art Gürtel zusammengefaltetes Tuch über die Hüfte geschlungen und auf einer Seite der Taille leicht abgesenkt. Es unterstrich dabei sehr erotisch die Flanken der Tänzerinnen. Mit kurzen Schritten und erhobenen Armen, die sich an den Händen wieder zu berühren schienen, tanzten sie langsam zum Takt, ihre Taillen waren unglaublich flexibel und die Hüften bewegten sich hin und her zum rhythmischen Bass der Msondotrommeln. Wie Limbotänzer konnten sie nahezu ihre Körper verbiegen und steigerten nach und nach, die Geschwindigkeit ihrer Bewegungen. Auch die Wengis schlugen ihre Instrumente in immer schneller werdenden Taktzahlen, während die tanzenden Frauen fast schon in Ekstase gerieten und dabei mit ihren Becken stoßende und zuckende Vorwärtsbewegungen ausführten, die eindeutiger nicht sein konnten. Ihre Kondition war unglaublich und flößten Byushi und den anderen Mädchen gehörigen Respekt ein. Die Kwungis tanzten den ganzen Tag, nur unterbrochen von einer Mittagspause und dem Abendessen bis Mitternacht und die Mwaris sahen Dinge, die sie so vorher noch nie gesehen hatten. Eine Kwungi tanzte zu einer fünf Meter entfernten Perlenkette, die auf dem Fußboden lag, unaufhörlich ihre Hüften schwingend, bewegte sie sich im Takt zu ihr hin und nahm sie mit dem Mund vom Boden auf, um sie an anderer Stelle wieder abzulegen. Eine weitere Tänzerin tanzte in einem, aus Rosenblättern geformten Kreis, der nicht größer als die Öffnung eines Eimers war, stundenlang auf der Stelle und schüttelte ihren Körper, sprang dabei leicht in die Höhe, immer wieder von stoßenden Zuckungen begleitet, die so typisch für diesen Tanz waren.
Gegen Ende des Tages, war Byushi tief beeindruckt und ängstlich zugleich. Ob sie das je erlernen würde, fragte sie sich. Mwanakombo sah sie an diesem Abend nicht mehr, sie hatte sich zurückgezogen.
Am zweiten Tag begann die Prozedur wie gewöhnlich, Byushi wurde von ihrer Kwungi gewaschen und nach Beendigung des Frühstücks gingen sie zur Halle. Etwas schien anders heute zu sein, denn nun sahen sie neben den Trommeln diese Peitschen liegen. Die Kikotos, aus Rinderhäuten gefertigte, 1,50 m lange gertenförmige Bestrafungsmittel, deren Verwendung Byushi zunächst aber noch mit den Msondotrommeln und dem Tanz in Verbindung brachte. Doch das sollte sich ändern. Die Trommeln wurden in Schwingungen versetzt und alle Mwaris begannen unter den strengen Blicken ihrer Oberinnen zu tanzen. Junge Mädchen, die nie zuvor solchen extremen Übungen unterworfen waren, versuchten, das Tags zuvor Gesehene zu kopieren, mit entsprechend minderem Erfolg. Einige von ihnen hatten mehr Musikalität und Talent als andere aufzubieten, doch bei weitem nicht die Flexibilität in ihren Hüften. Dazu schließlich war der lange Tag vorgesehen. Tanzen bis zum Umfallen und wenn nötig, auch mit Hilfe der Kikoto Peitschen. Sie lagen da, griffbereit, doch die Nyakangas waren schlau und ließen sie am zweiten Tag noch unberührt. Die Psychologie und das wussten sie, würde ihr Übriges tun. Es führte einfach kein Weg am Einsatz der Peitsche vorbei, nur heute noch nicht. Währenddessen tanzten die Mwaris unter Anleitung ihrer Kwungis ohne Unterbrechung weiter. Manchen von Ihnen wurde physische Hilfestellung gewährt und ihre Trainerinnen umfassten sie an den Hüften, um den Bewegungsablauf mit ihren Händen nachzuahmen. Sie mussten flexibler um die Taille werden, viel flexibler.
Auch Byushi hatte Schwierigkeiten und ergriff die Gelegenheit Mwanakombo in der Mittagspause etwas zu fragen: "Wozu sind die Peitschen da, Mwanakombo?"
"Sei still und frag nicht, konzentriere dich ganz allein auf den Tanz und bewege dich."
