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Eine Entdeckung mit Hindernissen

©  Sebastian Kottke


I
"Ich habe es gefunden, Jack!" sprach eine junge Archäologin.
Es ist stickig heiß. Die Sonne knallt mit ihrer unbarmherzigen Hitze auf den Boden und so wird der weiche Sand zu einer kochenden Fußheizung. Bei diesen Temperaturen darf man auf keinen Fall ohne Schuhe das gekühlte Schutzzelt verlassen. Nur in diesem rettenden Zelt sind die Temperaturen einigermaßen aushaltend, das heißt sie liegen bei achtzehn bis zweiundzwanzig Grad, während die Außentemperaturen bei vierzig Grad Celsius liegen. Hier sind wir in Ägypten, an der westöstlichen Grenze von Afrika.
Im großen Tal der Könige, irgendwo versteckt im Land der Pyramiden Ägypten, laufen zur Zeit Ausgrabungen. Einige Menschen, meist schwarze, schreien auf "Ich habe etwas entdeckt" und die anderen Arbeiter kommen angerannt, um sich den großen Fund anzusehen, erkennen aber, dass es doch kein großer Fund ist und dann kehren sie enttäuscht zu ihrem alten Arbeitsplatz zurück. Sie arbeiten mit Hacken, Pinseln und einige notieren die größten der Funde, die Gewichte von den Funden und man zeichnet die Dinge ab, die man gefunden hat. Da sind Künstler am Werk, Mathematiker, Forscher und Archäologen. Unsere Reise treibt uns durch das Tal der Könige, entlang dem Nil bis hin nach Kairo, Ägyptens großartiger Hauptstadt. Wir sehen ein Museum, zwei Sphinxe vor einem gläsernen Eingangstor und das schöne Museum, dass die Form einer riesigen gläsernen Pyramide hat, verschrieben der Mumienforschung bietet einen wunderschönen Anblick. Kairo, die Stadt der ägyptischen Träume. In den Überlieferungen steht in Papyrus- Schriftrollen steht geschrieben, dass die Erbauer der Stadt ihre Träume erfüllen wollten und Kairo frei ihren Wünschen nach erschufen. Vor dem Museum stehen fünf Personen. Vier Archäologen, zwei Männer und zwei Frauen, und ein vornehm gekleideter Kurator. Der Kurator hieß Marc, während die Männer Jack und Mait hießen und die beiden Frauen Milane und Sarah. Jack war ein großer Mann, vielleicht hatte er eine Größe von einem Meter achtzig und er trug kurze Haare, die eine tiefschwarze Färbung hatten. Alle vier waren fünfundzwanzig Jahre alt und trugen dasselbe, hellbraune Archäologendress. Milane hatte hellblaue Haare, Mait trug dunkelbraune Haare und Sarah hatte schulterlange blonde Haare. Die von Milane gingen nur bis zum Hals und Maliks waren genauso kurz wie die von Jack. Der Kurator Marc hingegen trug einen dunkelbraunen Anzug, mit einem weißen Hemd und einer dunkelblauen Krawatte. Er hatte schwarze Lackschuhe an, während die vier jungen Archäologen, dunkelbraune Sandalen trugen.
" Wir haben etwas entdeckt, in den Gewölben des Tempels Summperson. Wir nehmen an, dass es der Eingang zum Tempel des Horts ist. Sie kennen sich doch mit so etwas aus, wollen sie uns denn nicht begleiten? " sprach Milane zu Marc.
" Heute habe ich leider keine Zeit. Aber morgen, wann haben sie da Zeit? " Sprach der Kurator des Museums. Er war sehr interessiert an diesem Fall, als würde er etwas über den Tempel des Horus wissen, was er den Vieren aber nicht verraten wollte.
" Morgen haben wir ab um Neun am Tempel Summerson zu tun. Vorher steht Papierkram an. Sie wissen ja sicherlich, wie so etwas ist, oder Marc? " warf Jack ein und nahm damit Milane die Worte aus dem Mund.
" Ja, natürlich kenn ich dieses Gefühl. Als treffen wir uns morgen am Tempel " sprach Marc und mit diesem abschließenden Satz verabschiedete er sich von den Vieren.
Er ging in das Museum und lief dort einen kurzen Gang hinunter, bis er vor einer Marmortreppe stand. Auf dieser stand ein Mann, umhüllt von schwarzen Leinentüchern und sein Kopf war von einer Kapuze verdeckt, sodass man nur den Mund und ein Stückchen Haut erkennen kann. Die Haut hatte eine helle, schwach rötliche Färbung und die Zähne im kleinen Mund der Kreatur hatten eine eklige gelbe Färbung. Die Kreatur lächelte und begann mit einer grauenhaften Stimme zu sprechen. " Marc, hast du unsere Falle zuschnappen lassen? Morgen ist der Tag der Prophezeiung. Erinnerst du dich? " Die Kreatur erhob ihren Arm aus der Kutte und an den Fingern waren lange, schwarze Fingernägel. Sie streckte den Arm in Richtung Schriftrollen-Schrank aus und mit Hilfe von Telekinese öffnete sich die schwarze Tür mit dem goldenen Schloss. Eine Papyrusrolle flog aus dem Schrank direkt in die ausgestreckte Hand der Kreatur. Die Gestalt ließ mit Hilfe von unheimlicher Zauberkraft die Schriftrolle schweben und las vor.
" Jedes Jahr am ersten August erwacht das böse im Tempel des Horus. Unheimliche Geister werden sich ein Opfer suchen, dass die Wiedergeburt eines alten Cyborgs wird. Dieses Jahr werden zwei Cyborgs geschaffen, uns zwar die Cyborgs Metallic und Cyberia. " sprach das merkwürdige Wesen und er löste sich in rotem Qualm auf, während es die Marmortreppe hinuntertrat.