"Aber ich kann mich kaum noch bewegen, meine Füße tun weh und ich bin müde."
Mwanakombo schaute sie an und sagte: "Das ist erst der Anfang, eine gute Mwari beklagt sich nicht." Außerdem wird es dir dein zukünftiger Ehemann einmal danken. Komm, wir müssen zurück, hörst du die Trommeln rufen?"
So tanzte sie durch diesen langen Tag und ihre Kwungi lehrte sie die Bedeutung der einzelnen Bewegungsabläufe, Rhythmusgefühl und Ausdrucksweise des Msondo. Auch der Abend verging und Byushi fiel erschöpft ins Bett. Sie hatte nicht mal mehr Lust, mit Tatu, mit der sie sich das Zimmer teilte, zu sprechen. Byushi schlief sofort ein. Doch zuvor erzählte Mwanakombo ihr noch, dass sie später einmal auf Hochzeiten diesen Tanz sehen, oder ihn selbst praktizieren werden. Hochzeiten zu denen übrigens Frauen und Männer getrennt feiern. Nach festgelegten Regeln wird über mehrere Tage gefeiert. Ein Tag gilt den Frauen, der Tag der eigentlichen Hochzeit an dem das Brautpaar anwesend ist und einen Tag, der ganz allein für die Männer der Gesellschaft vorbehalten war. Aber es sind immer Frauen, denen dieser Tanz vorgeführt wird. Männer bekommen ihn höchstens privat zu Gesicht, denn er gilt als äußerst schmutzig und dient außer der eigenen Befriedigung dazu, den Ehemann auf besondere Weise sexuell zu erregen.
Byushis erwachte am nächsten Morgen mit einem gehörigen Muskelkater und teilte sich dieses Schicksal mit den anderen Mädchen. Doch auch am dritten Tag begann der Ablauf aufs Neue. Mwanakombo wusch und bekleidete sie, um anschließend mit ihr zu frühstücken. Danach folgten sie dem erneuten Ruf der Trommeln.
Sie begannen zu tanzen und die Kwungis griffen gemeinsam nach ihren Kikotos und schlugen die Mädchen auf ihre Rücken, dabei riefen die Oberinnen mehrmals: "Ihr müsst eure Hüften bewegen, die Taillen sollen geschmeidiger werden, tanzen sollt ihr." Die Mädchen verzogen schmerzverzerrt ihre Gesichter, doch sie tanzten weiter wie ihnen befohlen wurde. Auch Byushi wurde geschlagen und sie begann mit den Trommeln zu fühlen und versank im Takt, den die Wengis anschlugen. Doch es half nicht. Ihr Becken wollte einfach nicht geschmeidig werden, und ihre Füße wiesen Blasen an den Sohlen auf. Nun wusste sie, wozu die Peitschen gebraucht wurden und fühlte sich hilflos und der Ohnmacht nahe. Allein dass Pausenzeichen zum Mittagessen verschaffte ihr und den anderen Mädchen eine Stunde Erholung. Ihre Rückenpartien waren gezeichnet und die Rötungen auf ihrer Haut waren unübersehbar. Während sie aßen, eilten Helferinnen herbei und salbten ihre Blessuren. Die Kwungis indessen, sprachen kein Wort und überwachten die Einhaltung der Pausenzeit. Sie wussten, dass die Mwaris nun gewarnt sein würden, gleichzeitig aber auch noch größere Anstrengungen unternehmen sollten, den Anweisungen ihrer Lehrerinnen präzise Folge zu leisten. Seit Jahrhunderten hatte die Kikoto ihre Wirkung nicht verfehlt und man kannte den Effekt des Adrenalinschubs und der Schmerzunterdrückung, die damit einherging. Sicher wusste man auch, das sich dieser Effekt nicht gleich beim erstmaligen Gebrauch der Peitschen einstellen würde.