"Jawohl, mein verehrter Meister." antwortete Marc mit traurigem Blick.
Er lief die Marmortreppe hinauf und trat in sein Büro. Dort setzte er sich auf einen Stuhl und begann in Büchern über Ägypten eifrig nach Informationen über den Tempel des Horus nachzuschlagen. Er fand interessante Informationen über ein altes grauenhaftes Ritual, dass jedes Jahr am ersten August durchgeführt wird. Dabei wird der menschliche Körper eines Menschen mit einem verfluchten Dolch getötet und mit Hilfe eines Fluches wird der Tote in einen Cyborg verwandelt. In der Nacht zum ersten August geschieht ein Erdbeben. Als würden göttliche Mächte versuchen das Ritual zu verhindern. Marc schlug die Bücher zu und blickte aus dem Fenster. Wie konnte nur ein so viel versprechender junger Kurator, das Gute auf so fiese Art und Weise verraten, dass er gleich dazu auserwählt wird, zwei Freunde von ihm, in blutrünstige Cyborgs zu verwandeln?
Während dies im Museum von Kairo geschah, machten sich die vier Archäologen wieder auf den Weg, auf dem Weg zum Tempel Summerson. Morgen war es soweit, morgen war der erste August. Sie sprachen auf dem Weg über den Tempel.
" Wieso heißt der Tempel eigentlich Tempel des Horus und wieso hat man einen geheimen Tempel unter einem Tempel erbaut? " fragte Sarah. Die anderen drei stellten Vermutungen auf.
" Vielleicht wurde dort der Gott Horus verehrt und man wollte den Tempel vor anderen geheim halten. Wir fanden den Eingang zu dem unterirdischen Tempel ja auch schwierig." sprach Maik und beantwortete damit gleich beide Fragen von Sarah. Das waren allerdings nur Vermutungen, genau sagen kann eigentlich keiner, warum es einen Tempel unter einem Tempel gab und warum man dem Tempel den Namen: Tempel des Horus gab. Die Vermutung von Maik war in diesem Punkt sehr logisch.
II
Die vier waren nach einer zehnminütigen Wanderung durch das Tal der Könige an einem abgelegenen Ort angekommen. Dieser Ort lag irgendwo hinter dem Sonnentempel des Ra. Vor ihnen erstreckte sich eine riesige grüne Fläche. Hier und da wuchsen sogar ein paar Palmen. Ein kleiner See rundete das Bild wunderbar ab. Ein großer Tempel stand inmitten all dem Grün und erhob sich majestätisch über die Palmen. Das war er. Der Sommertempel Summerson. Diese kleine Oase mitten in der Wüste war ein wirklich ungewöhnlicher Anblick. Sie betraten den Rasen und kühlten sich ein wenig mit dem angenehm kühlen Wasser des Sees ab, indem sie ihre Hände zu einem kleinen Korb zusammenhielten, diesen ins Wasser hielten und sich das kühle Wasser ins Gesicht spritzten. Das war schon toll, wenn das Wasser nur ungefähr zehn Grad hatte und es draußen eine Temperatur von mehr als vierzig Grad Celsius gibt. Sie gingen einen sandigen Weg, der Schlangenlinien hatte, entlang
und traten dann durch eine riesige steinerne Tür, die mit goldenen Hieroglyphen geschmückt war. Der Stein der Tür war schwarzes Marmor. Die Säulen, die links und rechts des Eingangstores standen, waren aus altem, verfallenen, gelben Stein. Es erweckte fast den Eindruck, als wäre das Eingangstor vor kurzem erst ausgewechselt worden.
In dem Raum, indem sie sich jetzt befanden, war es ungewöhnlich kalt.
"Der steinerne Tempel muss die Wärme auffangen und ignorieren. Andernfalls wäre es hier drinnen viel wärmer!" sprach Milane zu den anderen. Tatsächlich war es in dem Tempelsaal nur wenige Grade über Null. In der Mitte des Saales stand ein Podest, auf dem eine zerbrochene Kristallkugel lag, die vollkommen verstaubt war. An den schwarzen Wänden fand man ebenfalls goldene Hieroglyphen vor. An der Wand, die genau gegenüber der Tür lag, hang ein riesiges, goldenes Schild
worauf eine große Sonne abgebildet war. Das war der Tempel von Summerson. Sie liefen durch den Tempel und sahen sich ein wenig die Hieroglyphen an, bevor sie vor einer blutroten Steintür standen. Das war der Eingang zum Tempel des Horus. Der Eingang war mit goldenen Ketten verschlossen und in Hieroglyphen über dem Tor stand geschrieben: " Der Tempel des Horus ist eine geweihte Stätte. Niemand darf ihn betreten. Nur am ersten August des Jahres öffnet sich das Tor. " Nachdem sie die schwarzen Hieroglyphen über dem Tor als altägyptische Sprache identifizierten, verließen sie den Saal wieder. Sie verließen den Tempel von Summerson.
Sie machten sich auf den Weg in ihr Zelt. Es war gelb und hatte schwarze Vorhänge. In ihm war Platz für mehr als sechs Mann, doch durch das viele Zeug, dass die Vier Archäologen beihatten, passten auch sie kaum in das Sechs-Mann-Zelt. Inzwischen war es zehn Uhr abends und die Archäologen schlafen bereits. Es ist dunkel geworden in Ägypten und die Temperaturen rasten blitzschnell von vierzig auf zehn Grad Celsius herunter. In der Nacht ist man froh, dass man ein wärmespeicherndes Zelt hat. Doch plötzlich begann die Erde zu rütteln, schrecklich zu rütteln. Alles begann zu wackeln, Rücksäcke stürzten um und die vier Träumenden, wurden grauenvoll aus ihren Schlaf gerissen. Sie erlebten ein Erdbeben mit, dass Erdbeben, von dem in der Prophezeiung die Rede ist. Am Tempel von Summerson, in der Oase in der Wüste, fiel einiger Staub von den Steinen und einige Vasen stürzten um, doch sonst blieb alles so wie es war.
Am Morgen nach dem Erdbeben, es war der erste August, gingen die Vier ins Büro und unterzeichneten einige Dokumente. Wer denkt, Archäologen sind nur an Ausgrabungen tätig, der irrt sich gewaltig. Nun war es dreiviertel Neun in der Frühe. Nachdem sie den Papierkram erledigten, genossen die Vier ein ausgiebiges Frühstück mit Wurst, Käse, Müsli, Milch und Kaffee. Das war hier nichts ungewöhnliches, denn das Tal der Könige liegt nahe einem Lebensmittelgeschäft. Nachdem sie ihr Frühstück genossen, machten sich die Vier auf zum Tempel. Dort wartete der Kurator Marc bereits auf Sie. Er trug eine lange Hose und ein kurzes hellblaues T-Shirt.
" Guten Morgen. Na, bereit für ein neues Abenteuer? " grüßte er höflich.
" Ja, nur wie wollen wir in den Tempel hineinkommen? Er ist mit Ketten versperrt?" sprach Jack.
" Lass das mal meine Sorge sein und nun kommt! " sprach der Kurator. Die Fünf betraten den Raum, den Tempel von Summerson und sofort beäugte Marc die zerbrochene Kristallkugel auf dem Podest in der Mitte des Tempels. " Das ist eine antike Kristallkugel, vielleicht 700 vor Christus." sprach er.
" Dieses zerbrochene Ding hielten wir für wertlos, sonst hätten wir es unserem Ausgrabungsleiter erzählt " sprach Maik.
" Es ist keineswegs wertlos. " sprach Marc " doch gehen wir weiter ". Man merkte, dass Marc etwas wußte, was er den Anderen vorenthalten wollte. Er schweifte schnell vom Thema ab-
" Sie schweifen aber wirklich schnell vom Thema ab, Herr Kurator. Wieso das? " fragte Sarah.
" Ich sehe es mir später genauer an. Jetzt haben wir keine Zeit dafür! " sprach der Kurtor hastig.
Nun gingen die Vier weiter. Immer wieder blickte Marc auf die Kugel auf dem Podest zurück, Jack fiel dies auf, doch er sagte nichts.
Nun standen sie endlich vor dem verketteten Tor. Marc blieb vollkommen unberührt. Er schien das zu kennen. Marc murmelte einige Worte und plötzlich zerbrachen die Ketten, nachdem Marc sie mit seiner Hand 'streichelte'. Sie prasselten mit einem lauten Knall auf den Boden. Das Tor öffnete sich und ein Lichtschwall kamen ihnen entgegen, sodass sie sich wegdrehten, um nicht geblendet zu werden, von dem grellen, weißen Licht. Sie betraten den Raum und bekamen einen großen Schock. Dies war ein Opfertempel. Überall standen Folterwerkzeuge und in einer Ecke fand man sogar Knochen, die unterhalb einer verrußten Kette auf einem Haufen lagen. In der Mitte des Saales fand man ein umgedrehtes schwarzes Kreuz vor, an einem Altar angebracht. Auf dem Altar lag eine Mumie, die die Form einer riesigen Schlange hatte. In einer anderen Ecke stand eine Figur, die aussah, wie das Wesen, dem der Kurator im Museum begegnet ist und tatsächlich, das war sogar das Wesen, nur bewegte es sich nicht. Die Wände hatten eine tiefschwarze Färbung und nur Fackeln an den Wänden erhellten den Saal. Blutrote Schriftzeichen fand man an den Wänden vor .Der Kurator bewegte sich auf den Altar zu und sah sich die eingehüllte Riesenschlange an. Sie lag zusammengerollt da, nur der Kopf blickte nach obern, wie bei einer Kobra, die sich zum Angriff bereit machte. Auf dem Boden des Tempels stand eine kleine Truhe, die mit einem Schlüsselloch versehen war, dass die Form eines Krokodilmauls hatte. Ein verrosteter Schlüssel steckte noch im Schlüsselloch. Aus purer Neugier drehte Marc den Schlüssel um und öffnete damit die Truhe. Der Deckel klappte hoch und grüner Nebel schoß heraus, direkt in Marcs Gesicht. Er begann fürchterlich zu husten. Er hörte Stimmen in seinem Kopf, die sprachen: " Das ist der Fluch! "
Jack und Milane versuchten ihm zu helfen und sprachen beruhigend auf ihn ein. Sie gerieten in Panik und wollten aus dem Tempel rennen, doch das Tor war zugefallen und nun waren sie im Tempel des Horus gefangen. Sarah begann in der Truhe zu suchen, doch sie fand nur einen kleinen Berg Schriftrollen und eine Urne, deren Deckel einen Schlangenkopf darstellte. Inzwischen hatte der Nebel Marc vollkommen eingehüllt. Er schrie vor Schmerzen und seine Haut begann zu zerfallen. Sarah öffnete die Urne und fand weißes Pulver in ihr. Sie dachte: " Er wird sterben, wenn ich es nicht versuche." und sie schüttete ein wenig von dem Pulver in ihre Hand. Sie sprach zu den Anderen : " Tretet beiseite. " und die anderen machten den Weg für Sarah frei. Sarah holte tief Luft und pustete dann Marc das weiße Pulver ins Gesicht. In diesem Augenblick, erwachte die mumifizierte Schlange und schlängelte sich vom Altar. Sie bewegte sich auf den am Boden liegenden Marc zu. Der Nebel hatte sich inzwischen aufgelöst. Marc stand auf und entdeckte die Schlange, die immer schneller wurde. " Vorsicht! " schrie er und die anderen erschraken. Sie sprangen schnell zur Seite, doch Marc konnte sich nicht mehr retten. Er wurde von der Schlange gebissen, fiel zu Boden und wurde dann von der Riesenschlange verschlungen. Ohne auf die anderen vier zu achten, schlängelte sie sich zurück auf das Podest und nahm wieder ihre Kordelform an. Sie leuchtete grün, aber erstarrte dann. Die vier begannen zu weinen. Als die erste Träne von Sarah auf den Boden prallte, in diesem Moment erwachte die Kreatur in der Ecke. Sie öffnete ihre Augen und sprengte die Leinentücher weg. Sie flogen überall im Raum herum und fielen dann mit einem dumpfen Knall auf den Boden. Unter den Tüchern befand sich eine orangene Robe und das Wesen hatte einen blauen Umhang an. Es trug eine Kette, welche die Form eines feuerroten Dreizackes hatte. Sarah ließ die Urne vor Schreck fallen, doch das Wesen verlängerte seinen verfalteten Arm und fing die Urne auf. Ein wenig weißes Pulver, dass beim Fallen herausfiel, fing es ebenfalls auf und tat es zurück in die Urne.