Byushi fühlte ein Brennen und Stechen auf ihrer Haut, als eine der Frauen ihr mit einem Bündel Miraa über die Wunden strich. Diese kokaähnliche Pflanze, deren Stängel mit ihren jungen und zarten Blättern einen rötlichen Saft abgaben, linderte den Schmerz erstaunlich schnell. Buyshi war dankbar dafür und hoffte insgeheim darauf, dass ihr für den Rest des Tages die Hiebe erspart bleiben würden. Als sie das Essen beendet hatten gingen sie in die Halle zurück und lernten, wie man sich tanzend den Perlenketten nähert ohne dabei aus dem Takt zu geraten. Die Kwungis lehrten ihnen nach und nach ihre Körper zu dehnen, um auch in der Hocke noch zum Rhythmus der Msondotommeln die passenden Bewegungen richtig nachvollziehen zu können. Beim Versuch, die Kette mit dem Mund aufzugreifen, fielen die Mädchen kopfüber nach vorne auf den Boden und wurden abermals geschlagen. Diesmal trafen die Peitschenhiebe ihre Oberschenkel und Gesäßpartien. Ein, zwei Schläge und dass schnalzende Geräusch der Kikotos vermischte sich mit den wimmernden Lauten der Mwaris, zu einem leidvollen Singsang. "Ihr müsst im Gleichgewicht bleiben", rief eine der Ältesten. "Öffnet eure Fußstellung um euren Oberkörper zu stabilisieren, sonst werdet ihr immer wieder fallen." Die Kwungis führten die Mädchen in ihre Ausgangsposition zurück und wiesen sie an, abermals zu beginnen. Schon längst hatten die Mwaris ihre Scham, mit freiem Oberkörper tanzen zu müssen, abgelegt. Sie tanzten, nur von Essenspausen unterbrochen, stundenlang zum Klang der Trommeln. Für heute blieben ihnen weitere Peinigungen durch die Peitschen erspart und spät in der Nacht pflegte Mwanakombo die Wunden ihrer Schülerin mit Verbänden, die mit dem Saft der Miraapflanze getränkt waren.
Byushi schlief dabei völlig erschöpft ein und Mwanakombo vollbrachte ihr Werk, überzog sie zum Schutz mit einer leichten Baumwolldecke und streichelte ihr zum Abschied über den Kopf. Dann ging auch sie schlafen.
So vollzogen die Kwungis in den folgenden Tagen, unter den Augen der Oberinnen die immergleiche Prozedur und scheuten sich nicht, von den Kikotos Gebrauch zu machen, wenn sie es für angebracht hielten. Sie schlugen die Mädchen nie zweimal auf die gleiche Stelle ihrer Körper, immer suchten sie sich unverletzte Stellen aus. Mal waren es die Hände, die nicht so wollten, wie man es von ihnen erwartete oder die Beine der Mädchen. Oft aber trafen die Peitschen ihre Hüften oder den Rücken und verfehlten ihre Wirkung keineswegs. Mit zunehmender Zeit bekamen die Mwaris mehr und mehr Routine in der Ausübung des Msondo. Damit verringerte sich auch der Einsatz der Kikotos, was zur allgemeinen Erleichterung beitrug.
Andererseits würden diese Tage den Mädchen auf ewig in Erinnerung bleiben und so fühlte sich Byushi in ihren Empfindungen zweigeteilt und dachte das erste Mal während ihres Aufenthalts hier wieder an ihre Mutter. Wie konnte sie ihr das antun, sprach Byushi in Gedanken zu sich selbst und verspürte plötzlich die Sehnsucht nach Hause zu fahren.
Aber noch standen Byushi und den Mädchen zwei entscheidende Aufgaben bevor und Mwanakombo rief nach ihr: "Mwari?"
"Ich bin hier in der Küche", antwortete Byushi.
Das letzte Essen am Vorabend zum Sonntag wurde gerade zubereitet und die Kwungi hatte Byushi etwas Bedeutsames mitzuteilen. "Hör bedachtsam zu Mwari, heute wirst du gemeinsam mit den anderen Mädchen zum letzten Mal den Msondo proben."
Byushi unterbrach neugierig geworden ihre Kwungi. "Und dann?"
"Dann bereiten wir uns für die Aufführung der Feierlichkeiten vor, die morgen früh stattfinden werden."
"Feierlichkeiten?"
"Ja und du entscheidest jetzt, ob du morgen mit freiem Oberkörper tanzen willst, denn zum Fest sind ehemalige Mwaris eingeladen um dem Tanz des Msondo beizuwohnen. Außerdem wird die Nyakanga deine Unschuld prüfen. Wenn du dich verhüllen willst, muss ich den Oberinnen einen Geldbetrag als Strafe bezahlen, aber das ist die einzige Möglichkeit, den Gehorsam dieses Mal zu verweigern."
Byushi stutzte und Mwanakombo bemerkte die Verwunderung in ihrem Gesicht. "Was ist denn?", sprach sie und Byushi wollte von ihr ohne Umschweife wissen, was es mit der Unschuldsprüfung auf sich hatte. "Das erfährst du noch früh genug!"
Mwanakombo sah den ängstlichen Blick in Byushis Augen während das rhythmische Schlagen der Trommeln ihre Unterhaltung unterbrach.
So blieb diese Frage unbeantwortet und Byushi und die anderen Mädchen tanzten an diesem Abend zum vorletzten Mal. Sie hatten den Msondo erlernt und die Mädchen waren trotz der Züchtigung durch die Kikotos, stolz auf das Erreichte. Sie waren nun in der Lage, ausdauernd zu tanzen und bewegten ihre Hüften geschmeidiger denn je. Wahre Energiebündel schienen aus ihnen geworden zu sein, wenn man sie tanzen sah. Die Nykangas blickten zufrieden drein, hatten sie es doch wieder einmal geschafft und den Mwaris beigebracht, ihren zukünftigen Ehemännern beim Liebesspiel eine gehörige Portion an Sinnesfreuden zu bescheren. Die ungeheure Beweglichkeit, Ausdauer und erotische Ausstrahlung die der Msondo mit sich brachte, entfachte völlig neue Körpergefühle bei den Mädchen, wovon sie und ihre Männer ein Leben lang profitieren würden.
Doch waren die Mädchen tatsächlich alle noch Jungfrauen? Hatten sie wirklich keinerlei sexuelle Erfahrungen mit Männern gehabt? Immerhin gab es 15-jährige Mädchen hier, die großgewachsen und bildhübsch auch leicht auf 19, 20 Jahre hätten geschätzt werden können. Die Oberinnen würden es herausfinden und der letzte Tag brach an.
Geschäftiges Treiben war in der Küche zu vernehmen und schon sehr früh wurde damit begonnen, das Essen für 160 Frauen vorzubereiten. Ehemalige Mwaris, wurden standesgemäß zum Abschlussfest der Neuen eingeladen. So kam immer eine stattliche Anzahl an Zuschauerrinnen zusammen, um mit den Mädchen und ihren Lehrerinnen dass Msondofest zu feiern.
Byushi entschloss sich wider Erwarten dazu, den Tanz verhüllt aufzuführen und teilte ihrer Kwungi diese Entscheidung am Sonntagmorgen mit. Ihre Wunden am Rücken und an den Beinen, waren nicht vollständig verheilt und ihr Stolz ließ es nicht zu, sich so in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch ihre Mutter würde anwesend sein, was sie zusätzlich in ihrer Meinung bestärkte. Mwanakombo zahlte also einen geringen Betrag an die älteste Nyakanga, kehrte zu Byushi zurück und wusch sie abermals, um ihr danach beide Khangas ordnungsgemäß um ihren Körper zu drapieren.
Der Platz vor dem Haus war bereits gut besucht. Matten, auf denen die Speisen Platz fanden, waren ausgebreitet. Dort saßen Mütter der Mädchen, ehemalige Mwaris und Teilnehmerinnen in einem großen Kreis zusammen und warteten darauf dass der Msondo begann. Im Hintergrund trommelten die Wengis leise und sicher ihren Rhythmus. Auch Byushi trat aus dem Haus hervor und eilte zu ihrer Mutter, die sie mit Tränen in den Augen begrüßte. Sie flüsterte ihr ins Ohr: "Buyshi mein Liebling, verzeih mir, aber die Tradition verlangt es nun mal von uns. Ich bin so stolz auf dich." Sie umarmten sich und Byushi weinte mit ihr. Dann stoppten die Klänge der Trommeln abrupt und die älteste Nyakanga erhob sich und schritt zur Mitte des Platzes. "Ich bitte nun alle Mwaris zu mir zu kommen." Gleichzeitig eilten zwei Küchenhelferinnen mit einem Topf herbei, stellten ihn auf ein Gestell und entfachten ein Feuer darunter. Sie übergaben der Nyakanga einen Schöpflöffel. Die Mwaris standen in einer Reihe nebeneinander, als die Älteste zu ihnen sprach: "Streckt euren rechten Arm aus und öffnet eure Handflächen." Die Mädchen und alle Anwesenden wussten was nun geschah. Die vorletzte Prüfung stand bevor, der Jungfrauentest.