" Wer bist du? Was willst du von uns? " fragte Milane mit einer angst- und zugleich haßerfüllten Stimme.
" Ich bin Diabolo. Der Herr der Finsternis. Ich bin hier, um das Ritual durchzuführen. " sprach die Kreatur, welche sich damit als Herr der Finsternis Diabolo zu erkennen gab.
" Was für ein Ritual? " fragte Maik.
" Oh mein Teufel. Hat euch der Dämon Pierrot denn nicht aufgeklärt? Nagut, dann tue ich das jetzt. Jedes Jahr, am ersten August, öffnet sich das Tor zum Reich der Toten im Opfertempel des Horus. Geister von Cyborgs suchen sich Opfer, die die Wiedergeburt des Cyborgs werden! " sprach Diabolo und die vier erschraken.
" Schön, schön! Und was hat dieses ganze Cyborg-Getue mit uns zu tun? " fragte Jack aufmüpfig.
" Zwei von euch Vieren werden die Cyborgs! " sprach Diabolo gehässig.
" Wieso zwei von uns? Sie haben doch gesagt, es wird immer bloß einer die Wiedergeburt eines Cyborgs? " sprach Sarah verwundert.
" Alle zehn Jahre erwachen zwei Cyborgs. Und seit der letzten Doppel-Wiederkehr von getöteten Cyborgs, sind zehn Jahre vergangen. HaHaHa! " sprach Diabolo und er begann, gehässig zu lachen.
Plötzlich leuchtete die Schlange auf dem Altar erneut grün auf. Sie erwachte erneut und sie hängte ihr Maul aus. Eine Kreatur, mit grünen Haaren und einem roten Anzug kroch aus dem Maul. Sie trug schwarze Handschuhe und gleichfarbige Schuhe. Eine Clownmaske machte ihn wirklich zu einem Clown. Das war der Dämon der Witze Pierrot.
" Ah, endlich bist du erwacht Pierrot. Es wird auch mal Zeit. Nun erwähle die beiden, die die Wiedergeburten der Cyborgs Metallic und Cyberia werden! " sprach Diabolo und blickte dabei Pierrot erwartungsfreudig an. Ohne Zweifel war Marc im Bauch der Riesenschlange zu dem Dämon Pierrot geworden. Pierrot blickte sich verwundert im Tempel um und blickte dann Diabolo an. Er schwebte zu ihm hin und kniete vor ihm nieder.
" Meister Diabolo. Endlich seid ihr zurückgekehrt. Was ist mit mir geschehen? " fragte Pierrot.
" Du bist von Snakus, der wachenden Riesenschlange über den Tempel des Horus verschlungen worden und im Körper des Tieres hat die Magensäure den menschlichen Körper, indem du dich befandest, weggeätzt und so bist du wieder erwacht. " sprach Diabolo und beantwortete damit Pierrots Frage.
" Vielen Dank für diese Information. Ein Glück, der Körper dieses Kurators Marc war langsam echt zum Kotzen. Oh ich spüre, Metallic und Cyberia wollen zurückkehren. Also erwähle ich..." sprach Pierrot und drehte sich nach dem Abbrechen seines Satzes um und blickte die vier erschrockenen Archäologen an. Er zeigte mit seinem Finger auf Jack und Milane.
III
" Ich wähle die beiden da, ich wähle die beiden Archäologen Jack und Milane " sprach er und Diabolo lächelte, so, als hätte er Pierrots Antwort erwartet. Diabolo streckte seinen verfalteten Arm aus, der mit brauner Haut überzogen war, aus und in seiner aufgespreizten Hand bildete sich eine feuerrote Kugel. Die Kugel verwandelte sich in eine Flamme und begann, silbern zu leuchten. Er warf die Flamme mit kleiner Wucht Jack und Milane entgegen. Sie schrien auf, doch nach wenigen Sekunden hatten silberne Flammen sie umschlungen. Niemand konnte ihre Schreie mehr hören. Die silbernen Flammen verwandelten sich zuerst in rote Flammen und dann in schwarze Flammen. Es war grausam, die Beiden so von Flammen umhüllt zu sehen und man konnte nix machen. Die Flammen verwandelten sich in dunklen Nebel der violett schimmerte. Maik und Sarah standen fassungslos da, doch nach kurzem Zögern rannten sie direkt in den Nebel, um ihre beiden Freunde zu befreien. Bevor sie allerdings den Nebel nur berühren konnten, hielt Pierrot die Beiden auf. Er lächelte durch die Clownmaske durch und schlug die Beiden beiseite. Sie stürzten zu Boden, rafften sich aber wieder hoch und griffen Pierrot nun an. Der allerdings begann zu lachen, dass der ganze Tempel zu beben begann. In Maik und Sarah war eine unglaubliche Wut erwacht, eine ungeheure Wut auf Diabolo und auf Pierrot. In ihnen erwachte ein tiefer, heiliger Zorn. Sie begannen weiß zu leuchten. Ein weißer Nebel umschloß sie und in Sekundenschnelle hatten sich ihre Outfits verwandelt. Maik trug nun einen himmelblauen Anzug und eine silberne Maske. Er hatte sich nun in den heiligen Krieger des Windes Tornado verwandelt. In seinen Händen erschien ein Amulett, dass die Form einer Wolke hatte. Dies war sein Verwandlungsmodul.