In dem Topf befand sich kochendheißes Ugali, eine feste Speise, die aus Maismehl zubereitet wurde und durch das Feuer darunter nicht so schnell abkühlen konnte. Das war bezweckt, denn den Mädchen würde gleich ein faustgroßes Stück in die Hand gelegt werden und nur dann Verbrennungen aufweisen, wenn sie ihre Jungfräulichkeit nicht mehr besäßen. So war es Sitte seit fünf Jahrhunderten im Reich, der Kikotos. Keine ahnte zu diesem Zeitpunkt allerdings, dass sich das Ritual der Mwaris heute zum letzten Male ereignen würde. Die Naykanga, löffelte immer wieder ein Stück aus dem Topf und legte nacheinander den Mädchen je einen Kloß auf die Hand.
Byushi war an vierter Stelle an der Reihe und die anderen Mädchen vor ihr hielten den Brocken für einige Sekunden in ihrer Hand, sie verzogen vor Schmerz ihr Gesicht zwar, hatten aber tatsächlich keine Verbrennungen erlangt. Von den 30 Mädchen gab es nur eine Mwari, die sich verbrannte und den Happen Ugali keine drei Sekunden in der Hand halten konnte. Es war nicht Byushi, sie bestand den Test mit Bravour und konnte sich ihrer sicher sein. Sie hatte Dank der Kikotos gelernt, mit Schmerzen umzugehen. Frauen haben stark zu sein und sie müssen mehr Schmerzen im Leben ertragen, als irgendein Mann. Sie sind einfach von Natur aus bedeutend und Byushi fühlte sich auf einmal sehr selbstbewusst.
Der Tanz des Msondo konnte beginnen und die Mwaris zeigten, was sie in den letzten sieben Tagen gelernt hatten. Ihre perfekten Bewegungen und ausdrucksstarken Gesten, die sie zu den Rhythmen der Trommeln zeigten, waren fesselnd und erregend zugleich. Sie tanzten drei lange Stunden und ihre Ausdauer schien grenzenlos zu sein. Gegen Mittag endete das Fest und die Mütter verließen mit ihren Töchtern dass Camp, um die Heimreise anzutreten. Als sie zu Hause ankamen, nahm ihr Vater sie in den Arm und fragte ahnungslos: "Byushi, hat es dir bei deiner Tante gefallen? Erzähl mir von ihr."
Doch Byushis Mutter fuhr dazwischen und sagte nur: "Lass sie sich ausruhen, Byushi ist müde von der Reise."
Die Tränen seiner Tochter entgingen ihm und das Mädchen verschwand in ihr Zimmer und weinte still ins Kissen. Dann schlief sie vor Erschöpfung ein.
Als sie erwachte, spürte sie einen Schmerz. Als sie auf die Seite blickte sah sie Hamadi, ihren Ehemann liegen. Er schien immer noch tief und fest zu schlafen. Sie schwitzte und wischte sich die Schweißperlen von der Stirn.... in dieser ohnehin heißen kenianischen Sommernacht.

Anmerkung des Autors:
Heute leben in Kenia noch 13 Nyakangas im Alter zwischen 80 und 95 Jahren. Die Tradition und der Brauch, Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren in deren Hände zu geben, um den Msondo zu erlernen, wurde 1984 zum letzten Mal vollzogen. Aufgrund der Berichte der Mädchen und den damit verbundenen Qualen der Kikotopeitschen (die in manchen Familien heute noch zur Bestrafung ihrer Kinder verwendet wird), wurde auf Anregungen der verschiedensten Frauengruppen an der Küste Kenias, mit der Fortführung dieser Tradition gebrochen. Der Msondo ist ein Fruchtbarkeitstanz, der nach wie vor auf Hochzeiten nur Frauen gezeigt werden darf. Männer haben diesen Tanz bis zum heutigen Tag nie vollständig zu Gesicht bekommen.




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Eingereicht am 01. Juli 2004.
Herzlichen Dank an den Autor / die Autorin.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors / der Autorin.
Erzähl mir was von Afrika. Band 1. Dr. Ronald Henss Verlag   ISBN 3-9809336-2-8  ca. 150 Seiten   8,90 Euro.




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