Sarah trug ein goldbraunes Kleid und ein kurzes gelbes Top. Ihr Outfit war sehr figurbetont. Sarah hatte allerdings auch eine sehr gute Figur. Sie trug eine braune Maske mit schwarzen Augenschlitzen und diese hatte die Form eines großen Steines. Sie hatte sich nun in die heilige Kriegerin der Erde Sandastia verwandelt. In ihren Händen erschien ein Diamant. Dieser Diamant war das Verwandlungsmodul dieser Kriegerin. Plötzlich hatten sie Wissen über ihre Kräfte und wie sie diese Kräfte einsetzen sollten. In den Händen von Tornado erschien ein riesiger silberner Fächer und in den Händen von Sandastia erschien ein riesiger Hammer. Die beiden griffen Pierrot im Duo an. Mit Hilfe seines Fächers schuf Tornado gewaltige Wirbelstürme, die im ganzen Tempel gehörig Staub aufwirbelten und Sandastia schlug wie eine Verrückte mit ihrem Hammer auf den Dämon ein. Diesen lies das allerdings völlig kalt, doch als beide ihn mit einer gewaltigen Staubwelle attackierten, rastete der Dämon Pierrot aus. Er wurde von der Welle voll gegen die Wand geklatscht, doch das machte ihm nichts aus. Er stemmte sich gegen die Welle und errichtete ein schwarzes, schwer durchsichtiges Schutzschild. Seine gewaltige Kraft zerstörte die Staubwelle.
" Jetzt habt ihr euer Todesurteil unterzeichnet. Noch nie hat es jemand überlebt, Pierrot wütend zu machen. Er gehört zur Elite meiner Dämonen. Bye! " sprach Diabolo gehässsig.
Pierrot lächelte grausam und die Beiden erschraken. Seine Augen bekamen eine Farbe von einem hellen himmelblau in ein höllisches feuerrot. Er spreizte seine Hand aus und eine kleine, neongrüne Kugel bildete sich. Er schleuderte sie den beiden Kriegern entgegen und diese wurden voll von der Druckwelle gegen die Wand geschmettert. Gerade als Pierrot einen vernichtenden Kampf mit Tornado beginnen wollte, löste sich der Nebel, der sich um Jack und Milane geschlungen hatte, auf. Die beiden brannten in rotem Feuer. Tornado löschte das Feuer mit einem kleinen Wind, doch er erkannte, dass das gar kein Feuer war. Es war pure Energie, die nach außen drang. Die beiden hatten sich vollkommen verwandelt. Jack hatte sich in den Cyborg Metallic verwandelt. Er schwebte wenige Meter über dem Boden auf einem Gleiter. Er trug einen silbernen Anzug und eine silberne Maske. Eine schwarze, leuchtende Brille bedeckte die Augen des Wesens. Aus seinen Handschuhen schossen zwei Speere. In seinen Taschen befanden sich fünfundzwanzig Zauberkapseln. Wenn er die Zauberkapsel streichelt, verwandelt es sich in ein Schwert oder ein Gewehr.
Nachdem sich der Rauch um Milane auflöste, hatte sie sich ebenfalls in einen Cyborg verwandelt, nämlich in den Cyborg Cyberia. Sie trug einen abnehmbaren, silbernen Helm mit ebenfalls schwarzer Brille. Ihr Anzug war ebenfalls silbern, doch Cyberia hatte für die Zauberkapseln extra Taschen an einem Stahlkabelgürtel. Sie trug ein graues Kleid einen grauen Umhang. An ihren Händen befanden sich Laserspeere, die sie nach Belieben einfahren konnte. Ihr linker Arm war ein vollständiger Computerarm. In den Zauberkapseln konnte sie ebenfalls Schwerter und, Gewehre und Pistolen mit sich herumtragen. Auch konnten sich ihre Zauberkapseln in Raumschiffe verwandeln. Metallic brauchte so etwas ja nicht, weil er ja seinen Gleiter hatte.
Die beiden Cyborgs blickten Tornado und Sandastia an, die den Kampf mit Pierrot aus Neugier unterbrochen hatten.
" Tornado und Sandastia, die Ratten, die uns damals vernichtet haben! Nun werden wir schreckliche Rache nehmen, nicht wahr Cyberia? " sprach Metallic und in seiner Stimme verspürte man Wut.
" Lass sie uns ausrotten. Sie und diese anderen Krieger haben vor Jahren unsere Cyborg-Herrschaft zu nichte gemacht. Jetzt werden sie dafür bezahlen. " sprach Cyberia und nun machten sich die beiden bereit, Tornado und Sandastia anzugreifen.
" Laßt mich euch helfen. Ich werde ein treuer Gehilfe sein. " sprach Pierrot zu den Beiden. +
" Was willst du denn? Verzieh dich mal, oder es setzt was! " sprach Metallic und er schien sich bereit zu machen, Pierrot zu töten.
" Laßt ihn in Ruhe! Die da sind eure Gegner! " mischte sich Diabolo ein und mit seinem Finger zeigte er auf die beiden in der gegenüberliegenden Ecke stehenden Krieger.
" Na gut, wollen wir mal nicht so sein, doch misch dich nicht noch einmal ein, Pierrot! " sprach Cyberia. Sie trat gemeinsam mit Metallic in den Vordergrund des Saales und gemeinsam machten sie sich zum Angriff bereit.
IV
Metallic spreizte seine Arme aus und in beiden ausgespreizten Händen, bildeten sich kleine schwarze Kugeln.
" Schwarze Blattern! " schrie er und warf die schwarzen, kleinen Kugeln den beiden Kriegern entgegen. In dem Moment, als Diabolo und Pierrot auf den Angriff der Cyborgs konzentriert waren, griff Cyberia die beiden Dämonen mit der 'Stahlkugel' an. Sie wurden von der Energiekugel getroffen und gegen die Wand geschleudert. Grünes Blut von Pierrot blieb zurück als dieser herunterrutschte.
Diabolo schrie: " Du verdammter Cyborg! " und verschwand darauf in rotem Rauch aus den Tempel des Horus, indem er durch das Schlüsselloch in Form von Rauch huschte. Pierrot blieb allein zurück und begann nun einen Kampf mit Cyberia. Dämon gegen Cyborg - Der ultimative Fight - Böse gegen Böse! Cyberia griff Pierrot mit ihren Zauberkapseln an, die sie ihm entgegen warf und die nach dem Aufschlagen auf dem Boden des Saales sofort explodierten. Es war nahezu ein Bombenhagel, den Pierrot da über sich ergehen lassen mußte. Er hatte gar keine Zeit einen Gegenangriff zu starten, da die Bomben im Tempo von Kugeln eines ballernden Maschinengewehres kamen. Er dachte nur an eins, Schutz oder Flucht. Die Panik in seinem Körper konnte man ihm ansehen, denn er bekam einen Schweißausbruch nach dem Anderen. Er wartete geradezu auf den Gnadenstoß. Doch als Cyberia, am Höhepunkt ihrer Wut, dem verängstigten Dämonen Pierrot mit Hilfe der 'Knarre des Cyberspace' den Gnadenstoß setzen wollte wurde sie vor dem Abdrücken von Metallic gehindert. Er bat sie um Hilfe.
" Da hast du aber noch einmal Glück gehabt, du elender Wurm! Jetzt verzieh dich, bevor ich dich umbringe! " sprach Cyberia und Pierrot wollte aus dem Tempel fliehen, doch die Tür war ja verschlossen. " Habe ich nicht gesagt, du sollst verschwinden? Nun, da du vorziehst hierzubleiben, werde ich dich töten müssen! Du störst! " sprach Cyberia und Pierrot wollte sich aus der Schlinge ziehen, doch es war bereits zu spät.
" Nein, töte mich bitte nicht Cyberia! Die Tür ist verschlossen und ich kann mich nicht in Rauch auflösen wie Meister Diabolo! Bitte, lass mich gehen! " sprach der armselige Dämon, doch Cyberia blieb unberührt. Ihre linke Hand wurde von silbernen Blitzen umschlungen und diese Blitze warf sie Pierrot entgegen. Er erlitt einen grausamen Stromschlag. Er starb im Tempel des Horus! Pierrot verschwand und Marc kehrte zurück. Er blutete aus dem Mund, bevor er für immer seine Augen schloß. In dem Moment, als der Kurator des ägyptischen Museums von Kairo starb, ging das Museum in Flammen auf. Es war ein großes Feuer, stattlich, aber ein Zeichen von Trauer. Das ägyptische Museum konnte ebenfalls nicht gerettet werden. Eines der wunderschönsten Museen der Erde, war in diesem Moment, dem Erdboden gleich gemacht. Heute sind es nur noch Ruinen. Brennende, nach Ruß stinkende Ruinen, deren Schatten, Kairo verdunkeln. Der Rauch, der bei dem Brand entstand, legte sich wie ein Mantel über Kairo. Das war der Auftakt, zu einer grausamen Verschwörung. Einer Verschwörung, die das Erdenleben für immer verändern sollte.
Diese Grausamkeit zu einem Gleichgesinnten, war eines der bösesten Dinge, die eine dunkle Kreatur jemals tat. Doch man muss bedenken, dass Cyborgs kein Herz und kein Gefühl haben, hätten sie so etwas, hätte Cyberia Pierrot sicherlich freigelassen.
Nun wand sich Cyberia Metallic zu. Sandastia und Tornado lagen am Boden, von schwarzen Nebel eingehüllt und ihre Kostüme begannen sich aufzulösen. Der Nebel schien eine ätzende Wirkung zu haben.
" Cyberia, lass uns nun Rache nehmen, Rache für das, was die Ellements uns vor Jahren angetan haben! " sprach Metallic und er blickte Cyberia mit einem tiefen, düsteren Blick an.
" Okay, nun sollen sie bezahlen! " sprach Cyberia und ihre Wut war unbeschreiblich. Sie war noch immer ganz oben, mit ihrem Haß. Vielleicht hätte nicht einmal Metallic, Cyberia zu diesem Zeitpunkt aufhalten können.
" Was haben wir euch denn getan? Und überhaupt, wer sind eigentlich die Ellements? " sprachen Tornado und Sandastia im Gleichspruch mit einer winselnden Stimme. Man spürte ihre Angst, aber man spürte auch das Gefühl in den beiden, dass sie nicht mehr hofften, Cyberia und Metallic noch retten zu können.
" Die Ellements sind die vier Elemente-Krieger: Feurio, Aquaria, Tornado und Sandastia. Diese vier Krieger haben uns vor Jahren etwas Schreckliches angetan. Diese Krieger haben gegen uns und den Rest der großen Cyborg-Armee von Metallo, dem Planeten des Stahles gekämpft und im Verlauf dieses Kampfes sind außer uns, alle - ausnahmslos alle, Cyborgs vernichtet worden. Nun nehmen wir
Rache. Macht euch auf etwas gefaßt." sprach Cyberia mit ihrer grauenhaften Stimme. Sie kochte noch immer rasend vor Wut.
Cyberia begann den Kampf mit ihrer gewaltigen Cyberkugel. Ein riesiger, feuerroter ball, den sie genau auf Tornado und Sandastia warf. Es kam zu einer gewaltigen Explosion, die das ganze Tal der Könige erbeben ließ. Viel Staub wurde aufgewirbelt und Steine in der Wand brachen ein.
Der Altar mit der mumifizierten Schlange zerbrach und die Schlange erwachte erneut zum Leben. Sie zischte mit ihrer Zunge und ihre dunklen, schwarzen Augen schossen einen schwarzen Lichtstrahl aus. Dieser Lichtstrahl schoß genau gegen die Tür und sprengte sie auf. Ein gewaltiger Knall ertönte. Leise verließ die Schlange den Raum und schlängelte sich nach draußen.
Tornado und Sandastia wollten ihr folgen, doch sie wurden von Metallic aufgehalten. Dieser verlängerte seine kurzen silbernen Haare und umschlang die Beiden.
Cyberia holte eine Zauberkapsel aus ihrer metallenen Tasche und drückte auf den blauen Knopf am Kopf der Kapsel. Violetter, dichter Rauch kam aus der Kapsel und sie begann zu leuchten. Die Kapsel vergrößerte sich und verwandelte sich in ein Schwert. Cyberia ergriff das Schwert, dass mit schwarzen und roten Edelsteinen besetzt war und hielt es an Sandastias Kehle.
Metallics Haare verlängerten sich weiter und durch dunkle Magie wurden Tornado und Sandastia an die, mit Rissen übersäte, Wand des Tempels des Horus befördert. Aus den Rillen krochen Skarabäen und die Scherben des zerbrochenen Altars der Schlange verwandelten sich in Skorpione und Spinnen, dutzende Skorpione, Skarabäen und Spinnen. Nach wenigen Augenblicken war der ganze Boden des Tempels mit diesen Tieren übersät. Die Tiere begannen die Wand entlangzukrabbeln und bewegten sich langsam auf die gefesselten Krieger zu. Die beiden befanden sich in Lebensgefahr und nix, absolut gar nichts, würde die beiden mehr retten können.
Die Beiden gefangenen Krieger bekamen Angst. Gewaltige Angst vor den Tieren. Sie wußten, dass nur ein Stich der Skorpione oder der Spinnen ausgereicht hätte, um die Beiden zu töten.
Metallic und Cyberia begannen zu lachen. Fürchterliche Lachanfälle bekamen sie, sodass sie sich auf dem Boden wälzten.
Plötzlich begann die Erde zu beben. Staub fiel von den Wänden, doch alle Tiere konnten sich festhalten. Nur wenige fielen ab.
Der Boden riß ein und ein dunkler, schwarzer Schatten schoß aus ihm. Ein schwarzer Krieger war aufgetaucht. Nichts konnte man erkennen, nur dass es ein Mann war. Der Krieger machte eine Luftrolle und prallte so leicht wie eine Feder auch wieder von der Decke ab. Er machte eine erneute Luftrolle und ohne einen kleinen Ton landete er sanft auf dem Boden.
" Gestatten, mein Name ist Shadow! " sprach die Kreatur mit einer tiefen, dunklen Stimme.
" Und, was nützt uns das? Mach das du wegkommst oder du wirst dein Leben verlieren, du kleiner Fisch! " antwortete Metallic mit einer gewaltigen Härte.
" Hui, da ist aber jemand schlecht gelaunt. Es wird mal Zeit, dass ich dir zeige, wer die wahre Nummer Eins unter den Cyborgs ist. " entgegnete Shadow auf die Antwort von Metallic. Metallic guckte merkwürdig und begann dann erneut zu lachen. Nun mischte sich auch Cyberia ein. Tornado und Sandastia wurden nun nicht mehr beachtet und so nahmen sie ihre ganze Energie zusammen. Gemeinsam schrien sie: " Steinerner Wind! " und ein gewaltiger Windstoß durchzog den Raum. Metallics Haare rissen und die Beiden sprangen gleichzeitig in Shadows Loch, doch dass war ein großer Fehler. Unter der Oberfläche lauerte eine gewaltige Gefahr. Ein Armee von Cyborgs wartete auf ihren Befehl zum Angriff. Die feuerroten Augenlichter hatten Sandastia und Tornado entdeckt. Doch diese Beiden waren nicht das Ziel. Das Ziel waren die Cyborgs, die sich mit Shadow unterhielten. Genau, Metallic und Cyberia waren das Ziel!
Im Tempel des Horus ging der Streit weiter.
" Gibt auf, oder ihr werdet es bereuen! Kommt mit mir und ich mache euch zu den mächtigsten Cyborgs, die es je im Universum gegeben hat! "sprach Shadow, doch Metallic und Cyberia wollten von diesem Geplabber nichts wissen.
" Du willst uns doch echt drohen? Ich fasse es ja nicht. Er ist einer und wir sind zwei. Er ist ein Krieger, wir sind Götter. Uns kann man nicht mal mit einer Armee besiegen! "antwortete Cyberia. Wir haben schon einmal zwei Krieger besiegt, aber die sind uns ja eben entkommen, wegen dir! Nun wirst du dafür bezahlen. Hätten wir die Beiden zu Meister Diabolo gebracht, hätte er neues Froxon gegeben, was unsere Kampfkraft um das Doppelte steigern würde.
" Ihr behauptet also, dass nicht einmal eine Armee euch aufhalten könnte. Okay, beweist es, dass ihr Recht habt und ich gebe euch euer Froxon als Entschädigung! sprach Shadow mit einer fiesen, gemeinen Stimme. Er kramte einen kleinen Edelstein aus seiner schwarzblauen Hosentasche und zeigte ihn den Beiden. "Hier sehr ihr? Wenn ihr meine Armee besiegt, bekommt ihr Froxon!" fügte er noch hinzu und Metallic und Cyberia begannen fast gleichzeitig zu staunen.
" In Ordnung! Zeige uns deine Armee und wir besiegen sie." Selbstsicher stellten sich Metallic und Cyberia zum Kampf. Sie konnten noch nicht ahnen, dass das einer der letzten Kämpfe ihres Lebens sein sollte!
Shadow rief:"Nun kommt!" und die Cyborg Armee aus dem Untergrund kroch aus Shadows Loch.
Tornado und Sandastia rannten nun los, nachdem die Armee zum größten Teil durchs Loch in den Saal geklettert war. Sie rannten wie von einer Tarantel gestochen. Sie flitzten und nur wenige Augenblicke nachdem sie losgerannt waren, haben sie den unterirdischen Gang verlassen und befanden sich außerhalb der Pyramide. Sie blickten noch einmal zurück zur Pyramide und rannten dann weiter. Immer weiter, bis sie dann ein zerstörtes Kairo betrachteten. Alles war zerstört, einige Ruinen von Häusern brannten sogar noch. Sie stürzten zu Boden und schliefen ein. Sie wollten ihren Alptraum von heute vergessen, doch sie konnten es nicht. Die Beiden wollten einschlafen, doch ein Tränenausbruch nach dem Anderen machte das unmöglich. Die Beiden waren am Ende.
V
Immer mehr Cyborgs krochen aus dem Loch. Kurz darauf standen circa fünfzig Cyborgs im Tempel.
Shadow hob seinen Arm und sein Arm umhüllte sich mit schwarzem Nebel. Der Nebel zog sich durch den ganzen Saal und färbte die Wände in ein tiefes nachtschwarz. Blitze wurden unter dem Nebel sichtbar und die nachtschwarzen Wände begannen feuerrot zu leuchten. Shadow zählte: " Eins, Zwei und Drei!" und nachdem er die Drei ausgesprochen hatte, explodierten die mit nebel- bedeckten Wände des Tempels. Ein extrem lauter Knall ertönte und daraufhin brachen die Wände zusammen. Staub wirbelte auf und dieser verschwand kurz danach. Der Kampf wurde nun nach draußen verlegt, wo die Schlacht kurz darauf begann.
"Stahlklauenattacke" rief Metallic und daraufhin verlängerten sich die Krallen an seinen Armen. Einige Cyborgs wurden verletzt, doch die verletzten Stellen wurden kurz darauf von Kabeln umschlungen und geheilt. Cyberia griff an mit ihren Stahlbomben, doch selbst das konnte den Cyborgs nichts anhaben.
Nun griffen die Cyborgs an. Einer nach dem Anderen griff an. Der Eine mit 'stählernen Kabeln', ein anderer mit 'metallisch glänzenden Bomben' und wieder ein anderer mit 'Stahlkrallen'. Metallic und Cyberia begannen um ihr Leben zu fürchten. Sie gaben auf und flogen dann weg. Die Cyborg-Armee folgte den Beiden. Hunderte von Cyborgs verdunkelten den Himmel über Ägypten. Cyberia und Metallic versuchten Schutz in einer Ruine zu finden, doch diese wurde von einem der Cyborgs mit einer 'Feuerbombe' zerstört. Die Beiden waren am Ende ihrer Kräfte und die Cyborgs landeten am Boden. Sie stellten sich rundherum um die, am Boden liegenden, Cyborgs und hoben ihre Arme. Silberne Feuerbälle bauten sich auf und Shadow hob seine beiden Arme. Wie Son-Goku beim Erstellen einer Genkidama erhob sich Shadow in die Luft. Die 'Cyberkugeln' schwebten in seine Hände. Sie vereinigten sich zu einer riesigen 'Cyberkugel'. Er warf die riesige Cyberkugel den Beiden entgegen. Angst erfüllte die Beiden, doch kurz bevor die Cyberkugel die Beiden getötet hätte, wurde sie vernichtet. Die Kugel explodierte und Shadow und die Cyborgs blickten um sich. Eine kleine Kreatur schwebte in der Luft über der Gruppe. Sie spreizte ihre Finger auseinander und feuerrote Sterne erschienen über der hellbraunen Handfläche. Im nächsten Augenblick wurden die, inzwischen in Ohnmacht gefallenen, Cyborgs Metallic und Cyberia ebenfalls von diesen feuerroten Sternen umschlungen und lösten sich auf.
"Was soll das, Diabolo?" fragte Shadow, doch Diabolo öffnete seine Augen weit. Sie begannen schwarz zu leuchten und die Cyborgs wurden gleichzeitig von dunklem Nebel umschlungen. Die gesamte Cyborg-Armee von Shadow wurde im nächsten Augenblick von einer gewaltigen Explosion vernichtet.
"Komm, Shadow! Lass uns gehen. Unser Werk ist vollbracht und Kairo ist zerstört. Dass hast du mit deiner Armee ziemlich gut gemacht, das muss ich dir ja lassen!" sprach Diabolo und im nächsten Augenblick erhob sich Shadow vom Boden und beide flogen weg.
Ihr Ziel war ein riesiges Raumschiff, dass die Erde umrundete. Als die Beiden sich im Schiff befanden, flog es in einem goldenen Lichtschwall los. Auf dem Raumschiff gab es eine Aufschrift, die war in einer merkwürdigen Sprache geschrieben. In unverständlichen Worten stand drauf: "Exor legosal, Exor kill". Was dass in unsere Sprache übersetzt heißt, weiß ich nicht. Ich wage auch nicht einmal zu raten!




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Eingereicht am 26. Juni 2004.
Herzlichen Dank an den Autor / die Autorin.
Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors / der Autorin.
Erzähl mir was von Afrika. Band 1. Dr. Ronald Henss Verlag   ISBN 3-9809336-2-8  ca. 150 Seiten   8,90 Euro.




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